Die erste Phase beginnt
Jessica, Sarah & Katrin
Jessica hatte eine behütete Kindheit erlebt. Ihr Vater war Besitzer eines europaweit operierenden Bauunternehmens. Der Wohlstand den die Familie in den vergangenen Jahren erreichte ermöglichte es Jessica sich jeglichen Luxus zu gönnen. Mit Ihren 19 Jahren bewegte sie sich in den besten Kreisen der Frankfurter Society.
Im vergangenen Jahr nahm Ihr Vater an einer Ausschreibung teil. Es ging um ein 120 Mio. Euro Projekt. Der Bau des Einkaufszentrums in Rumänien würde ihm den Osteuropäischen Markt erschließen. Schnell war man sich mit der Investorengruppe einig. Die Auftraggeber stellten sogar den Kontakt zu einem Kreditgeber. Mit dem 20 Mio. Kredit wurde die Anschaffung der für den Bau notwendigen Maschinen vor Ort finanziert. 2 Monate vor Baubeginn kam die Hiobsbotschaft. Das Projekt platzte da die notwendigen Baugenehmigungen nicht erteilt wurden.
Die bereits gekauften Maschinen ließen sich nur noch zum halben Preis verkaufen so dass eine Kreditsumme i.H.v. 10 Mio. offen blieb, die er innerhalb einer Frist von 14 Tagen zurückzahlen sollte.
Als er 2 Wochen später mit 2 gebrochenen Fingern nach Hause kam erklärte er seiner Familie, er habe einen Unfall beim Tennis spielen gehabt. Als man den Hund der Familie 7 Tage später tot im Vorgarten fand führte der Tierarzt das Ableben auf das hohe Alter zurück. Holger Beckswald wusste es besser. Die Männer mit denen er sich eingelassen hatte waren skrupellos. Nach dem Verkauf einiger Immobilien war ein Restbetrag von 1 Mio. Euro übrig. Er musste einen Weg finden das Geld aufzutreiben. Als er in seinem Büro die Post durchging hatte er bereits ein mulmiges Gefühl beim Anblick des unbeschrifteten Umschlages. Das Foto zeigte seine Tochter Jessica zusammen mit Ihrer Freundin Sarah beim Shoppen. Auf der Rückseite stand nur ein Wort: „Quit“. An Jessicas Handy ging nur die Mailbox dran. Als die Bandansage unter der Kontaktnummer seiner Kreditgeber mitteilte, die gewählte Nummer sei nicht vergeben brach Holger Beckswald weinend über seinem Schreibtisch zusammen.
Jessica, Sarah und Katrin hatten mit dem Schlimmsten gerechnet. Die Kammer war jedoch auf den ersten Blick nur ein großer Kellerraum dessen Boden auf einer Seite mit Stroh bedeckt war. Eine Wand bestand aus einem großen Gitter. Hinter dem Gitter befand sich ein Vorhang so dass der Bereich dahinter nicht einsehbar war. Die anderen 3 Wände waren gemauert. „Ruht euch aus“ herrschte Sergej sie an und schloss die Tür hinter sich.
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