What's next?
Paul's Bierkeller zwei
Ich ging durch die Tür in die Kellerkneipe.
Der Raum war recht rustikal und deutlich in die Jahre gekommen – nicht schmutzig, aber alt und aus der Mode. Überall war Holz: dunkle, abgenutzte Holztische, schwere Holzstühle mit abgewetzten Polstern, eine lange Theke aus massivem, dunklem Holz, deren Oberfläche von jahrzehntelangem Gebrauch glänzte und an manchen Stellen schon Risse zeigte. Die Wände waren mit altem Täfelwerk verkleidet, hier und da hingen vergilbte Bilder und Schilder. Die Beleuchtung kam von ein paar alten Deckenlampen, die ein warmes, leicht gelbliches Licht warfen. Es roch nach Bier, altem Holz und einem Hauch von Zigarettenrauch, der sich über die Jahre in die Möbel gezogen hatte.
Das „in die Jahre gekommen“ galt auch für die Gäste. Ich würde sagen, der jüngste Gast war um die sechzig. Hinter der Theke stand der Wirt – er wirkte noch als der Jüngste im Raum. An der Theke saßen zwei weitere Männer, und an einem Tisch in der Ecke spielte eine Dreiergruppe der ältesten Anwesenden Skat. Alle hatten ein Bier vor sich stehen. Die Skatspieler schätzte ich auf Anfang bis Mitte siebzig, vielleicht sogar älter. Jeder von ihnen wirkte so, als würde er seit Jahrzehnten hierher gehören – von der Kleidung bis zur Haltung.

Kaum hatte ich die Tür hinter mir geschlossen, spürte ich die Blicke. Alle Augen waren sofort auf mir. Es war, als käme ich von einem anderen Stern. Einer der Männer an der Theke verschluckte sich an seinem Bier und musste heftig husten. Einer der Skatspieler, der gerade zum Mund ansetzen wollte, erstarrte mit dem Glas in der Hand und starrte mich einfach nur an.
Ich war Blicke gewohnt. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass diese Männer etwas sahen, was sie in dieser Form noch nie gesehen hatten. Für einen kurzen Moment überlegte ich, einfach wieder umzudrehen.
Zuerst dachte ich, es läge nur daran, dass ich die einzige Frau im Raum war. Dann wurde mir klar, woran es wirklich lag: Ich hatte den Reißverschluss nicht geschlossen. Er klaffte immer noch bis unter den Bauchnabel offen. Meine Brüste waren dadurch gut sichtbar – die Nippel zwar noch vom Stoff bedeckt, aber mit ein bisschen Fantasie konnten sich die Männer den Rest leicht vorstellen. Und wenn ich in ihre Gesichter schaute, taten sie genau das.
Ich blieb noch ein paar Sekunden einfach stehen und fühlte zwei Dinge gleichzeitig:
Zum einen, wie herrlich kühl es hier unten im Keller war – ein krasser und extrem angenehmer Unterschied zur schwülen Hitze draußen auf der Straße.
Zum anderen, wie die lüsternen, ungenierten Blicke der alten Männer dafür sorgten, dass in mir schon wieder Abenteuerlust und Erregung aufstiegen.
Was war nur mit mir los?
War die ganze Fickerei vorhin im Kino wirklich noch nicht genug gewesen?
Was musste eigentlich passieren, damit ich mal nicht sofort wieder geil wurde und endlich genug hatte?
Ich dachte nicht weiter darüber nach.
Stattdessen lief ich mit sicheren Schritten Richtung Theke – den Reißverschluss bewusst noch immer offen gelassen, um die Blicke der alten Männer weiter zu genießen.
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