What's next?
Max stand auf und kam auf sie zu
Max löste sich von der Wand, und seine Schritte waren langsam, fast zögerlich, als würde er einen wilden Vogel nicht aufscheuchen wollen. Sabine stand reglos, die Arme neben ihrem Körper, die Hände zu Fäusten geballt. Sie spürte den kalten Boden unter ihren nackten Füßen, die Wärme der Blicke auf ihrer Haut, den Herzschlag, der bis in ihre Kehle pochte.
Er blieb direkt vor ihr stehen. Kein Wort. Nur dieser Blick, der über sie wanderte, der jede Kurve ihres Körpers nachzeichnete, ohne sie zu berühren. Und Sabine, die sich noch vor Minuten gefürchtet hatte, genau in diesem Moment zu sein, spürte, wie die Erwartung in ihr zu einem scharfen, süßen Schmerz wurde.
Max hob seine Hand. Langsam. So langsam, dass Sabine glaubte, die Zeit würde stillstehen. Seine Finger streiften ihre Schulter – eine Berührung, die kaum spürbar war, aber eine Gänsehaut auf ihrer Haut hinterließ. Sie zuckte nicht zurück. Sie wollte nicht zurückweichen.
Seine Hand glitt über ihr Schlüsselbein, folgte dem sanften Bogen, bis sie an ihrem Hals ankam. Dort blieb sie liegen, seine Finger leicht auf ihrer Halsschlagader, als würde er ihren Pulsschlag zählen. Sabine atmete ein, und ihre Brust hob sich, die Nippel fest und spitz, und sie sah, wie Max' Blick für einen Moment nach unten wanderte.
"Du zitterst", sagte er leise. Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Seine Stimme war tief, ruhig, und etwas in ihrer Art ließ Sabine den Kopf schütteln, ohne zu wissen, warum.
Er lächelte. Ein schmales, fast nachdenkliches Lächeln. Dann senkte er seine Hand, ganz langsam, über ihren Brustkorb, und seine Finger zeichneten einen leichten Kreis um ihre Brustwarze, ohne sie zu berühren. Sabine spürte, wie sich ihre Haut unter der fast-Berührung zusammenzog, wie sich etwas in ihrem Bauch zusammenzog und gleichzeitig weitete.
"Sabine", sagte er, und ihr Name in seinem Mund klang anders als bei den anderen. Er klang wie eine Frage, auf die sie die Antwort noch nicht kannte.
Dann berührte er sie. Seine Hand legte sich um ihre Brust, sanft, aber fest, sein Daumen strich über ihren Nippel, und Sabine schloss die Augen. Die Berührung war weich, fast zärtlich, aber sie brannte auf ihrer Haut wie ein heißes Siegel. Sie spürte, wie ihr Körper darauf reagierte, wie sich die Wärme zwischen ihren Beinen verstärkte, wie ihre Knie weich wurden.
Max' andere Hand kam hinzu, legte sich auf ihre Hüfte, zog sie leicht zu sich. Sabine öffnete die Augen, sah in sein Gesicht, in seine Augen, die jetzt dunkler waren als zuvor. Er beugte sich vor, und sein Mund war nah an ihrem Ohr.
"Du bist schön", flüsterte er, und sein Atem war warm auf ihrer Haut.
Seine Hand wanderte von ihrer Hüfte über ihren Bauch, tiefer, seine Finger spürten die feine Härchen unter ihrem Nabel, die Stelle, die so empfindlich war. Sabine spürte, wie ihre Muskeln sich anspannten, wie sie nicht wusste, ob sie sich ihm entziehen oder in ihn hineinlehnen sollte.
Seine Finger erreichten die feuchte Wärme zwischen ihren Beinen, und als sie sie berührten, zuckte Sabine zusammen. Nicht vor Schmerz, nicht vor Angst. Es war, als hätte ein elektrischer Strom ihren Körper durchzuckt. Sie war nass, das spürte sie, und die Scham darüber vermischte sich mit einem Gefühl, das sie nicht benennen konnte.
Max strich über sie, langsam, kreisend, seine Finger fanden den kleinen Knoten, der unter seiner Berührung auflebte, und Sabine vergaß zu atmen. Sie vergaß die anderen im Raum, vergaß, dass sie zusahen, vergaß, dass sie nackt war. Sie spürte nur noch seine Finger, die sie berührten, die sie erkundeten, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt.
Ihre Hand legte sich auf seinen Arm, sie wusste nicht, ob sie ihn festhalten oder wegschieben wollte. Max sah sie an, und in seinem Blick lag etwas, das sie nicht deuten konnte – vielleicht Überraschung, vielleicht Verlangen, vielleicht beides.
"Gefällt dir das?", fragte er, und seine Stimme war heiser.
Sabine konnte nicht antworten. Ihr Mund war trocken, ihre Kehle wie zugeschnürt. Aber ihr Körper antwortete für sie – sie drängte sich gegen seine Hand, und ein leises Stöhnen entwich ihr, so leise, dass sie hoffte, es hätte keiner gehört.
Doch Max hatte es gehört. Er lächelte, und seine Finger wurden fester, eindringlicher. Er spürte ihre Feuchtigkeit, ihren Puls, die Art, wie sie sich gegen ihn bewegte, und sein Atem wurde schwerer.
"Du willst das", sagte er, und es war keine Frage mehr.
Sabine schüttelte den Kopf, aber ihre Hüften bewegten sich in seinem Rhythmus. Sie wusste nicht mehr, was sie wollte. Sie wusste nur, dass seine Berührung alles andere auslöschte – die Angst, die Scham, das Gefühl, dass das falsch war. Es war nur noch dieser Moment, diese Finger auf ihrer Haut, dieses Feuer in ihrem Bauch, das immer heißer brannte.
Max zog sie enger zu sich, sein Körper warm an ihrem, seine Hand zwischen ihren Beinen, und Sabine legte ihren Kopf an seine Schulter. Sie spürte seinen Herzschlag, der fast so schnell war wie ihrer. Und während seine Finger sie immer weiter erkundeten, während sie spürte, wie etwas in ihr sich aufbaute, etwas, das sie noch nie gefühlt hatte, wusste sie nur eines:
Sie wollte nicht, dass er aufhörte.
Um sie herum waren die anderen still geworden. Kein Pfiff, kein Flüstern. Nur das leise, schwere Atmen der Männer, die zusahen, wie Max sie berührte. Und Sabine, die sich in seinen Armen vergaß, die mit geschlossenen Augen da stand, während seine Finger sie zu etwas trugen, das sie nicht kannte, aber begehrte.
"Max", flüsterte sie, und es war das erste Wort, das sie seit Minuten sprach. Ihr Stimme war gebrochen, fast flehend.
Er antwortete nicht. Seine Finger wurden schneller, drängender, und Sabine spürte, wie etwas in ihr zu reißen begann, wie sich ein Knoten löste, der ihr ganzes Leben lang festgezogen gewesen war. Sie krallte sich an seinem Arm fest, ihre Nägel gruben sich in seine Haut, und dann war es da – dieses Gefühl, das sie nicht kannte, das sie nicht beschreiben konnte.
Ihr Körper spannte sich an, zuckte, und sie schrie auf, ein leiser, unterdrückter Laut, der aus ihrer Kehle brach. Sie zitterte in seinen Armen, während die Wellen durch ihren Körper rollten, während sie sich an ihn klammerte, als wäre er der einzige Halt in einem tobenden Meer.
Und als es vorbei war, als sie wieder atmen konnte, öffnete sie die Augen und sah Max an. Er lächelte, und in seinem Lächeln lag etwas, das sie nicht verstand – Zufriedenheit? Stolz? Oder vielleicht etwas anderes, etwas, das sie später erkennen würde.
Aber jetzt, in diesem Moment, war ihr Körper noch warm von seiner Berührung, und ihre Haut prickelte, und sie wusste: Sie war nicht mehr dieselbe, die vor einer Stunde in ihrem Schlafanzug im Mädchenzimmer gelegen hatte.
Max nahm seine Hand von ihr, langsam, fast widerwillig, und Sabine spürte, wie die Kälte des Raums an die Stelle trat, an der seine Finger gewesen waren. Sie zitterte, aber nicht vor Angst.
Ihr Körper war noch warm von seiner Berührung, und als sie die anderen Jungs ansah – ihre gierigen Blicke, ihre gespannten Körper – wusste sie: Das war erst der Anfang.
Doch die Stille, die auf ihren Höhepunkt gefolgt war, begann sich zu füllen – mit Blicken, mit Erwartungen, mit den sieben Gesichtern, die sie umringten. Jetzt, da der erste Rausch abgeklungen war, sah sie sie klarer. Sie waren nicht mehr nur eine anonyme Masse von Jungs. Sie waren Individuen, jeder mit seiner eigenen Art zu schauen, zu warten, zu begehren.
Sabine ließ ihren Blick über sie wandern, und während sie das tat, spürte sie, wie sich ihre Wahrnehmung schärfte. Sie war nicht mehr nur das Mädchen, das nackt in der Mitte stand. Sie war die, die sie alle ansah – und die zum ersten Mal wirklich sah, wer da vor ihr war.
Max. Er war noch nah bei ihr, sein Körper nur eine Handbreit von ihrem entfernt. Er war der Größte von ihnen, mit breiten Schultern und dunklen Haaren, die ihm unordentlich ins Gesicht fielen. Seine Augen waren haselnussbraun und blickten ruhig, fast gelassen, als hätte er das, was gerade passiert war, schon erwartet. Aber unter dieser Ruhe spürte Sabine etwas anderes – eine Tiefe, die sie nicht durchschauen konnte. Max war nicht laut, nicht aufdringlich. Er war derjenige, der beobachtete, der sich zurückhielt, bis er den richtigen Moment erkannte. Und als er dann handelte, tat er es mit einer Selbstverständlichkeit, die Sabine gleichzeitig anzog und beunruhigte. In seinen Augen lag keine Gier, sondern etwas, das fast nach Zärtlichkeit aussah – aber Sabine wusste nicht, ob sie dem trauen konnte.
Johannes. Er stand etwas abseits, die Arme verschränkt, und grinste. Dieses Grinsen, das Sabine schon so oft im Unterricht gesehen hatte – selbstgefällig, fast überheblich. Johannes war der Anführer, derjenige, der die Regeln aufgestellt hatte, und das wusste er. Sein Körper war schlank, sehnig, mit einer Haltung, die sagte: Ich bin der Chef hier. Seine blonden Haare waren kurz geschnitten, sein Kiefer kantig. Aber es waren seine Augen, die Sabine nicht losließen – hellblau und kalt, wie das Wasser eines Bergsees. Er sah sie an, als würde er sie taxieren, als wäre sie ein Pferd auf dem Markt, das er kaufen oder ablehnen konnte. Und Sabine wusste, dass er derjenige war, der entschied, wer wann drankam. Er hatte sie aufgehalten, als sie schnell machen wollte. Er hatte sie gezwungen, zuzusehen. Und das hatte er genossen.
Daniel. Er saß noch auf dem Bett, die Hände auf den Knien, und starrte Sabine mit einer Intensität an, die sie fast erstickte. Daniel war derjenige, der Elvira zuerst angefasst hatte, der ihre Brust in der Hand gehalten hatte, als wäre es sein Recht. Er war breit gebaut, mit kurzen braunen Haaren und einem Stoppelbart, der sein Gesicht rau wirken ließ. Seine Augen waren dunkel, fast schwarz, und sie wanderten unruhig über Sabines Körper, blieben auf ihren Brüsten hängen, auf der Stelle zwischen ihren Beinen, die noch feucht war von Max' Berührung. Daniel war ungeduldig – Sabine sah es an der Art, wie seine Finger auf seinen Oberschenkeln trommelten, wie er sich auf dem Bett hin und her wälzte. Er war nicht wie Max, der wartete. Daniel nahm, was er wollte. Und Sabine wusste, dass er gleich etwas von ihr wollen würde.
Lukas. Der dünnste von ihnen, fast zerbrechlich wirkend, mit roten Haaren, die ihm wirr um den Kopf standen, und einer Haut, die vor Sommersprossen kaum zu sehen war. Lukas war der lauteste gewesen – sein Pfiff hatte den Raum durchschnitten, als Elvira ihren BH ausgezogen hatte, und sein Lachen war schrill und aufgedreht. Aber jetzt, wo Sabine nackt vor ihm stand, war er still. Seine Augen waren groß und hellgrün, und sie huschten über sie hinweg, als würde er sich nicht trauen, sie anzusehen, und gleichzeitig nicht wegschauen können. Seine Hände zitterten leicht, als er sie in den Taschen seiner Jeans vergrub. Lukas war der Unsicherste von ihnen, dachte Sabine. Derjenige, der laut war, um seine Angst zu überspielen. Und während sie ihn ansah, fragte sie sich, ob er überhaupt wusste, was er hier wollte – oder ob er nur mitmachte, um dazuzugehören.
Christian. Er lag auf dem Bett, neben Daniel, und hatte den Kopf in die Hand gestützt. Christian war der Schönste von ihnen – das wusste Sabine, denn alle Mädchen flüsterten über ihn. Er hatte dunkle Locken, die ihm bis in die Stirn fielen, und ein Gesicht, das wie aus einem Magazin geschnitten wirkte: hohe Wangenknochen, volle Lippen, eine gerade Nase. Aber es war sein Blick, der Sabine am meisten traf. Er war weich, fast verträumt, und als er sie ansah, lächelte er ein kleines, geheimes Lächeln. Christian war nicht gierig wie Daniel, nicht fordernd wie Johannes. Er war der Träumer, derjenige, der im Unterricht aus dem Fenster starrte, wenn der Lehrer sprach. Sabine wusste nicht, ob er wirklich hier sein wollte – oder ob er nur hier war, weil er es konnte. Aber als er den Kopf leicht zur Seite neigte, als würde er sie zu sich einladen, spürte sie ein Ziehen in ihrer Brust, das sie nicht erklären konnte.
Timo. Er stand im Hintergrund, fast unsichtbar, an der Wand neben der Tür. Timo war der Kleinste, mit rundem Gesicht und braunen Augen, die wie die eines Rehs wirkten – groß und ängstlich. Er hatte sich die ganze Nacht kaum gerührt, hatte weder gepfiffen noch gelacht, sondern einfach nur dagesessen und zugesehen. Seine Hände hielt er vor seinem Körper verschränkt, als würde er sich selbst beschützen wollen. Sabine hatte ihn in der Schule nie wirklich beachtet – er war einer von denen, die in der letzten Reihe saßen und nie etwas sagten. Aber jetzt, als sie ihn ansah, sah sie etwas in seinem Blick, das sie überraschte. Es war nicht Gier, nicht Verlangen. Es war etwas anderes, etwas, das fast wie Bewunderung aussah. Timo wollte sie nicht besitzen, das spürte sie. Er wollte nur zusehen. Und das machte ihn, auf eine seltsame Weise, zum Ungefährlichsten von allen.
Marco. Der Letzte. Er saß auf dem Boden, die Beine ausgestreckt, und hatte eine Dose Bier in der Hand, die er immer wieder leerte und dann zusammendrückte. Marco war groß und breit, mit kräftigen Armen und einem Nacken, der an einen Stier erinnerte. Sein Gesicht war rund, seine Augen klein und fast verschwunden in den Wangen, wenn er lächelte. Und er lächelte die ganze Zeit. Dieses Lächeln war nicht freundlich – es war abwesend, als wäre er mit seinen Gedanken woanders, als wäre diese ganze Nacht nur eine Unterhaltung, die er sich nebenbei ansah. Sabine spürte, dass Marco derjenige war, der am wenigsten hier sein wollte. Er war da, weil die anderen da waren, weil es etwas zu trinken gab, weil es nichts Besseres zu tun gab. Aber seine Blicke wanderten immer wieder zu ihr, kurz und flüchtig, als könnte er nicht anders. Und jedes Mal, wenn sie ihn ansah, zuckte er mit den Schultern, als wolle er sagen: Ist mir egal. Mach, was du willst.
Sabine stand in der Mitte des Raums und sah sie alle. Sieben Jungs, jeder mit seinem eigenen Gesicht, seiner eigenen Art zu begehren. Sie spürte ihre Blicke auf ihrer Haut wie Finger, die sie berührten, und in ihrem Bauch kribbelte es wieder – dieses seltsame, heiße Gefühl, das sie nicht kontrollieren konnte.
Sie wusste nicht, wer als Nächstes zu ihr kommen würde. Sie wusste nicht, ob sie es wollte. Aber sie wusste, dass sie nicht mehr wegkonnte. Nicht jetzt. Nicht mehr.
Johannes trat einen Schritt vor. "Also", sagte er, sein Grinsen noch breiter als zuvor. "Wie machen wir weiter?" Er sah sich um, seine kalten blauen Augen wanderten von einem zum anderen. Und Sabine spürte, wie ihr Herz wieder zu rasen begann.
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