Chapter 17
What's next?
Lilly entschuldigt sich
Es klopfte zaghaft. Als Sophie nicht reagierte, öffnete sich die Tür vorsichtig und ein lockiger Wuschelkopf spähte herein.
"Darf ich hereinkommen?"
Sophie blieb stumm und unbeweglich stehen, den Rücken dem Eingang zugewandt. Sie hörte leise Schritte auf nackten Sohlen näherkommen. Eine zarte Hand legte sich auf ihre Schulter.
"Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe. Heute Nacht schien es mir eine spaßige Idee zu sein. Aber nun sehe ich, dass ich deine persönlichen Grenzen überschritten habe. Das hätte ich nicht ungefragt tun dürfen."
Während sie dieses Geständnis hörte, wallten die Gefühle in Sophie auf und brachen sich letztlich Bahn. Sie schluchzte laut auf. Ihr ganzer Leib bebte und krümmte sich, während die Tränen ungehemmt flossen. Lilly umfing sie mit den Armen und hielt sie einfach fest, den Kopf an ihre Schulter gelehnt.
So standen sie minutenlang eng zusammen, während der ganze Stress der letzten Tage, der Ärger, die Sorgen, all die Scham, Angst und Demütigung aus Sophie herausströmten.
Schließlich fing sie sich wieder.
"Entschuldige", schniefte sie.
"Wofür denn? Das hast du gut gemacht. Manchmal ist es einfach zu viel und dann muss es raus. Geht's wieder einigermaßen?"
Sophie nickte und zog lautstark die Nase hoch. Bei dem unanständigen Geräusch konnte sie nicht mehr an sich halten und prustete los. Ihr Lachen war ansteckend und um Nu lagen sich beide Mädchen kichernd und glucksend in den Armen.
"Du, Sophie", begann Lilly, nachdem sie wieder zu Atem gekommen war, "juckt's eigentlich?"
Sie musste gar nicht weiter ins Detail gehen, Sophie verstand auch so, was sie meinte.
"Schon ein bisschen", gab sie zu.
"Lass mich mal sehen."
Die kleine Studentin erstarrte, als sie das hörte. Aber glücklicherweise war sie noch in der Lage, vernünftig nachzudenken. Wie sie mal gelesen hatte, konnte es zu Reizungen, Ekzemen oder sogar Entzündungen kommen, wenn man die Haut nach einer Rasur nicht angemessen pflegte. Die erfahrenere Lilly wusste da sicherlich viel besser Bescheid, was man tun konnte. Und nachdem sie ihr eben so eine emotionale Stütze gewesen war, wollte sie ihr gerne vertrauen. Im Grunde war das ja auch nichts Unanständiges oder Schlimmes. Eher wie ein Besuch bei der Frauenärztin. Kleinlaut stimmte sie zu.
Sachte nahm Lilly ihr den Bademantel ab und ließ ihn zu ihren Füßen zu einem Haufen zusammenfallen. Dann führte sie Sophie, die nur noch ihre Unterhose anhatte, zum Bett und gab ihr zu verstehen, sich auf den Rücken zu legen. Neben ihr kniend fasste sie behutsam links und rechts an den Gummibund, der das aller letzte Kleidungsstück, das Sophies geheimste Körperstelle verbarg, die sie noch nie freiwillig einen anderen Menschen hatte sehen lassen.
"Darf ich?", vergewisserte sich Lilly.
Sophie sah zu ihr auf. Sie wusste nicht, warum ihr gerade jetzt auffiel, wie das Licht in den glitzernden Steckern an Lillys linkem Ohr funkelte. Sie nickte.
"Ja."
What's next?
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Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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