Macht er sich das nicht ein bisschen einfach?
Immerhin hat er Möglichkeiten
"Stopp!" sagte Tom sofort. "Das machen wir hier nicht. Wir fangen hier nicht an, uns für irgendwelche Paramilitärs zu halten. Wenn wir schießen, ist die Chance groß, dass wir auch jemanden töten. Und die allermeisten hier haben keine Erfahrung mit Schusswaffen."
"Ich schon", gab Connor zurück, "ich hab- Also ich will ja nicht prahlen, aber ich hab da schon was drauf. In den Battlesims bin ich-"
Tom sah ihn humorlos an. "Hast du in deinem Leben jemals auf einen Menschen geschossen? Wenn es um Leben und Tod ging, außerhalb irgendwelcher Simulationen?"
Jetzt wirkte Connor doch etwas verunsichert. "Na ja, das nicht. Aber das macht doch wohl keinen großen Unterschied."
"Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht", widersprach ihm Tom. "Einen Menschen zu töten, das ist nichts, was man mal eben so macht, und wenn man es doch tut, dann verändert einen das. Und nicht zum Guten." Er schüttelte den Kopf. "Ganz davon abgesehen, dass wir uns nicht auf das Niveau unserer Gegner herablassen werden. Sonst verlieren wir jeden Rückhalt in der Bevölkerung."
"Aber die denken doch eh schon, dass wir mordende Terroristen sind!" beharrte Connor. "Und hier wollen die ernsthaft einen von uns umbringen! Eigentlich ist es nur Notwehr, wenn wir auch bewaffnet ankommen!"
Jetzt war es an Steffen, auch den Kopf zu schütteln. "Von uns hier können exakt drei Leute mit Waffen umgehen, und nur einer davon gut. Vielleicht hast du sogar ein bisschen was drauf, dann wären wir vier. Gegen wie viele? Lass das mal nur einen Mannschaftswagen Geleitschutz sein, dann sind das schon acht, plus wahrscheinlich vier Flieger von der Zarathustra-Eingreiftruppe. Gegen letztere brauchst du schon wirklich großes Kaliber-"
"Kann ich kriegen", merkte Connor an.
"-und dann sind die immer noch besser koordiniert als wir und auf Zusammenarbeit eingespielt. Und wenn wir mit Waffen kommen, werden die von Anfang an alles einsetzen und gar nicht erst versuchen, uns lebendig in die Finger zu kriegen." Er sah Connor ernst an. "Auf dem Niveau können wir nicht gewinnen."
Connor hatte ihm bis hierher zugehört. "Okay", sagte er, "verstehe, was du meinst. Aber wenigstens besser schützen sollten wir uns. Mechanisierte Kampfanzüge krieg ich zwar kurzfristig nicht organisiert, aber Körperpanzerung ist auf jeden Fall drin. Gib mir 48 Stunden, und jeder hier hat was in seiner Größe."
Pandora nickte sarkastisch. "Natürlich. Und ohne, dass dabei alle Alarmglocken läuten. Echt, selbst wenn du dich auf dem Schwarzmarkt bedienst, gibt's nachverfolgbare Spuren für den Kauf. Oder denkst du, unser Staat würde nicht überwachen, ob sich hier irgendwelche militärischen Gruppen bilden, die ihm gefährlich werden können?"
"Ich werd mich aber nicht auf dem Schwarzmarkt bedienen", lächelte Connor. "Im Gegenteil. Ich bedien mich direkt beim Hersteller."
"Und welcher Hersteller sollte das sein?"
Connor verschränkte grinsend die Arme. "Ich. Beziehungsweise, meine Firma."
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