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Chapter 10 by mäuschen mäuschen

Tut sie es?

Nein. Denn Dragan weicht zurück.

Es war genau so wie in der Szene, die sich in sein geistiges Auge eingebrannt hatte. Wie sie auf dem Schulhof gestanden und ihn zurechtgewiesen hatte. Fast wie einen kleinen ungezogenen Bengel. Nur einen Tag später hatte er schon nicht mehr gewusst, ob das real gewesen war, ob er sich wirklich so von einer Frau hatte einschüchtern lassen. Oder ob es nicht doch nur eine skurrile Phantasie und Einbildung gewesen war. Aber jetzt stand sie wieder leibhaftig vor ihm, und sie war noch umwerfender als in seiner Erinnerung.

Biestig, unbeugsam, aufgebracht, wütend und geradezu dominant. Wie eine wilde Katze, die jederzeit vorwärts springen könnte, um ihn mit ihren Krallen zu zerkratzen. Allein wie sie ihn ansah, voller Verachtung. Sie schaute ihn an, als ob er der letzte Abschaum sei, den sie am liebsten unter ihren Schuhen zerquetschen wollte.

Und so wich Dragan einen Schritt zurück und musterte Frau Fischer mit großen Augen von oben nach unten:

Wohl aus Zeitnot hatte Frau Fischer sich nach dem Schwimmen nur ganz kurz und notdürftig abgetrocknet. Auch ihre langen blonden Haare waren nicht geföhnt. Sie hatte sich wohl nur noch schnell die Jeans und ein weißes T-Shirt angezogen. Wahrscheinlich aus Furcht, dass das Schwimmbad schon schließen könnte und sie dadurch eingeschlossen würde. Und wahrscheinlich dabei gar nicht realisiert, wie viel Wasser noch an ihrem Körper und ihren Haaren gewesen war. Der durchnässte Stoff ihres Shirts klammerte sich dadurch nun an die Kurven ihres Oberkörpers und war etwas durchsichtig geworden. Zusammen mit den letzten Strahlen der immer noch warmen Abendsonne zeichneten sich die Rundungen ihrer großen Brüste unter dem Stoff ab. Nur noch geschützt von einem BH hebte und senkte sich ihr wohl geformter Busen mit jedem Atemzug auf und ab, und Dragan hatte schon während des ganzen Gespräches Schwierigkeiten, sich durch diesen Anblick nicht hypnotisieren zu lassen. Ein ziemlich umwerfender Anblick, den Frau Fischer so bewusst sicherlich nicht ohne weiteres gewähren würde.

Natürlich hatte Dragan schon immer einen Faible für Blondinen gehabt, und auch von großen Brüsten war er in der Regel sehr angetan. Aber es war nicht nur alleine der Appeal ihrer Brüste, ihr ganzer Körper war erste Sahne. Die Jeans saßen eng an ihrem knackigen Po. Man sah Ihren Beinen und ihrem flachen Bauch an, dass sie viel Sport machte. Und durch ihre vorbildliche Körperhaltung kamen ihre weiblichen Kurven auch exzellent zur Geltung.

Allein durch ihr Aussehen würde sie wirklich eine 1a Hure abgeben. Wenn es denn gelingen würde, sie für sich zu gewinnen. Nur: Normale Nutten hatte der Zuhälter schon wie Sand am Meer. Für ihn war in diesem Moment klar, dass Frau Fischer etwas ganz besonderes ist. Ihre ganze Erscheinung brachte eine Mischung aus Wut und Dominanz zum Ausdruck. Sie besaß eine Aura, die einmal herausgelassen von der Seele in Besitz ergreifen und sie nicht mehr hergeben konnte. Und ihr selber war dies scheinbar gar nicht bewusst.

Wenn er es nur irgendwie einfädeln könnte, sie auf den richtigen Geschmack zu bringen. Sie als Domina auszubilden. Dann könnte sie ein exklusives Klientel bedienen, und ihn damit wahrhaftig reich machen.

Nur musst er dabei wirklich aufpassen, sich nicht selbst in ihr zu verlieren… Noch nie hatte Dragan sich von einer Frau so angezogen gefühlt. Noch nie hatte er so ein Verlangen gespürt, sich einer Frau zu unterwerfen. Das kannte er bisher nicht, und er konnte es sich auch nicht erklären. Das einzige, woran er in diesem Moment denken konnte, war von ihr Besitz zu ergreifen. Oder war es umgekehrt? Wünschte er sich vielleicht insgeheim, dass sie von ihm Besitz ergreifen würde?

Wie geht es weiter?

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