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Chapter 25
by
Daemony
Revanchiert sich Jan?
Jasmin verabschiedet sich
Jan beugte sich zu der vor ihm knienden Frau herab, fasste sie an beiden Armen und hob sie sanft vom Boden auf. Jasmin schmolz in seine liebevolle, beschützende Umarmung und öffnete sich für den innigen Kuss, den er wortlos erbat. Sie schauderte, als sich seine Zunge zwischen ihre Lippen schob. Er musste dort die Reste seines Spermas schmecken. Wie es sich für ihn wohl anfühlen musste, den eigenen Geschmack im Mund zu haben?
Die Zeit blieb stehen, bis sie sich atemlos wieder voneinander trennten. Er schaute ihr tief und verlangend in die Augen.
"Darf ich mit zu dir kommen?"
Jasmin erschrak. Er war nett und sie war ihm wirklich dankbar. Aber für sie war es ein einmaliges Ereignis, eine flüchtige Begegnung. Keinesfalls konnte, keinesfalls durfte es mehr werden. Sie hatte keine Uhr, aber es musste spät in der Nacht sein. Robert wäre bestimmt seit Stunden zuhause. Vermutlich würde er zunehmend besorgt auf sie warten. Es wäre schon schwer genug, ihrem Mann eine plausible Erklärung für ihr langes Ausbleiben zu geben. Ganz zu schweigen von dem unanständigen Outfit, in dem sie auftrat. Einen Begleiter konnte sie dabei ganz bestimmt nicht gebrauchen.
Und trotzdem tat es weh, ihn abzuweisen. Sie spürte Tränen in ihren Augen aufsteigen, als sie matt den Kopf schüttelte.
Er wirkte enttäuscht von der Ablehnung, aber nicht verletzt oder verärgert, was Jasmin beruhigte. Aber noch gab er nicht auf.
"Sehen wir uns wieder? Vielleicht im Café? Nächste Woche komme ich auf meiner Tour wieder hier vorbei und mache einen Stopp bei Ralf."
"So leid es mir tut, aber nein. Ich habe nicht vor, noch einmal in die Gegend zu kommen."
"Verstehe", sagte er tonlos und löste seine Umarmung. Jasmin zerbrach beinahe unter der Kälte, die plötzlich von ihm ausging.
Verloren schaute sie die Straße entlang. In einiger Entfernung sah sie zwei Menschen unter einer Straßenlaterne stehen, ganz in der Nähe ihres dort noch immer parkenden Autos. Es war eine Rothaarige mit Minirock und Pelzjäckchen, die sich mit einem schlaksigen Mann, dessen Gesicht Jasmin auf die Entfernung nicht erkennen konnte, unterhielt.
"Da vorne steht mein Auto", meinte sie, um überhaupt etwas zu sagen.
"Dann ... mach's gut." Jan sah sie mit versteinertem Gesicht an. Jasmin konnte spüren, dass er eigentlich mehr sagen wollte, dass etwas in ihm brodelte, das nach einem Ventil suchte. Aber er blieb stumm. Als sie nach seiner Hand greifen wollte, rammte er seine Pranken in die Hosentaschen und wandte sich halb zum Gehen. "Ich muss dann mal ..."
Die Worte hingen in der Luft. Jasmin wusste, dass sie ihn noch immer aufhalten konnte. Es musste nicht so enden. Er wartete nur darauf, dass sie etwas sagte.
Als wäre es nicht ihre eigene Stimme hörte sie, wie eine Frau sagte: "Tja, dann ... tschüss. Danke - nochmals - für alles."
Er drehte sich endgültig um und stakste mit steifen Schritten davon.
Jasmin wollte losheulen, so elend fühlte sie sich. Doch sie straffte ihre Schultern, zog die Nase hoch und marschierte auf die beiden Wartenden zu. Wenn sie Glück hatte und die Prostituierte tatsächlich jemanden geholt hatte, der ihr Auto öffnen und starten konnte, käme sie endlich hier weg. Mit jedem Schritt wuchs ihre Nervosität, bis sie dem hageren Fremden gegenüberstand.
Kommt Jasmin zu ihrem Auto und kann die Gegend verlassen?
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Die junge Pastorin
Sie gibt alles für ihre Gemeinde
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