Wie geht es weiter?
Ich mache Katharina an
Es ist Samstag. Wir lassen es ruhig angehen. Was heißt: Wir machen nach dem Frühstück mit den Neuankömmlingen einen Rundgang durch das Haus, die Nebengebäude und drum herum, und jede sagt, wo und wie sie ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen könnte. Magdalena macht dazu eifrig Notizen. Die fünf sind alle ein echter Gewinn für uns, nicht nur hinsichtlich des Fortpflanzungspotenzials. Maike uns ihre Nichten sind echt gut drauf. Viktoria wird sie sich heute im Laufe des Tages noch mal gründlich, das heißt splitterfasernackt, ansehen, und wenn sie ihr Okay gibt, werden die fünf mit einigen von uns morgen einen Ausflug zur Neubausiedlung machen. Bisher kennen sie die ja nur aus Erzählungen.
Nach dem Mittagessen darf jede sich selbst beschäftigen und entspannen. Anna und ich helfen Katharina in der Küche bei Abwasch und Aufräumen. Oma, das heißt Katharina, grinst. Sie ahnt wohl schon was, zumal Anna sie eigens fragt, was sie ihr abnehmen könne, damit sie auch mal eine längere Pause machen könne, auch hinsichtlich der späteren Vorbereitung des Abendessens. Katharina nimmt mit mir Blickkontakt auf, lächelt – und sagt Anna tatsächlich einiges, was sie an ihrer Stelle erledigen könne. Angesichts der Blicke, die sich die beiden zuwerfen, erkenne ich, dass Katharina klar ist, dass auch Anna weiß, was hier ablaufen soll.
„Kann ich euer Zimmer für die Pause benutzen? Ich weiß nicht, ob ich in meinem, das ich ja nun mit Juliane teile, mich wirklich entspannen kann.“ Natürlich sagen Anna und ich Ja und bewundern unsere Großmutter dafür, wie elegant sie die Raumfrage gelöst hat und Anna informiert hat, möglichst nicht da hineinzuplatzen.
Diskret ziehen Katharina und ich uns wenig später in das Zimmer zurück. Hab mir vorhin auf der Toilette einen runtergeholt, damit nicht so ein Schnellschuss wie gestern Abend passiert. Verschwendung, ich weiß. Aber Anna konnte ich nicht diskret zur Seite nehmen, und auch sonst war niemand für einen schnellen Absaft-Fick verfügbar. Muss ich mal mit meiner Schwester sprechen, wie sich die Problematik elegant lösen lässt.
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