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Chapter 6
by
Truthahn
weiter?
Nichts als
Tinara war aus dem Dorf gegangen um Taramis zu suchen.
Sie war noch nicht am Fluß angekommen, da erfüllte Hufdonnern die Luft. Tinara hastete in ein Gebüsch indem sie sich verstecken konnte und wurde Zeuge, wie erst eine große Zahl von Arrakurs Reitern durch das offene Stadttor einfiel und dann zahlreiche Infantristen zu Fuß folgeten.
Als der Schlachtenlärm aufbrandete schoßen Tinara die Tränen in die Augen, denn sie wußte, was in der Siedlung passiete und ihr war klar, daß sie nichts tun konnte.
Bald brannte Gilmesch lichterloh und in der Dämmerung verließen die feindlichen Truppen die raucherfüllten Stadtmauern.
Tinara beobachtete den Auszug. Sie sah, daß die Soldaten einige Gefangene gemacht hatten. Argon war darunter! Aber Amathea nicht!
Die Feuer wüteten die ganze Nacht und erst im Morgengrauen konnte Tinara Gilmesch betreten.
Was sie sah war grauenvoll!
Leichen von Männern, Frauen und Kindern lagen auf der Straße. Alle Gebäude waren bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Auf dem Marktplatz schwelte noch ein Haufen halb verbrannter Toter. Niemand hatte überlebt!
Schreiend und weinend rannte sie zu dem Platz, an dem Ihr Elternhaus einmal stand. Jetzt war da nur eine qualmende Ruine, vor der die Leichen Ihrer Eltern lagen.
"Mama! Papa!" Schluchzend nahm sie sie ein letztes mal in den Arm "Amathea?" rief sie ****. Ihr war klar, daß Amathea nicht zuhause, sondern irgendwo im Kampf gestorben sein mußte.
Aber da! Zwischen dem Knacken der glühenden Feuersreste und dem Schreien der Krähen, die in Scharen über dem Ort des Grauens kreisten, gab es noch ein anderes Geräusch.
Mitten aus der Ruine ihres ehemaligen Heimes.
Angestrengt schaute sie in die qualmenden Trümmer. Und da! Tatsächlich eine Bewegung. Sie stapfe in die glimmenden Reste des ehemaligen Strohdachs und wuchtete einen verkohlten Balken zur Seite.
Und tatsächlich! unter dem Schutt und Getrümmer wurde eine Falltür hochgedrückt und eine rußgeschwärzte, aber lebende Amathea blinzelte ins Licht des anbrechenden Tages.
"Amathea!" weinte Tinara weiter. Jetzt aus Freude.
Sie befreite ihre Schwester und reichte ihr etwas Wasser aus ihrer Feldflasche.
"Was sollen wir nur tun?" presste sie heraus, als sie sich etwas gefasst hatte. "Es sind nur noch wir beide. Das Dorf gibt es nicht mehr. Alle sind tot! Es sind nur noch wir beide."
Amathea war zur Trauer noch nicht fähig. Ausdruckslos blickte sie über die Verwüstung. "Auch Argon?" fragte sie.
"Der lebt!" antwotete Tinara mit einem Aufflackern von Freude in der gebrochenen Stimme. "Aber wer weiß wie lange noch. Arrakurs Truppen haben ihn mit einem Dutzend anderer Gefangener mitgenommen."
"Dann ist es fraglos:" folgerte Amathea klar. "Wir verbrennen die Toten und nehmen **** an Arrakur. Nichts als ****. Auch wenn es **** scheint. Wir haben nichts mehr zu verlieren."
weiter?
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In barbarischen Zeiten
Die Geschichte dreier Schwestern lange vor unserer Zeit
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