What's next?
Paul' Bierkeller drei
Ich hatte keine Ahnung, warum mich das Ganze gerade so anmachte.
Lag es an den Blicken der Männer? Oder lag es an der Atmosphäre in dieser Kneipe – diesem rustikalen, etwas angestaubten Keller, in dem ich eigentlich deplatziert wirkte? Das alles hier war nicht mein Style. Und die Männer erst recht nicht.
Der Wirt und die beiden Typen an der Theke waren wohl nicht viel älter als der ein oder andere Mann im Kino gewesen. Aber die drei Rentner am Skattisch waren deutlich älter als Männer, die ich normalerweise ficken würde. Wie alt waren die eigentlich? Ich schätzte sie auf Anfang bis Mitte achtzig, vielleicht sogar älter. Und ich war mir eigentlich sicher, dass die drei sowieso keinen mehr hochbekamen. Die beiden Männer an der Theke mit ihren geschätzt sechzig Jahren hingegen… wenn ich den Erlebnissen aus dem Kino vertrauen konnte, dann vermutlich schon. Und der Wirt mit seinen vermutlich fünfzig Jahren wohl ebenfalls.
Mir wurde schlagartig bewusst, was für bescheuerte Gedanken ich gerade hatte.
Ich wollte mich doch nur abkühlen und nach einer Möglichkeit suchen, nach Hause zu kommen. Stattdessen dachte ich eigentlich nur an Schwänze. Die neue Bella in mir schien eindeutig die Kontrolle zu übernehmen. Isa hätte nach einer vernünftigen Lösung für ihr Problem gesucht – Bella war schon wieder geil.
Ich stellte mich an die Theke und genoss weiterhin die Blicke der Männer auf meinem eng anliegenden, teilweise geöffneten Catsuit.

Der Wirt sprach mich an:
„Was darf’s zu trinken sein?“
Ich war etwas aus der Rolle, weil ich mit der Frage in dem Moment nicht gerechnet hatte. Zu sehr beschäftigten mich meine lüsternen Gedanken.
„Nichts, danke“, stammelte ich.
Der Wirt und die beiden Männer an der Theke schauten mich skeptisch an. Irgendwie hatte ich das Gefühl, mich erklären zu müssen.
„Habe leider kein Geld dabei“, fügte ich hinzu.
Die Blicke wurden noch skeptischer. Wieder spürte ich den Druck, etwas sagen zu müssen.
„Hatte Stress mit meinem Freund beim Einkaufen“, log ich. „Er hat mich einfach hier in der Stadt stehen lassen und ist abgehauen. Ich wusste nicht wohin… und da es so warm ist in den Klamotten, hoffte ich, mich hier abkühlen zu können.“
Die Geschichte klang in dem Moment halbwegs logisch. Die Wahrheit – dass mir beim Gangbang im Kino die Sachen geklaut worden waren – wollte ich ihnen natürlich nicht erzählen.
Doch die nächste Frage eines der Männer an der Theke traf mich unvorbereitet:
„Warum zieht man denn solche Klamotten an, wenn es so heiß ist… beim Einkaufen?“
Er hatte einen Punkt. Einen Punkt, den ich spontan nicht vernünftig erklären konnte. Mir fiel einfach nichts Passendes ein.
Zum Glück sorgte einer der alten Männer vom Skattisch dafür, dass ich die Frage erst einmal nicht beantworten musste.
„Gib der Kleinen erst mal ein Wasser auf meinen Deckel, bevor die vertrocknet“, rief er.
Sekunden später stand ein großes Glas Wasser auf der Theke. Ich leerte es in einem Zug.
Der Opa grinste und sagte:
„Na, du warst ja wirklich ausgetrocknet. Gib ihr noch mehr – die Getränke von ihr gehen auf mich.“
Ich war erleichtert, dass zumindest das mit dem Trinken kein Problem mehr war.
„Danke. Das ist lieb“, sagte ich.
Er lachte etwas dreckig.
„Na ja… da wird mir schon was einfallen, wie du dich bedanken kannst.“
Der ganze Skattisch lachte.
Einer der anderen rief:
„Du bist wirklich bekloppt!“
Der Dritte schüttelte den Kopf:
„Du bist unmöglich.“
Der Getränkebezahler grinste nur breiter.
„Hey, ich bin alt – aber nicht tot.“
Die drei lachten erneut, und ihr Gespräch ging im gleichen gleitenden, derben Stil weiter. Einer machte eine anzügliche Bemerkung über „junge Mädchen und alte Knochen“, ein anderer konterte, dass bei ihm „noch Dampf im Kessel“ sei, und der Dritte meinte nur trocken, sie sollten lieber wieder Karten spielen, bevor ihnen das Herz stehen bleibe.
An der Theke jedoch ließ der Mann neben mir nicht locker.
„Aber wie kommt das denn jetzt zu deiner Kleidung? Kapiere das immer noch nicht… warum man bei den Temperaturen so was anzieht.“
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