Connor hat eine Firma für Militärausrüstung?

Er steckt voller Überraschungen

Chapter 140 by Hentaitales Hentaitales

Pandora sah ihn verblüfft an. "Du hast eine Firma für-"

"Nicht selbst gegründet", sagte Connor, "aber vor einem Jahr gekauft. Ich hab ein größeres Aktienpaket abgestoßen, als der Kurs gerade gut war, und damit ich das Geld nicht versteuern musste, hab ich's in einen Hersteller für Verbundkeramik investiert, der gerade in Schieflage war. Der macht unter anderem keramische Körperpanzerung. Ist nicht sehr gefragt, weil die Anschaffungskosten hoch und die Dinger nicht reparabel sind, aber zum Geld parken war's ne passable Investition. Ich lass die einfach ein paar Stück produzieren und als Ausschuss deklarieren, dann werden die abgeschrieben und niemand vermisst sie."

"Dann machen wir uns nachverfolgbar", meldete sich Pandora wieder zu Wort. "Selbst wenn du die intern besorgst: jemand wird rauskriegen, wo die produziert wurde. So viele Hersteller wird's da nicht geben. Und wenn einer plaudert, dass du das angeleiert hast, bist du dran. Nee. Besser, ich klaue die von dir."

Connor sah irritiert zu ihr. "Klauen?"

Pandora nickte. "Ich brech bei dir im System ein und fake einen Produktionsauftrag, den es nie gab. Sobald der raus ist, bring ich die IT zum Absturz, und hinterher werden die merken, dass da ein Hackerangriff war. Dann verdächtigt dich niemand." Sie sah zu ihm. "Schick mir einfach ein Diagramm von eurer Serverarchitektur, okay?"

"Ähm, okay...?"

"Körperpanzerung wäre ne tolle Sache", meinte Alex, "aber leider gibt's da ein Problem: Die wächst bestimmt nicht mit, wenn Diana und ich die anhaben, oder?"

Connor nickte. "Für euch beide ist das nix, klar. Aber alle anderen sind damit ein bisschen besser geschützt, und wenn wir schon nicht zurückschießen, haben wir wenigstens einen kleinen Vorteil." Er sah zu Steffen. "Oder geht das auch schon zu weit?"

Steffen blickte zu Tom. "Was denkst du? Macht uns so was nicht erst recht zu einer Zielscheibe, wenn wir da gepanzert anrücken?"

"Auf jeden Fall wird es uns ein Überraschungsmoment verschaffen", gab der zurück. "Wir waren noch nie mit paramilitärischer Ausrüstung unterwegs. Mit Sicherheit erwartet das niemand auf Seiten der Zarathustra-Einsatztruppe. Und wir können uns ein bisschen mehr Fehlertoleranz leisten."

"Aber wir präsentieren uns auch nach außen als gefährliche Söldnertruppe", warf nun Lorena ein. "Schon aus der letzten Mission hat man uns versucht, einen Strick zu drehen, und wenn's diesmal Aufnahmen von uns in Kampfanzügen gibt, dann werden wir noch mehr verteufelt. Selbst wenn wir keine Schusswaffen einsetzen, wirken wir bedrohlich."

Einen Moment herrschte banges Schweigen. Dann plötzlich lachte Fanny auf. "Nicht unbedingt! Connor?"

"Mh?"

Die junge Frau grinste breit. "Wie flexibel ist deine Firma beim Design von diesen Rüstungsdingern?"


Als Alex und Tom zwei Tage später die frisch produzierte Körperpanzerung abgeholt hatten und auf dem Weg zurück zur Villa waren, seufzte Tom. "Ich beneide dich fast."

"Wofür?"

"Dass du nicht so ein Ding tragen musst!"

Alex lachte bitter. "Dafür fang ich mir die Kugeln höchstpersönlich ein. Und niemand zwingt dich, deinen Anzug auch zu tragen. Kannst gerne ohne gehen. Wird bloß gefährlicher."

Tom starrte missmutig vor sich hin. "Wenn ich ehrlich bin, ich hab ein ziemlich mieses Gefühl bei der ganzen Sache. Wir haben es zwar taktisch so gut durchgeplant, wie es nur geht. Wir haben ein echtes Überraschungsmoment, und wir suchen uns den exakten Ort aus, an dem wir zugreifen. Aber wir wissen erst quasi in letzter Minute, welcher Widerstand uns wirklich erwartet, und selbst diese Information ist nicht vollständig. Was drei Minuten nach unserem Zugriff an Verstärkung kommt, das können wir nicht absehen. Wenn's für Lorena nicht so verdammt wichtig wäre, diesen 'Vorbild' zu retten, würde ich klar sagen, wir verzichten auf die ganze Sache."

"Sie hat ihn doch noch nicht mal wirklich kennengelernt, oder?" wollte Alex wissen. "Sie hat doch nur gehört, wie sich andere Leute über ihn unterhalten haben. Oder hab ich das falsch in Erinnerung?"

"Nein, das trifft es in etwa. Aber was sie gehört hat..." Er schien kurz zu überlegen. "Was genau hat sie dir gesagt?"

Alex versuchte sich zu erinnern. "Dass sie anderen richtig Angst vor diesem 'Vorbild' gehabt haben mussten, so wie sie über ihn gesprochen haben."

Tom nickte. "Ich hab es noch ganz gut im Gedächtnis, was Lorena nach ihrer Befreiung erzählt hat. Eine der Wachen hatte wohl gesagt: Wenn der hier sich jemals befreit, dann gnade uns Gott. Er muss extrem starke oder zumindest extrem gefährliche paramenschlichen Kräfte haben, und zugleich Kräfte, die für die Regierung sehr nützlich sind, wenn sie sie reproduzieren kann." Er hielt wieder kurz inne. "Noch ein Grund, warum ich ihn nicht unbedingt befreien will."

"Äh..." Alex sah ihn etwas verwundert an. "Wie meinst du das?"

"Wir verfolgen gute Ziele und Ideale", sagte Tom, "aber wir hatten bisher immer unsere Grenzen, was die Wahl der Mittel angeht, mit denen wir diese Ziele verfolgen. Und wenn wir mit 'Vorbild' jemanden in unseren Reihen haben, der etwas extrem Gefährliches kann..." Er atmete einmal tief durch. "Ich hoffe, wir geraten nicht in Versuchung, diese Kräfte auch voll zu nutzen. Weil, der Zweck darf nicht alle Mittel heiligen. Verstehst du?"

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Ist er da nicht etwas sehr zurückhaltend?

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