Chapter 11
Betritt sie das Zelt?
Maria Josepha macht sich frei
Maria Josepha schaute verstohlen nach links und rechts, als täte sie etwas Verbotenes. Dann öffnete sie die Tür einen Spalt und schlüpfte hindurch. Sofort umwehte sie erfrischende Kühle.
Ihre feuchte Kleidung fühlte sich dadurch nur noch unangenehmer an. Sie fröstelte und eine Gänsehaut jagte über ihren ganzen Körper. Sie schüttelte sich und sah sich um.
Schneeweiße Zeltbahnen bildeten einen kleinen Kubus. Die Einrichtung bestand aus einem einzigen weißen Hocker, was die Nonne nicht weiter bekümmerte, war sie doch eine schlichte Zelle im Kloster gewohnt. Eine Stange mit Kleiderhaken lud dazu ein, den Umhang abzulegen.
Der Raum war ringsum blickdicht und nachdem sie den Riegel hinter sich zugeschoben hatte, fühlte sich Maria Josepha sicher genug, um es sich ein bisschen bequemer zu machen. Sie nahm den schwarzen Schleier und die darunter getragene weiße Haube ab. Lange, schwarze lockige Haare kamen zum Vorschein, die sie erleichtert aufschüttelte.
Tief atmete sie auf. Noch einmal inspizierte sie genauestens ihre Umgebung. Sie war völlig allein, niemand könnte sie stören. Und das Jucken unter der mehrlagigen Kleidung war wirklich, wirklich unerträglich. Im Mund schmeckte sie noch immer den Nachhall des süß-fruchtigen Getränks und in ihrem Kopf herrschte eine befreiende Leichtigkeit. Nichts sprach dagegen, dem Rat des Gnoms zu folgen und sich zu erfrischen, oder?
Sie zog das Skapulier, das Obergewand über den Kopf und hing es an den Haken. Das schwarze Untergewand folgte unverzüglich. Nun stand sie nur noch im Unterhemd im Zelt. Weit breitete sie die Arme aus, um den kühlen Lufthauch zu genießen. Ein feuchtes Rinnsal zwischen ihren vollen Brüsten kitzelte sie. Ihre hart und spitz aufragenden Nippel drückten sich mit Macht von innen gegen das Leinen.
Um das Kribbeln und Brennen in ihrem Schoß zu lindern, kratzte sie sich durch den Stoff hindurch, allerdings mit mäßigem Erfolg. Kurzentschlossen fasste sie unter das Hemd und streifte ihren Schlüpfer an. Mit Missfallen stellte sie fest, dass das Wäschestück völlig durchweicht war. Mit spitzen Fingern hing sie es zum Trocken an die Wäschestange.
Noch einmal verschwand ihre Hand unter dem Saum des kurzen Hemdchens. Intensiv kratzte sie sich an den juckenden Stellen. Heilfroh spürte sie die Linderung und entspannte sich.
Derweil saß Herr Trapp in einer exklusiv für ihn reservierten Kabine des Riesenrads und schwebte dem Himmel entgegen. Sobald er außer Sicht gewesen war, hatte er sich von der kleinwüchsigen Schauspielerin verabschiedet, die so überzeugend das Mädchen mit der Zuckerwatte dargestellt hatte, und war hierhergeeilt.
Mit größtem Vergnügen verfolgte er auf dem Display seines Smartphones den Livestream der Kameras aus dem Zelt der Fabelwesen. Die heiße Ordensschwester erfüllte alle seine Erwartungen. Ihre üppigen weiblichen Formen zeichneten sich überdeutlich unter dem dünnen Gewebe ihres letzten Kleidungsstücks ab. Ihr schönes, wallendes Haupthaar widerlegte das Vorurteil, dass Nonnen ihren Kopf kahl schuren. Und das dunkle, bislang halb verborgene Dreieck zwischen ihren Beinen war eine unwiderstehliche Verlockung für jeden Betrachter.
Die Aufnahmen wären ein wahrer Schatz für die Online-Portale, auf die er sie hochladen würde. Aber noch fehlte das große Finale.
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Updated on Mar 28, 2024
Created on Mar 1, 2024
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