Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 20 by Reyhani Reyhani

Wozu rät Silvia?

Praxis

"Und was hat sie gesagt?", fragte Sophie beunruhigt. Sie hatte gesehen, wie Brigitte, die zuvor nur leicht genervt schien, im Laufe ihres Gesprächs mit Silvia immer ernster geworden war.

"Wir sollen sofort runter ins Büro kommen. Silvia wollte uns wohl auch grade anrufen. Keine Ahnung was das jetzt zu bedeuten hat. So gut kenne ich sie auch nicht."

Kurz darauf saßen die beiden auf dem roten Sofa, an das Brigitte mit gemischten Gefühlen zurückdachte. Silvia, die kühl und blond hinter dem Schreibtisch in Mellers Bürostuhl thronte, musterte Sophie mit ihrem geschäftsmäßigem Lächeln aufmerksam.

"Hallo, Sophie, gut siehst du aus", eröffnete Silvia das Gespräch. "Hubert lässt schöne Grüße ausrichten. Er hat sich sehr über deine Initiative gefreut und mir versichert, dass euer holpriger Start für ihn Vergangenheit ist, aber ..."

Bei diesem Aber begann Sophies Herz schneller zu schlagen und sie musste schlucken, weil ihr Hals mit einem Mal ganz trocken war. Sie hatte gewusst, dass es einen Haken gab.

"... ich mache mir so meine Gedanken. Ich habe den Verdacht, dass ihn die ganze Geschichte doch mehr beschäftigt, als er zugeben will. Wenn ihr versprecht, Stillschweigen zu bewahren, zeige ich euch was."

Silvia wartete nicht auf Zustimmung der beiden Studentinnen, die auf dem Rand des Sofas saßen und beunruhigt dreinblickten. Sie hielt ein Schriftstück hoch, das auf dem Schreibtisch vor ihr gelegen hatte. Brigitte erkannte sofort, dass es einer von Mellers Mietverträgen war, wie sie ihn selbst vor kurzem unterschrieben hatte. Darauf waren eine Reiher roter Markierungen zu sehen. Silvia erklärte mit gesenkter Stimme:

"Das ist euer Mietvertrag, er ist mir zufällig beim Aufräumen in die Hände gefallen. Irgendwas scheint damit nicht zu stimmen. Hubert hat diese Anstreichungen gemacht. Warum, weiß ich nicht so genau. Vielleicht wollte er mit seinem Anwalt darüber reden? Ich würde mir an eurer Stelle Sorgen machen, Hubert ist in solchen rechtlichen Dingen immer sehr korrekt."

"So ein Mist", stöhnte Brigitte laut auf. "Ich habe damals für Sophie mitunterschrieben und dann ist das alles so schiefgegangen. Deshalb wollten wir uns ja bei Meller entschuldigen und versuchen, alles wieder grade zu biegen."

"Ich habe ihm versichert, dass ich voll in den Vertrag einsteigen werde, sobald er wieder da ist. Herr Meller hat das auch akzeptiert und meine Entschuldigung angenommen", fügte Sophie in einem Ton hinzu, der wenig überzeugt klang, eher so, als wollte sie sich selbst Mut machen.

"Ach so, dann ist ja alles klar", strahlte Silvia. "Die Anstreichungen hat er ja vor seinem Urlaub gemacht, noch bevor ihr das Missverständnis aus dem Weg räumen konntet. Dann hat das gar nichts zu bedeuten und Hubert hat das alles längst vergessen."

Silvia blickte in zwei skeptische Gesichter, die weiter auf die roten Markierungen starrten, die sie selbst auf Mellers Geheiß gemacht hatte.

"Oder ...", fuhr sie tentativ fort, "ich lasse das Dokument verschwinden und ihr tut alles, dass es Hubert gar nicht erst wieder in den Sinn kommt? Ich denke, ihr müsst alles auf eine Karte setzen."

Sophie und Brigitte fiel sichtlich ein Stein von Herzen. Sich immer wieder gegenseitig unterbrechend erklärten sie Silvia, dass sie ja genau das vorhatten. Sie hätten sie nur angerufen, weil sie nicht sicher waren, ob sie irgendwie Rücksicht auf Sophies Unschuld nehmen müssten.

Silvia machte eine wegwerfende Bewegung mit der Hand und versicherte, dass Meller auf Frauen stand, die etwas aushielten, wo er sich nicht **** müsse, wie bei den Anfängerinnen, sondern alle Register ziehen könnte. Sie beobachtete dabei Brigitte, die anfing unruhig mit ihrem Popo auf dem Sofa herumzurutschen und sich unwillkürlich mit den Händen durch ihre langen, leicht zerzausten Haare fuhr. Silvia sah die glänzende Erregung in Brigittes Augen, die sie sich zu Nutze machen musste:

"Mir ist es auch so gegangen. Hubert hat mich wie eine Welle von den Füßen geholt und mich ins offene Meer gespült."

Silvia war aufgestanden, hatte sich die Hände auf die Tischplatte gestützt nach vorne gebeugt und fixierte die beiden jungen Frauen auf dem Sofa.

"Brigitte, du weißt wovon ich spreche. Du kannst Sophie helfen, den Kopf über Wasser zu halten. Du weißt, dass sie keine Angst haben muss und dass es sich lohnt."

Silvia richtete sich wieder auf, öffnete eine Schublade des Schreibtischs und holte einen langen, flexiblen Silikondildo in einem schreienden Pink heraus. Den drückte sie Brigitte in die Hand mit den Worten:

"Komm Schwester, leg schon mal los. Ich bin gleich wieder da, muss nur noch schnell was holen. Ich passe auf, dass euch nichts passiert und manövriere euch da durch. Und der …", damit nahm sie den Mietvertrag vom Schreibtisch, "… verschwindet für immer!"

Was ist das für ein Manöver?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)