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Chapter 16
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Kleiderfragen
"Schicker Bademantel, übrigens", kommentierte Silvia, "freut mich zu sehen, dass du erkannt hast, dass es ohne BH bequemer ist. Ich trage auch nie einen."
Sophie sah an sich herunter, erschrak und raffte schnellstens das Oberteil des Frotteemantels zusammen, den sie übergezogen hatte. Der Ausschnitt war nicht weit genug offen gewesen, dass man tatsächlich ihren Busen hätte sehen können. Aber dass sie darunter keine Wäsche trug, war eindeutig zu erkennen. Nahm denn die Peinlichkeit kein Ende?
Der Lockenkopf lachte amüsiert auf: "Sei doch nicht so schamhaft, Sophie. Wir haben alles, was du zu bieten hast, schon mehr als ausgiebig gesehen."
"Und nicht nur gesehen, Lilly", fügte Brigitte augenzwinkernd bei.
Sophie starrte ihre beste Freundin mit offenem Mund entsetzt an. Was wollte sie damit sagen?
"Das ist doch ein Scherz, den ihr euch auf meine Kosten macht, nicht wahr? Ich war alleine in meinem Zimmer, wo mich niemand sehen konnte. Die ganze Nacht. Oder?"
Das letzte Wort kam ihr sehr weinerlich über die Lippen. Sie hoffte, das war alles nur ein böser Traum und sie würde gleich aufwachen. Schweißgebadet vermutlich, aber unversehrt. Ah, ja! Das war der Beweis. Es musste sicher ein Traum sein, denn sie erinnerte sich deutlich daran, dass sie auf der Party stark geschwitzt hatte. Ins Bad hatte sie sich nach dem schrecklichen Ereignis, das sie dort erlebt hatte, kein zweites Mal mehr getraut. Sie müsste also noch immer völlig verschwitzt sein und riechen wie ... hm, sie verzichtete lieber auf eine passende Analogie.
Zur Kontrolle schnupperte sie vorsichtig. Nein, sie roch wunderbar frisch. Und sie fühlte sich auch rundum sauber.
"Reg dich jetzt bitte nicht auf", Brigitte legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter, "wir alle haben größtes Verständnis und Sympathie für dich. Alles, was wir gemacht haben, geschah nur zu deinem Besten."
"Was habt ihr getan?", kreischte Sophie.
"Du hast dich im Bett übergeben. Das ist aber gar nicht schlimm. Wir haben schon wieder sauber gemacht. Glücklicherweise hat Lilly, die zufällig in unserer Küche eingeschlafen war, es nämlich bemerkt und uns geweckt. Dann half sie mir, dich in die Badewanne zu tragen und zu waschen, während Chloe und Clodette die Bettwäsche gewechselt haben. Du siehst, alles ist gut."
Sophie blickte betreten auf ihre Zehenspitzen. Die Frauen hatten sie aus einer schlimmen Lage befreit. Sie müsste ihnen uneingeschränkt dankbar sein. Und dennoch war ihr unwohl bei dem Gedanken, dass man sie splitterfasernackt gesehen hatte. Und sie gewaschen hatte. Überall! Sie schluckte trocken. Fast wäre es ihr lieber, man hätte es ihr nicht erzählt.
Sie quetschte ein "Danke?" heraus.
"Keine Ursache", gab Lilly aus vollem Herzen zurück, "und falls du Probleme beim Nachrasieren und Pflegen hast, sag einfach Bescheid. Ich helfe jederzeit gerne."
Sophie schwante ein schlimmer Verdacht. Atemlos stürzte sie zurück in ihr Zimmer, schlug die Tür hinter sich zu und riss den Morgenmantel auseinander. Als sie nach dem Aufstehen blind einen Slip aus der Reisetasche gekramt und übergezogen hatte, war ihr etwas komisch vorgekommen. Mit dem Brummschädel, den sie hatte, verschwendete sie aber keinen zweiten Gedanken darauf. Bis jetzt.
Sie schaute nach unten auf die simple, gestreifte Baumwollunterhose von der Art, die sie üblicherweise trug. Aber irgendetwas sah anders aus. Bange schob sie beide Daumen in den Gummibund, zog ihn nach vorne und spähte hinein. Oh, Gott! Ihr dichtes, krauses Schamhaar war verschwunden. Stattdessen prangte dort ein schmales, schwarzes, nach unten gerichtetes Dreieck, ultrakurz getrimmt auf ihrem Venushügel. Wie ein Pfeil wies es auf ihre ...
Ihr versagten die Worte.
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Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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