Chapter 21
by
Bitbuster
Wie wird das Erstgespräch verlaufen?
Normal, oder nicht?
Patrick betätigte den Türsummer und fast sofort öffnete sich die Tür.
Langsam betrat er den Raum, der eher wie ein Büro, als eine Praxis aussah.
„Kommen Sie gerne rein, ich möchte n u r mit Ihnen sprechen“ ertönte eine Stimme aus dem hinteren Bereich des Raumes.
Patrick schaute sich um. Eine Sitzgruppe stand in der Nähe des Fensters und es wurde ihm wieder sehr bewußt, daß er sich im All –im Weltraum- befand.
„Setzen Sie sich, ich bin gleich bei Ihnen“ sagte die Stimme.
Patrick setzte sich auf einen der Sessel, so daß er aus dem Fenster sehen konnte.
Eine Frau trat auf ihn zu. „Hallo, ich bin Alvia Alugosi, die Beraterin hier an Bord“
Patrick wollte aufstehen, wurde aber sofort mit der Bitte, doch sitzenzubleiben daran gehindert.
Die Frau setzte sich ebenfalls und wartete einen Moment.
Patrick drehte sich zu ihr und sah in zwei Augen mit **** schwarzen Pupillen, bzw. er konnte keine Iris erkennen, alles war schwarz.
„Ja, ich bin Betazoidin und noch einmal ja, ich kann Gedanken lesen“ bekam Patrick als Antwort, ohne daß er etwas gesagt hatte.
„Ich...ähm...ja, weiß nicht wirklich, was ich jetzt sagen soll“ sagte Patrick sowohl überrascht, wie auch leicht besorgt.
„Ganz ruhig, versuchen Sie entspannt zu bleiben, Patrick, ich darf doch Patrick sagen?“
„Ja“ sagte er und dachte: "Ich komme mit dem Du und Sie bei Fremden irgendwie noch nicht so klar".
„Das ist hier etwas ungewöhnlich, aber auch verständlich. Hier auf dem Schiff sind wir wie eine ****, die Du nur noch nicht alle kennengelernt hast. Fremde sind die Lebewesen außerhalb des Schiffes“.
"Ich muß aufpassen, was ich denke" dachte Patrick.
„Warum? Wir sollen ein offenes und ehrliches Gespräch führen, mehr nicht. Und nun versuche Dich zu entspannen.“ sagte Alvia.
"Naja, ich versuche es" dachte Patrick, sagte aber nichts.
„Zu Anfang starten wir einfach mal mit einem Frage-Antwortspiel. Ich sage ein Wort und Du antwortest darauf ohne lange nachzudenken, ok?“ fragte Alvia.
"War klar" dachte Patrick und ertappte sich dabei, daß er versuchte, möglichst an nichts zu denken.
„Mutter“
„Frau“
„Vater“
„Mann“
„Erde“
„Heimat“
„Raumschiff“
„All“
…
Es ging noch eine ganze Zeit so weiter und nach etwa 5 Minuten meinte Alvia: “Gut, daß soll dann auch reichen.“
„Und? Bin ich jetzt normal, oder nicht?“ fragte Patrick.
Alvia lachte kurz. „Darum ging es nicht. Ich sollte prüfen, ob Du für eine sachlich, wissenschaftliche Arbeit geeignet bist, oder nicht und wüßte ich es nicht besser, dann würde ich bei den logisch-strukturierten Antworten eher auf einen Vulkanier, als auf einen Menschen tippen“.
„Und das ist gut?“ fragte Patrick noch einmal nach.
„Ja, bekommst die Freigabe für die wissenschaftlichen Arbeiten“
Er nickte und dachte unweigerlich an seine Kollision mit der „Katze“.
„Möchtest Du darüber reden?“
„Über was?“ fragte Patrick.
„Über den Zusammenstoß mit der stellvertretenden WO“ erklärte Alvia freundlich.
„Ähm, nein, danke“ nuschelte Patrick und er merkte, wie er leicht rot wurde.
Alvia wollte Patrick nicht weiter bedrängen und merkte, daß ihm das Gespräch immer unangenehmer wurde und so sagte sie: „ Gut, von mir aus was es das dann.“
„Dann darf ich gehen?“
„Klar und auch gerne wiederkommen, wenn irgendwie Gesprächsbedarf besteht, dafür bin ich da“
Patrick nickte und stand erleichtert auf.
Alvia begleitete Patrick noch zur Tür und verabschiedete ihn mit einem Lächeln.
Auf dem Rückweg ins Quartier
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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