Wie geht es weiter? Melden sich die Afrikaner wieder?
Jamal ruft an
Am nächsten Tag, als die Mittagssonne bereits grell durch die Ritzen der Jalousien scheint, klingelt plötzlich das Telefon. Der Ton durchbricht die heilsame Stille, und ich fahre aus dem Schlaf hoch. Julia, die auch noch geschlafen hat, sieht mich an, ihre Augen voller Angst. Ich stehe auf, um den Hörer abzunehmen, und als ich die Stimme am anderen Ende höre, gefriert mein Blut. Es ist Jamal, sein Ton selbstsicher und bedrohlich. „Ich will Julia sehen", sagt er ohne Umschweife. „Und zwar gleich. Bring sie zum Stripclub." Bevor ich antworten kann, legt er wieder auf.
Ich stehe da, der Hörer in der Hand, und fühle, wie die Wut und Angst in mir brodeln. Jamals Worte hallen in meinem Kopf wider, und ich weiß, dass ich keine Wahl habe. Ich sehe zu Julia hinüber, die immer noch still im Bett sitzt, ihre Augen voller Angst. „Julia, wir müssen gehen", sage ich leise, meine Stimme zittert vor Aufregung. Sie sieht auf, ihre Augen suchen nach Antworten, aber ich habe keine. „Er will dich sehen", flüstere ich. „Ich kann nicht Nein sagen." Sie nickt langsam, Tränen rinnen über ihre Wangen. Ich half ihr auf und begleite sie ins Badezimmer…
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