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Chapter 2 by Jan1974 Jan1974

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Messe

Wie es der Job so wollte, stand mal wieder eine Messe an.
Das bedeutete: ein paar Tage im Hotel verbringen, Termine abarbeiten – und versuchen, das Beste daraus zu machen. Messen sind immer so eine Sache. Wenn ein bisschen Trubel ist, macht das Ganze sogar richtig Spaß. Aber ehrlich gesagt: Oft zieht es sich, man steht rum, unterhält sich mit den immer gleichen Leuten, und irgendwann weiß man nicht mehr, was man schon dreimal erzählt hat.

Diesmal hatte ich allerdings Glück. Zwar sollte ich mehrere Tage vor Ort sein, aber ich war nicht für unseren eigenen Stand eingeteilt. Stattdessen hatte ich einige Kundentermine auf dem Gelände – also durfte ich deren Stände besuchen, Gespräche führen, mich umschauen und einfach mal den Fokus wechseln. Das ist mir ehrlich gesagt viel lieber, als stundenlang an unserem eigenen Stand herumzustehen und auf Laufkundschaft zu warten.

Ich reise zu Messen grundsätzlich einen Tag vorher an – das gibt mir Zeit, in Ruhe im Hotel anzukommen, den Koffer loszuwerden und noch kurz bei unserem Stand vorbeizuschauen. So auch diesmal.
Zum Glück war dort alles bereits aufgebaut und vorbereitet – kein Chaos, keine Hektik, keine nervigen Nachbesserungen. Ich konnte mich bald wieder auf den Rückweg machen – und war sogar früh genug zurück, um direkt einzuchecken.

Und das Hotel… nun ja, unsere Firma hat mal wieder Geschmack bewiesen.

Mein Zimmer war ein großzügiges, modern eingerichtetes Doppelzimmer mit einem wunderbar weichen Kingsize-Bett, das beim ersten Blick schon „Komm, leg dich rein“ flüsterte. In der Ecke stand der übliche Schreibtisch mit einer Leselampe, daneben eine kleine, aber stilvolle Sitzgruppe: zwei breite, gemütliche Sessel mit einem niedrigen Glastisch dazwischen.
Besonders schön war der Balkon – geräumig, mit einem Tisch und vier Stühlen. Für ein einfaches Businesshotel fast schon luxuriös.

Das Badezimmer war freundlich, hell und geräumig. Eine riesige, bodengleiche Dusche, so groß, dass locker vier Personen darin Platz gehabt hätten – bei solchen Maßen fragt man sich wirklich, ob da nicht ein subtiler Hintergedanke mit verbaut wurde. Es gab sogar eine Badewanne, wenn auch nicht besonders groß – aber ehrlich gesagt: Baden ist für mich ohnehin kein Thema, wenn ich auf Messen bin.

Ich ließ mich aufs Bett sinken, griff mir den Hotelflyer und blätterte neugierig durch die Angebote. Und ja – ich musste anerkennend nicken: Das hier war definitiv mehr als nur irgendeine Übernachtungsmöglichkeit.
Ein Restaurant mit durchgehender Küche vom Frühstück bis zum späten Abend, eine stilvolle Hotelbar, ein Fitnessraum und – was mich besonders freute – ein Spa-Bereich mit Schwimmbad und mehreren Saunen. Und das alles rund um die Uhr nutzbar.

Ich spürte, wie sich meine Schultern langsam entspannten. Nach einem langen Messetag erst in die Sauna, dann an die Bar – das klang nicht nur nach einem Plan, das klang fast nach einem kleinen Kurzurlaub.

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