What's next?

Nach ihm

Ich trat durch den Türspalt, schob das schwere Holz lautlos zu und drehte den Schlüssel im Schloss herum. Das leise, metallische Klicken hallte in meinem Schädel wider wie die endgültige Verriegelung einer Schleuse zur Außenwelt.

Die Luft im Zimmer war drückend, warm und dicht. Sie roch nach schwerem Schweiß, zerknüllter Baumwolle, dem herben, moschusartigen Dunst von Timo und jener unverkennbaren, süßlichen Mandel-Note von Loona. Auf dem Nachttisch brannte nur eine kleine Lampe mit trübem, bernsteinfarbenem Licht.

Die Bettdecke lag halb auf den Boden gezerrt. Loona lag mitten auf dem zerwühlten Laken, die Knie leicht angewinkelt und weit geöffnet, die Arme matt über dem Kissen ausgestreckt. Ihr weißes Tanktop war zerrissen oder beiseitegezogen, die nackte Haut ihrer Schenkel glänzte im Halbdunkel feucht. Zwischen ihren Beinen klebte weißliche Feuchtigkeit, vermischt mit ihren eigenen Säften, die langsam auf das Tuch sickerte.

Als sie mich sah, bewegte sie den Kopf kaum. Doch ein tiefes, warmes Glühen trat in ihre smaragdgrünen Augen.

„Komm her, John“, flüsterte sie mit rauer, heiserer Stimme.

Ich setzte mich in Bewegung, als würde mich ein unsichtbares Seil ziehen. Mein Puls dröhnte in den Ohren, und das eingesperrte Fleisch unter der Jogginghose pulsierte mit einer Wucht, die mir fast den Verstand raubte. Am Bettrand sank ich auf die Knie.

Loona hob langsam eine Hand, strich mir durch das feuchte Haar und zog meinen Kopf ganz sachte nach vorn, bis meine Stirn an ihrem nackten Oberschenkel ruhte. Ihre Haut glühte.

„Du warst so brav da draußen auf dem Sofa“, murmelte sie, und ihre kühlen Finger glitten langsam und tröstend durch mein feuchtes Nackenhaar. Ein zartes, verschmitztes Lächeln zupfte an ihren Lippenwinkeln, warm und frei von jeder Bosheit. „Hast du wirklich gedacht, ich höre drüben nicht, wie totenstill du geworden bist? Du hast keinen Mucks von dir gegeben, während er hier drin den wilden Hengst markiert hat. Sag mal ehrlich… wie oft bist du vor lauter Kopfkino fast vergangen?“

Die Worte trafen mich mitten in die Brust. In mir brach eine Welle aus Scham, Erleichterung und unendlicher Dankbarkeit los, die mir die Kehle zuschnürte. Mein Puls raste, mein Atem ging stoßweise. Zu hören, wie sie mein Schweigen nicht als Schwäche, sondern als Beweis meiner Loyalität deutete – dass sie mich selbst in den Armen eines anderen gespürt und an mich gedacht hatte –, fegte die letzten Zweifel hinweg. Ich war ihr nicht egal. Ich war ihr kostbarstes, geheimstes Band.

„Ich… ich habe jede Sekunde an dich gedacht“, brachte ich mit zitternder, heiserer Stimme hervor, das Kinn noch immer fest an ihren glühenden Oberschenkel gepresst. Mein ganzer Körper bebte vor unterdrückter Erregung. „Ich wollte einfach nur das tun, was wir besprochen haben.“

Ein leises, kehliges Glucksen entwich ihrer Kehle. Sie neigte sich noch etwas weiter vor, strich mit dem Daumen sanft über meine untere Lippe und sah mich mit einem Blick an, der vor Zuneigung fast überfloss.

„Mein kleiner, treuer Schatten“, flüsterte sie kopfschüttelnd, halb amüsiert, halb berührt. „Du bist mir schon so einer. Leidest da draußen stumm vor dich hin, nur um dein Versprechen zu halten. Genau deshalb bist du mir so verdammt wichtig.“

Sie stützte sich wieder auf die Unterarme, ihr Blick wurde tiefer, fordernder, aber unverändert weich.

„Und jetzt hol dir deine Belohnung. Er denkt, er hätte mich gehabt. Er pennt drüben wie ein Stein und glaubt, er wäre der Einzige hier. Aber er hat keine Ahnung, wem ich wirklich gehöre.“

Sie öffnete die Schenkel noch ein Stück weiter. Ein feuchter, scharfer Schwall ihres Duftes, überlagert von Timos Essenz, schlug mir mit betäubender Schärfe entgegen.

„Mach mich sauber, John“, flüsterte sie heiser. „Hol dir, was er dagelassen hat. Lass keinen einzigen Tropfen von ihm auf mir übrig.“

Ein Schluchzen der Erleichterung erstickte in meiner Kehle. Ich schob die Hände unter ihre weichen Pobacken, zog sie näher an den Bettrand und senkte mein Gesicht zwischen ihre nackten Schenkel.

Meine Zunge traf auf die klebrige, warme Feuchtigkeit. Der Geschmack von fremdem Sperma, herb, salzig und bitter, mischte sich auf meinen Lippen mit Loonas vertrauter, süßer Hitze. Es war der absolute Tiefpunkt jeder männlichen Würde – und gleichzeitig die erhabenste, berauschendste Ekstase, die ich je empfunden hatte. Mit langen, andächtigen Zügen leckte ich ihre Haut rein, saugte jeden Tropfen von ihrer geröteten Mitte, fuhr an den Rändern ihrer Schamlippen entlang, bis nichts mehr von Timos Anwesenheit zeugte.

Loona warf den Kopf in den Nacken. Ein leises, tiefes Stöhnen entfuhr ihrer Brust, diesmal echt, ungespielt, nur für mich bestimmt. Ihre Finger gruben sich fest in mein Haar, hielten mich an Ort und Stelle, während mein Körper am Bettrand im Takt jedes Leckens bebte. Unter meiner Hose spannte sich der Edelstahl wie ein Ring aus Feuer um mein Fleisch; das Silikon fing den Schmerz ab, ließ mich aber jede Faser der unnachgiebigen Enge spüren. Ich durfte nicht kommen, ich konnte nicht kommen – und doch fühlte ich mich vollkommener als je zuvor.

Als ihre Haut vollkommen rein und trocken geleckt war, löste sie sanft ihren Griff in meinem Haar und klopfte mir zweimal leise auf den Kopf.

„Schluck es runter, John“, hauchte sie.

Ich schluckte das schwere, zähe Gemisch hinunter. Ein Schauer jagte mir vom Scheitel bis in die Zehenspitzen.

„Guter Junge“, sagte sie leise, ihre Stimme sanft wie Samt. Sie zog mich an den Schultern nach oben. „Und jetzt ausziehen. Zu mir ins Bett.“

Mit zitternden Händen streifte ich die Jogginghose und die Boxershorts ab. Das dunkle Metall und der matt schimmernde Silikonring lagen frei im Licht der Nachttischlampe. Loona rückte zur Seite, zog die Decke ein Stück hoch und deutete auf den freien Platz neben sich.

Ich glitt vorsichtig unter das Tuch. Die Laken rochen nach der Schlacht, doch als ich mich hinlegte, drehte Loona sich sofort zu mir. Sie schob einen Arm unter meinen Kopf, zog mich fest an ihre bloße Brust und schlang ein Bein über meine Oberschenkel.

Ihre Hand glitt unter die Decke, tastete nach dem Zylinder, strich langsam und beruhigend über das Gehäuse und den kleinen Riegel.

„Keine Schmerzen?“, flüsterte sie dicht an meinen Lippen.

„Keine Schmerzen“, murmelte ich, die Augen halb geschlossen, vollkommen überwältigt von ihrer Nähe und der Wärme ihres Körpers.

„Gut.“ Sie drückte mir einen weichen, langen Kuss auf die Stirn. „Schlaf jetzt, John. Morgen früh gehört uns ganz allein. Und niemand anderes hat hier noch was zu suchen.“

Ich vergrub mein Gesicht an ihrem Hals, atmete ihren Duft ein und spürte, wie das Pochen in meinem Becken langsam einer tiefen, erschöpften Ruhe wich. Eingesperrt, gehalten und vollkommen in ihrer Hand schlief ich ein.

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