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Chapter 4 by Ch3ating_Ang3l73 Ch3ating_Ang3l73

Wer sind die maskierten Gestalten, und was ist Miles nächster Move?

Miles aktiviert seine Tarnung

4. Die Journalistin und ihre Spinne

Miles schaltete seine Tarnung ein. Mit einem leisen Summen verschwand er aus der sichtbaren Welt und wurde eins mit den Schatten. Er landete auf dem Dach der Lagerhalle und schlüpfte durch ein schmales Dachfenster. Mit einem dünnen Netz ließ er sich kopfüber in die Halle hinabgleiten.

Unten, im Licht der violett glühenden Kisten, sah er die maskierten Männer. Sie waren nicht allein.

Inmitten der Halle stand Herman Schultz, besser bekannt als der Shocker. Doch sein vertrauter gelb-gesteppter Anzug wirkte anders, modifizierter, besser, bedrohlicher. Die Männer luden High-Tech aus, die mit so einer Präzision gefertigt waren, die selbst Stark Industries Konkurrenz machen könnte.

„Gute Arbeit“, brummte Schultz, während er seine neuen Schock-Handschuhe anzog. „Sagt dem Boss, der Shocker ist bereit, und wird New York eine Spannung bescheren, die keiner überlebt..“

Miles krabbelte lautlos an der Decke. Ein geheimer Anführer? Neue Tech? Er spürte, seine Kehle wurde trocken. Normalerweise kämpfte er gegen solche Kaliber Seite an Seite mit Peter. Peter kannte diese Schurken seit Jahren, er wusste genau, was zu tun ist, um Schultz in Sekunden lahmzulegen. Peter hat diese Kämpfe so oft geführt, dass sie für ihn wie einstudiert wirken, er kennt jede Schwachstelle, jeden Trick seiner Gegner und kann seine gesamte Schurkengallerie mittlerweile in Sekundenschnelle ausschalten, fast so, als würde er eine Routineaufgabe erledigen.

Aber allein? Ohne Peters Erfahrung fühlte sich das Lagerhaus plötzlich viel größer an. Für miles war Shocker kein Routinejob. Er spürte, dass er Hilfe brauchte. Er musste das an die Öffentlichkeit bringen, und er kannte nur eine Person, die mutig genug war.

Zur selben Zeit saß Mary Jane an ihrem Schreibtisch im Daily Bugle, umgeben von der nächtlichen Stille der Redaktion. Sie trug ihr schwarzes Shirt mit dem herzförmigen Spidey-Logo unter der Lederjacke, ein Outfit, das sie normalerweise an ihre Verbundenheit mit Peter erinnerte, heute erinnerte es sie jedoch nur an ihre aktuelle Einsamkeit.

Ein plötzliches Klopfen am Fenster ließ sie fast den Kaffee verschütten.

„Miles! Das darf doch nicht wahr sein!“, zischte sie, während sie das Fenster aufschob. „Du hast Glück, dass die Tasse diesmal auf dem Tisch stand.“

Miles kletterte geschickt hinein. Unter seiner Maske brannte sein Gesicht, der Anblick von ihr vorhin, war noch viel zu präsent. Er sah sich im Büro um, das Spidey-Merchandise, die eingerahmten Top-Artikel, das Hochzeitsfoto auf ihrem Tisch. Alles schrie nach Peter.

„Das ist also dein Reich?“, fragte er „Cool zu sehen, wo MJ ihre Schlachten führt.“

MJ lächelte schwach. „Also, warum der späte Besuch?“

„Ich bin einem Van gefolgt. Shocker ist an den Docks, er bekommt neue Technologie von einem unbekannten Lieferanten. Irgendwas Großes ist da, MJ. Ich spüre es.“

MJ runzelte die Stirn. „Herman? Soll ich darüber schreiben?“

„Auch“, sagte Miles und trat einen Schritt näher in ihr Licht.

„Auch?“, wiederholte sie fragend.

„Ich will, dass du mit mir kommst. Jetzt.“

MJ erstarrte. „Miles, ich... ich kann nicht. Du weißt, Peter will nicht, dass ich in solche Dinge involviert werde. Es ist zu gefährlich.“

„Du bist Journalistin, MJ. Eine der besten. Ich brauche deine Augen, deine Kamera.“

„Ich habe es ihm versprochen...“, flüsterte sie, ihr Blick wanderte zu dem Hochzeitsfoto.

„Und außerdem...“, sagte Miles ruhig und mit einer Entschlossenheit, die sie so an ihm noch nicht kannte. „Ich bin nicht Peter.“

Stille legte sich über das Büro. MJ schaute zu Boden „Du hast recht...“, sagte sie leise. „Du bist nicht Peter. Du bist nicht Spider-Man.“

Sie sah auf, und in ihren Augen blitzten ein Feuer, das Peter jahrelang versucht hatte zu löschen, um sie zu schützen.

„Du bist der ultimative Spider-Man.“

Sie schnappte sich ihre Tasche und ihre Kamera, stürmte an ihm vorbei und rief über die Schulter ,,Gehen wir, Neuling!“

Miles blieb für eine Sekunde völlig überfordert stehen. „Uhm... ja!“ Er stolperte fast über seine eigenen Füße, während er ihr hinterherjagte.

Ließen sie mehr als nur den Bugle hinter sich, oder rannten sie geradewegs in die Schockwellen eines Kampfes, der alles verändern sollte?

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