Chapter 4
by
Papas_Liebling
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Marie wird handgreiflich
Meller kniff die Augen zusammen, nur kurz verunsichert. Dann gewann er seine gewohnte Selbstsicherheit zurück. Diese Marie war etwas Besonderes, das musste er ihr zugestehen. Aber gerade das machte es für ihn noch reizvoller, sie zu knacken.
Sie konnte nichts dagegen tun. Sie hatte den Mietvertrag unterschrieben. Sie schuldete ihm die Miete, ab sofort. Er hatte alle Trümpfe in der Hand.
"Ach komm, Marie. Spiel hier nicht die Unberührbare. Du wirst dich schnell dran gewöhnen, dass ich hier bestimme, wo's lang geht. Daran gewöhnen sich alle."
Er streckte seine fleischige Hand aus, legte sie ihr auf die Schulter.
Sie ließ es geschehen, ging unter seinem stetigen Druck in die Knie. Von unten sah sie zu ihm auf, lächelte wissend. Ich weiß, was du willst, sagte ihr Blick.
Mit schnellen, präzisen Bewegungen öffnete sie seinen Gürtel, seinen Reißverschluss, schob ihre Hand in seine Hose. Immer lächelnd.
Meller grinste dreckig auf sie herab. Ja, gut so. Ich kriege sie alle...
Das war der Moment, in dem Marie zupackte.
Mellers Mund öffnete sich in einem stummen Schrei. Seine verspiegelte Brille verrutschte. Dahinter erkannte man seine überraschten, weit aufgerissenen Augen.
Maries Griff war eisern, kraftvoll und unnachgiebig. Gerade so fest, dass es unangenehm war, aber noch nicht schmerzhaft.
"Vorsichtig", schmunzelte sie, "wir wollen doch nicht, dass deine Mieteinnahmen abreißen, nicht wahr?"
Er wagte sich nicht zu rühren. An seiner Schläfe bildete sich ein Schweißtropfen und rann langsam nach unten.
Marie stand auf und drängte ihn zurück, ohne dass ihre Hand auch nur einen Augenblick locker ließ. Als er mit dem Rücken an den Schreibtisch stieß, lehnte sie sich nach vorne. Ihre Lippen verzogen sich zu einem schmalen, gehässigen Lächeln.
"Du dachtest, du hättest mich in der Hand. Nun scheint es, als sei es genau anders herum."
Er stieß ein gepresstes Lachen hervor, um die in ihm herrschende Panik zu verbergen. "Du hast Mumm, das muss ich dir lassen."
Maries Finger schlossen sich weiter. Er atmete zischend aus.
"Das ist kein Spiel, Hubert, wir haben eine Geschäftsbeziehung. Und wie du gesagt hast: Die Modalitäten vereinbaren wir noch persönlich. Ich erwarte dich in einer Stunde in meinem Appartement." Sie machte eine dramatische Pause, ließ ihn weiter zappeln. "Dann wirst du herausfinden, in welcher Währung ich meine Schulden begleiche."
Abrupt ließ sie von ihm ab und gab ihm mit derselben Hand einen Klaps auf die Wange.
"Wir sehen uns." Damit wandte sie sich ab und schritt mit klackenden Absätzen aus dem Kellerraum. Auf der Schwelle blieb sie noch einmal stehen und sah sich um.
Meller lehnte am Tisch, die Hände um seine Kronjuwelen gelegt, als wolle er kontrollieren, dass noch alles heil war. Im Funkeln seiner Augen konnte sie sehen, dass er etwas plante.
Sie zwinkerte ihm zu. Ich freu mich schon drauf.
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Beim Immobilien-Unternehmer Meller kann man mietfrei wohnen - wenn man eine junge, hübsche Studentin ist und sich dem Hausbesitzer gegenüber aufgeschlossen zeigt...
Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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