Wie geht es weiter?

Mal wieder eine Generalversammlung

Chapter 126 by Filiusfiliae

Beim Abendbrot verkündet Natascha, dass sie für heute eine Generalversammlung einberufen hat. Meine abendliche Besamungsaktion nach dem Essen fällt heute aus. Macht nichts.

Bei der Generalversammlung bringt Magdalena das Thema Fenster zur Sprache: „Wie ihr wisst, sind unsere Fenster hier so uralt, wie sie in erbärmlichen Zustand sind. Von der Einfachverglasung abgesehen, sind, da der Fensterkitt abgängig ist, die Scheiben in Gefahr, herauszufallen. Sind ja alles Sprossenfenster, und nach dem letzten Sturm musste ich drei Scheiben durch Pappeinsätze ersetzen, wie ihr wisst. Nun gibt es in der Neubausiedlung eine ganze Menge, aber halt keinen Fensterkitt. Und was da an Silikon aufgetaucht ist, hat sich leider für die Fenster als unbrauchbar erwiesen. Und Kaugummi wäre auch nur eine Kurzzeitlösung, mal abgesehen vom hygienischen Aspekt. Und die Fenster komplett gegen neue auszutauschen, geht auch nicht. Die neuen sind so irrsinnig schwer, ich wüsste nicht, wie wir die über den Berg hierherschaffen sollten. Und selbst wenn: Ich bin mir alles andere als sicher, ob das Mauerwerk hier das Gewicht der neuen Fenster überhaupt tragen könnte. Aber irgendeine Lösung muss her. Die kalte, stürmische Jahreszeit ist zwar noch weit entfernt, aber dann wird es hier echt kritisch, wenn wir nichts unternehmen. Also falls jemand irgendwelche Ideen hat, wie wir mit der Problemlage umgehen können …“

Daniela runzelt die Stirn, fragt dann: „Maike, bei der Tankstelle, bei der wir zuletzt gewesen sind, da stand doch so eine falsch angelieferte Palette rum, war das nicht Fensterkitt?“

„Zumindest sollte das Zeug an eine Restaurationswerkstatt gehen, und der Lkw-Fahrer hat es da abgeliefert, weil er Walddorfstraße mit Walddörferstraße verwechselt hat oder so“, erinnert Bettina sich. „Und da nur der Azubi da war, der von nichts eine Ahnung hatte, wurde das Zeug abgeladen und dagelassen, hat der Tankwart erzählt“, fügt Angelika hinzu. „Ihr habt recht, jetzt weiß ich es wieder, das war Fensterkitt. Kein Gegenstand, den man mit Tankstellen in Verbindung bringt“, berichtet Maike nun. „Weißt du, wo das war?“, fragt Natascha nun. Magdalena holt Karten herbei, sie, Natascha und Maike beugen sich drüber, und nach einer Minute haben sie den Ort identifiziert. „20 Kilometer querfeldein oder 50 Kilometer mit dem Auto“, konstatiert Magdalena. Wir beschließen, gleich morgen früh eine Fahrt dahin zu unternehmen. Fahren soll auch ich, ergeht der Beschluss, da ich kräftig bin und Kitt nun mal einiges wiegt. Außerdem rechnen wir mit keiner ernsthaften Gefahr. Und im Extremfall wären 20 Kilometer querfeldein machbar.

Damit endet die Versammlung.

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