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Chapter 82 by ThormGravis

Wie geht es weiter?

Lara bekommt Besuch

Lara verpasste Stevens zwei Ohrfeigen, um seine erloschenen Lebensgeister noch einmal anzuregen, doch war ihre Handlung von reiner Hilflosigkeit bestimmt, denn sie wusste, dass er tot war und sie nichts mehr daran ändern konnte. Vielleicht hätte ein Notarztteam mit geeigneter Ausrüstung in retten können, doch hier im Dschungel sah Lara keine großen Aussichten auf eine erfolgreiche Reanimation. Sie zweifelte nicht daran, dass das Herz des alten Mannes der Anstrengung des hammerharten Marathonsex nicht gewachsen gewesen war. Aber wenigstens war er einen sehr angenehmen **** gestorben. Jedenfalls mutmaßte Lara, dass Männer einen **** beim Sex mit ihr als nicht zu schlimm empfanden.

"Nummer 3", seufzte sie in Erinnerung an die beiden Männer, die ein vergleichbares Schicksal ereilt hatten - einen Professor in Yale und einen Medizinmann in Burkina Faso. Beide hatten sich Informationen, die Lara brauchte, mit Sex vergüten lassen und dann selbst einen finalen Preis bezahlt. Lara schloss die Augen des alten Händlers mit zwei Fingern und stand auf. Damit hatte sich Laras noch sonderlich hochentwickelte Pietät aber auch schon erschöpft und sie sah sich im Laden um. Die Informationen, die er ihr gegen hatte, waren denkbar dürftig gewesen. "Vielleicht sollte ich zukünftig darauf bestehen, dass die Kerle vorab plaudern", überlegte sie murmelnd, während sie Schubladen und Schranktüren öffnete und wieder schloss. Zumeist fand sie nur irgendwelche obskuren Pülverchen und Ingredienzien zu deren Herstellung. Sie wusste nicht genau, was sie suchte, hoffte aber, ihr würde irgendetwas ins Auge fallen. "Eine Karte mit einem x darauf wäre ganze hilfreich", scherzte sie zu sich selbst, während sie durch den Vorhang in den Hinterraum schlüpfte.

"Oh mein Gott." Laras Augen weiteten sich. "Was für ein Saustall." Auch der angrenzende Raum war an sämtlichen Wänden deckenhoch mit Kisten gefüllt. Selbst die Fenster waren versperrt und nur ein unangenehm schwaches Neonlicht spendete etwas Helligkeit. In der Mitte des Raumes stand ein massiver Schreibtisch, der von Büchern, Notizzetteln und anderen Schriftstücken geradezu erdrückt wurde - eine Flut, die sich auch über kleine Beistelltischchen und den Boden ergoss und sich mit geöffneten Kisten voller Tonscherben und anderem Kram vermischte.. Selbst auf dem Bett waren Kisten gestapelt, dazwischen fanden sich verkrustete Teller mit Essensresten, halbvolle Flaschen und anderer Müll. Lara schüttelte entsetzt den Kopf. "Ein Glück, dass Stevens nicht mehr dazu kam, mich hier zu ficken."

Trotz ihres Abscheus gegen diese Lebensweise - mehr gegen den Müll als gegen die Unordnung, die sie selbst mit einer gewissen Leidenschaft pflegte - begann sie den Raum zu durchsuchen. Zweifellos hatte Stevens an etwas Wichtigem gearbeitet, vielleicht sogar an dem Problem, auf das Lara angesetzt worden war. Sie überflog die Schriftstücke, fand einige Karten und studierte die Dokumente eine Weile lang. Dabei fielen ihr eine Ausgrabungsstätte in der Nähe ins Auge, aber auch der schon von Sanches erwähnte Tempel war sorgsam vermerkt. Schließlich unterbrach sie ihre Studien, um über ihre Lage nachzudenken und sich ein kurzes Bad in einem ruhig wirkenden Seitenarm des Flusses zu gönnen. Als sie sich von Schweiß und Stevens´ Sperma gesäubert und sich wieder angezogen hatte, wollte sie gerade zurück an die Arbeit gehen, als das Geräusch eines Motors in der Ferne lauter wurde.

Lara erblickte vom Steg aus ein großes Boot, das gerade um eine Flussbiegung kam und auf den Handelsposten zuhielt. Aus der Distanz betrachtet schien es ein alter Kahn zu sein. Er kam nicht sonderlich schnell voran, so dass Lara schätzte, eine gute Viertelstunde Zeit zu haben, bis sie Besuch erhalten würde. Das würde sicherlich ausreichen, um im Dschungel zu verschwinden, aber Lara zögerte noch. Sie wusste nicht, wer da näherkam und wie er auf Stevens **** reagieren würde. Vielleicht waren es Freunde, die sein Ableben nicht positiv aufnehmen würden, auch wenn es unter angenehmen Umständen geschehen war und Lara an der übertrieben harten Gangart sicher keine Schuld hatte. Derart logische Erwägungen waren aber sicher nicht von einem trauernden Freund zu erwarten. Dennoch entschied sich Lara, diese Konfrontation in Kauf zu nehmen, wenn dafür im Gegenzug die Aussicht auf das Erlangen weiterer Informationen bestand.

Als ihr Entschluss einmal feststand, handelte die heiße Grabräuberin schnell. Sie eilte ins Haus zurück und zog Stevens´ Leiche, die immer noch einen massiven Ständer hatte, in den Schlafraum und dann unter sein Bett. Vielleicht gelang es ihr, den näherkommenden Besuchern den **** des Händlers zumindest eine Weile lang zu verschweigen. In ihr reifte der Plan, sich als Handelspartnerin des alten Mannes auszugeben. Im Optimalfall würde dies die Zungen der Unbekannten lösen, wenn sie Lara die Vorstellung abkauften. Sie versteckte auch die Kleidung des Mannes und beseitigte alle Spuren, die auf den Sex hindeuteten, so gut sie konnte. Schließlich rückte sie ihre Kleidung nochmals zurecht, um ihre üppige Oberweite besser zur Schau zu stellen - dies konnte bei einer Verhandlung niemals schaden -, und steckte auch noch einige der Karten und Schriftstücke in ihren Rucksack, die sie besonders interessierten.

Als alles getan war, hörte sie auch schon, dass das Boot ganz nahe sein musste. Der Motor tackerte unrhythmisch und schien massive Mühe im Kampf gegen die Strömung des Flusses zu haben. Lara überblickte nochmals den Verkaufsraum und schätzte, dass sie alle oberflächlichen Anzeichen für den Sex und Stevens´ **** beseitigt hatte. Sie trat vor die Tür und betrachtete aus dem Schaden der dort gestapelten Kisten das Anlegen des großen Flussbootes, das gut zwölf Meter lang und fast fünf Meter breit sein musste und über einen mittig gelegenen Kabinenaufbau verfügte. Zwei Männer machten sich daran, das Boot zu vertäuen: ein großer Schwarzer mit Kahlkopf und Stiernacken und ein etwas kleinerer, aber nicht minder muskulöser Weißer mit Tätowierungen auf den Armen, deren Qualität stark an eine Gefängnisarbeit erinnerten.

"Nicht gerade die sympathischsten Zeitgenossen", dachte Lara innerlich, aber sie hatte schon mit zahlreichen Kerlen wie diesen zutun gehabt. Die meisten von ihnen waren tumbe Schläger gewesen, die durchaus kämpfen konnten, aber nur wenig Intelligenz und noch weniger militärische Disziplin besaßen. Es hätte schlimmer sein können, denn gerade solche Typen waren gewöhnlich für Laras Charme sehr empfänglich. Daher beschloss sie, ihren Plan zu versuchen, um ein paar Informationen von den beiden Männern zu erhalten. Sie trat aus dem Schatten der Kisten und schlenderte über den Steg. Die Absätze ihrer Stiefeletten klackten laut und vernehmbar auf den hölzernen Blanken. "Hi, Jungs. Ihr müsst die beiden sein, von denen Stevens gesprochen hat."

Überrascht wandten sich die beiden um, als sie zuerst Laras Schritte und dann ihre Stimme vernahmen. Ihre Augen glitten über den Körper der sexy Archäologin, dann blickten sich die Männer überrascht und leicht ratlos gegenseitig an, um sich sogleich wieder auf den unfassbaren Körper der ihnen unbekannten Frau zu richten.

Lara stellte sich wie selbstverständlich in einer dezenten, aber ihren Körper durchaus betonenden Pose zwischen die beiden Männer, von denen einer noch auf dem Steg kniete, um eine Landungsleine zu vertäuen, während der andere auf dem etwas tiefer gelegenen Deck stand. "Ich bin Lara", erklärte die heiße Archäologin und ließ den beiden tumben Kerlen Zeit, ihren Körper ausgiebig zu betrachten. "Ich nehme an, Stevens hat euch beiden von mir erzählt." Natürlich war dies nicht der Fall, aber das brauchte Lara ihnen ja nicht zu sagen.

"Wer?" fragte der Weiße und blickte seinen Kumpan fragend an. "Kann mich nicht dran erinnern. Und wenn er was von dir erzählt hätte, wär ich sicher, dass ich mich an dich erinnern können würde." Er stand vom Steg aus, nachdem er das Tau festgemacht hatte. Er war locker einen Kopf größer und deutlich breiter gebaut als Lara mit ihren zierlichen Schultern. Ungeniert blickte er ihr von oben in den gewaltigen Ausschnitt. "Ganz sicher", wiederholte er grinsend und spielte zweifellos mit dem Gedanken, Hand an Laras Oberweite zu legen.

"Ich auch nicht. Wer bist du?" stimmte der Schwarze ihm zu und stieg vom Flussboot auf den Steg, um sich direkt hinter Lara zu positionieren, so dass sie von beiden Seiten eingekeilt war.

"Lara. Lara Croft", erklärte sie, doch scheinbar hatten die beiden noch nie von ihr gehört. Das war nicht sonderlich schmeichelhaft, aber vielleicht in dieser Situation auch hilfreich. Also fuhr sie fort: "Ich arbeite seit einigen Jahren mit Stevens zusammen und nehme einige seine Waren ab." Sie machte eine ausladende Geste über die Kisten und hoffte darauf, dass die beiden Kerle wirklich nur hirnlose Handlanger waren, die Kisten schleppten und für kämpferischen Schutz sorgten, aber keine Ahnung von den Geschäften des alten Händlers hatten.

"Und was machst du hier?" Der Schwarze kam noch ein Stück näher, so dass sie seinen Schweiß riechen konnte und er nur Zentimeter hinter ihr stand.

"Ich bin hier, weil ich eine besondere Ware suche und Stevens mir dabei behilflich sein wollte. Er selbst ist unterwegs und hat mir gesagt, dass ihr beide mir helfen werdet, meine Suche durchzuführen." Sie störte sich nicht an der körperlichen Nähe und den gierigen Blicken der beiden Männer. Eigentlich hatte sie nichts anderes erwartet, seitdem sie die Kerle auf dem Steg entdeckt hatte.

"Was? Stevens ist weg?" Offenbar war dies mehr als ungewöhnlich, denn der Weiße klang äußerst überrascht. "Wohin? Wie? Warum?"

"Ich hab keine Ahnung, was er vorhat. Er informiert mich nicht über alles, was er tut. Muss er ja auch nicht", erklärte Lara und schenkte dem Kerl ein sexy Lächeln. Sie nahm an, dass Stevens diesen beiden Kerlen seine Absichten auch nicht erklärte und ihre Aussage daher realistisch für sie klingen musste. "Aber das wie kann ich euch sagen. Ich bin auf dem Hochplateau mit einer kleinen Maschine gelandet und er ist auf dem selben Weg abgereist. In ein paar Tagen kommt der Flieger zurück, um mich abzuholen und ihn zurückzubringen. Bis dahin muss meine Arbeit erledigt sein. Also sollten wir keine Zeit verlieren." Damit stieg sie einfach auf das Boot und warf den Männern einen auffordernden Blick zu. "Was ist? Wollt ihr Stevens verärgern, weil ich ihm sagen muss, dass ihr zu lahm wart, um mir bei meiner Arbeit zu helfen? Wenn ich mit leeren Händen abreisen muss, wird auch er nichts verdienen - und das wird ihm ganz sicher nicht gefallen." Sie rechnete damit, dass die beiden es gewohnt waren, Befehle zu erhalten und zu erfüllen. Als zusätzliche Ermunterung wackelte sie mit dem Hintern.

"Aber... was ist mit den Kisten?" Der Schwarze deutete auf die Kisten am Steg. "Der Boss hat gesagt, wir müssen sie dringend zu Mister Kirkland bringen. Er wartet auf die Güter."

"Und jetzt hat er eben neue Befehle für euch", kommentierte Lara knapp. "Je schneller ihr mir helft, desto schneller könnt ihr euch dem anderen Job zuwenden. Ihr könnt natürlich auch einfach hier warten, bis euer Boss zurückkehrt. Ob ihm dann gefällt, dass ihr seine Anweisungen in Frage gestellt habt, bezweifele ich allerdings." Sie machte eine auffordernde Geste, die beiden mögen sich beeilen.

Die beiden wechselten einen letzten Blick, dann nickten sie. Der Weiße löste das Tau, das er gerade eben erst festgemacht hatte, und stieß das Boot vom Ufer ab, bevor er an Bord sprang. Der Schwarze startete inzwischen den Motor neu und wandte sich dann an Lara: "Und wohin müssen wir?"

Lara hatte mit dieser Frage gerechnet und antwortete kurz: "Die Ausgrabungsstätte, von der Stevens mir erzählt hat."

Wie verläuft die Fahrt?

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