What's next?
Guten Morgen
Das fahle, graue Licht des Sonntagmorgens kroch träge über die Dielen meines Zimmers und legte sich wie ein kalter Schleier über die Matratze.
Als das Bewusstsein zurückkehrte, meldete sich mein Körper mit einer Woge dumpfer Pein. Meine Schultern waren nach den langen Stunden in den Lederfesseln vollkommen erstarrt, die Hände hinter meinem Rücken taub und eiskalt. Meine Kehle fühlte sich an wie Schmirgelpapier; jede Faser meines Körpers schrie nach Wasser. Auf meinen Wangen spannte die vertrocknete, brüchige Schicht aus Speichel und Scham unbarmherzig, und der Zylinder saß wie ein glühendes Brandeisen zwischen meinen Schenkeln – das eingesperrte Fleisch darunter pochte dumpf, wund und bis zum Äußersten gereizt.
Plötzlich drangen Geräusche aus dem Flur herüber.
Das dumpfe Poltern schwerer Schuhe, die eilig über das Parkett schlurften. Das Rascheln einer Jacke, das metallische Klirren eines Gürtels. Eine tiefe, noch raue Männerstimme murmelte etwas Unverständliches, gefolgt von einem kurzen, pragmatischen Auflachen.
„War gut“, sagte der Mann beiläufig. „Ich muss los, mein Zug geht bald.“
„Alles klar. Mach’s gut“, antwortete Loona. Ihre Stimme klang vollkommen nüchtern, ohne jede Rührung oder Zärtlichkeit – wie jemand, der einem Handwerker nach getaner Arbeit die Tür öffnet.
Das Öffnen der schweren Wohnungstür. Schritte im Treppenhaus. Dann das satte, vertraute Klicken des Schnappers, als der Riegel ins Schloss fiel.
Er war weg. Er zog einfach weiter, zurück in sein freies, selbstbestimmtes Leben, nachdem er sich genommen hatte, was mir mit eiserner Konsequenz verwehrt blieb. Für ihn war es nur eine Nacht im Berliner Club gewesen; für mich war es die absolute, zementierte Wirklichkeit meiner Existenz.
Leise Schritte näherten sich meiner Tür.
Die Klinke senkte sich langsam, und die Tür schwang auf. Im Rahmen stand Loona. Sie trug nur ein übergroßes, graues T-Shirt, die Haare fielen ihr noch etwas zerzaust um die Schultern, und ihre Züge wirkten entspannt, gezeichnet von einer tiefen, fast trägen Ruhe.
Sie trat ein, schloss die Tür leise hinter sich und blieb einen Moment an meinem Fußende stehen. Ihr Blick glitt langsam über mich: über meinen hilflos daliegenden, steifen Körper, die verkrusteten Wangen, die unerbittlichen Fesseln und den kalten Zylinder, der mein Versagen besiegelte.
Doch da war kein Spott in ihren Augen. Ihr Blick war warm, beinahe zärtlich, getragen von einer ruhigen, unumstößlichen Zufriedenheit.
Sie kniete sich neben die Matratze, beugte sich über mich und strich mir mit der warmen, weichen Handfläche über die Stirn. Ihre Berührung war ein Schock nach der langen, eisigen Nacht – so unendlich sanft, dass mir augenblicklich Tränen in die brennenden Augen stiegen.
„Guten Morgen, mein kleiner“, flüsterte sie leise.
Sie schob ihre Hände unter meinen Rücken, tastete nach den Schnallen und löste zuerst die Fesseln an meinen Handgelenken, dann den Riemen an meinen Knöcheln. Das Blut schoss mit einem stechenden Kribbeln zurück in meine tauben Finger, doch ich konnte mich kaum rühren. Meine Glieder waren wie gelähmt.
„Ganz ruhig“, hauchte sie, legte sich halb über mich und zog meinen erschöpften, zitternden Oberkörper fest an sich.
Ihr Körper roch nach warmer Haut, nach Schlaf und nach einer tiefen, intimen Sättigung. Sie hielt mich in ihren Armen, presste meine Wange gegen ihre Brust, und zum ersten Mal seit Tagen spürte ich eine fast erdrückende, bedingungslose Geborgenheit. Meine Hände lagen kraftlos an ihren Hüften, unfähig, etwas anderes zu tun, als mich an diesen Halt zu klammern.
„Du warst unglaublich brav heute Nacht“, sagte Loona leise an meinem Ohr, während ihre Finger langsam und beruhigend durch meine Haare glitten. „Kein Laut. Kein Murren. Du hast ausgehalten, was ich von dir verlangt habe. Du hast mir gehört – in jeder einzelnen Sekunde.“
Ein Schluchzen entrang sich meiner heiseren Kehle. Die Erleichterung und das Glücksgefühl, von ihr gesehen, angenommen und gelobt zu werden, überrollten mich wie eine Flutwelle. In diesem Moment war jeder Schmerz, jede Demütigung und jedes dumpfe Pochen des Zylinders bedeutungslos geworden. Es zählte nur, dass sie stolz auf mich war. Dass ich ihren Willen erfüllt hatte.
„Ich bin wirklich stolz auf dich, John“, flüsterte sie, löste die Umarmung ein wenig und sah mir direkt in die Augen.
Auf ihren Lippen lag ein echtes, weiches Lächeln. Mit dem Daumen strich sie sanft über meine feuchten Wimpern, fuhr dann hinab zu den Wangen und begann, mit behutsamen, kreisenden Bewegungen die angetrocknete Maske der vergangenen Nacht von meiner Haut zu reiben. Krümel für Krümel löste sie das getrocknete Siegel, während ich regungslos unter ihr lag, geborgen in ihrer Gnade, und mich vollkommen in ihrer Wärme verlor.
Ihre Daumen liefen noch einmal über meine Wangen, langsamer als nötig.
„Sieh mich an, John.“
Ich tat es. Der Blick war warm und unerbittlich zugleich.
„Wasser gibt es gleich“, sagte sie. „Zuerst der Mund. Auf den Rücken. Hände neben den Kopf. Du greifst nicht zu.“
Ich rutschte auf den Teppich. Das Holz zog die Wärme aus den Schultern. Loona zog das Nachthemd aus. Für einen Atemzug stand sie nur da, nackt, noch vom Schlaf gezeichnet – dann trat sie über mich. Ein Fuß links am Ohr, einer rechts. Von unten füllte sie das ganze Blickfeld: die Innenseite der Schenkel, der Schwung des Hinterns, und dazwischen sie, offen, feucht, und an den Schamlippen hing, was die Nacht nicht genommen hatte, dick, weißlich, bereit herunterzulaufen.
Sie blieb oben stehen. Nah genug, dass ich den Geruch schon hatte. Weit genug, dass ich alles sah.
„Schau hin“, sagte sie ruhig. „Nicht weg. Das ist, wovon du die ganze Nacht nur den Lärm hattest. Jetzt siehst du es. Jetzt schmeckst du es.“
Sie senkte sich langsam. Zentimeterweise. Der Hintern rückte näher, die Pussy füllte das Gesicht, bis nichts anderes mehr da war – nur Haut und Wärme und das Glänzen über meinem Mund. Dann saß sie. Nicht mit vollem Gewicht auf einmal. Erst die feuchte Mitte auf den Lippen, dann mehr, bis ich nur noch sie atmete.
Der erste Geschmack war sie: warm, salzig, vertraut. Gleich darunter das andere – herb, zäh, fremd. Als sie sich einen Hauch bewegte, schob sich eine Masse aus ihr, schwer und langsam, glitt über meine Zunge und lief an den Mundwinkeln zum Kinn. Ich hätte würgen können. Stattdessen öffnete ich den Mund weiter und holte nach, weil Weglaufen keine Option war und weil ein Teil von mir genau das wollte: dienen, bis nichts mehr nachkam.
„Zunge raus. Du leckst mich sauber, John. Alles, was aus mir kommt, streng dich an.“
Ich leckte. Lang, andächtig, die Scham so hell, dass sie fast wehtat – und darunter das Verlangen, es richtig zu machen, sie zufriedenzustellen, das einzige zu sein, das sie an diesem Morgen noch brauchte. Jeder Zug holte mehr von ihm. Es lief über die Zunge, dick, unverkennbar Sperma, vermischt mit ihr, und ich schluckte, weil sie stillsaß und wartete.
Ihre Finger fanden den Zylinder. Sie umschloss das Metall nicht grob, sondern spielerisch, als gehöre das zum Erzählen dazu, und bewegte das Gehäuse in kleinen, genauen Rucken, während sie sich über meinem Mund zu räkeln begann.
„Er war größer als du“, sagte sie, und die Stimme hatte ganze Sätze, weich und präzise. „Dicker. Härter. Du weißt, wie du dich anfühlst, wenn man dich einmal aus diesem Ding lässt – das hier war nicht dasselbe. Als er in mich gegangen ist, habe ich ihn den ganzen Weg gespürt. Er hat mich gedehnt, John. Nicht ein bisschen. Richtig. Ich habe die Luft angehalten, und er hat trotzdem nachgelegt, bis ich um ihn geschlossen war und nicht mehr hätte sagen können, dass ich es nicht will.“
Sie rieb sich über mein Gesicht, langsamer, als benutze sie den Mund wie etwas, das man sich nimmt. Kein Suchen. Ein Rhythmus. Der Hintern lastete warm, die Pussy glitt nass über Lippen und Nase, und ich leckte, was das Zeug hielt – gierig vor Demut, gierig vor dem Wunsch, sie kommen zu lassen, gierig vor der Erkenntnis, dass ich dafür da war.
„Doggy“, fuhr sie fort, und der Käfig in ihrer Hand kippte minimal, schnitt, ließ das Fleisch innen nutzlos anschlagen. „Hände in den Laken, Gesicht zur Seite. Ich habe zur Tür gesehen. Ich habe daran gedacht, dass du gegenüber liegst. Nackt. Gefesselt. Dreckig. Das Gesicht noch voll von uns, die Striemen auf dem Hintern, und Nadjas Füße auf dir, während ein Mann, der keine Leine braucht, mich von hinten nimmt und nicht nach dir fragt.“
Ein Laut kam gegen meinen Mund. Sie atmete aus und setzte tiefer auf.
„Er hat zugestoßen, bis der Pfosten gegen die Wand ging. Jedes Mal, wenn er ganz drin war, habe ich dich gesehen. Nicht aus Mitleid. Weil der Gegensatz mich nass gemacht hat. Du versiegelt, stumm, unter ihr – und ich voll, hart genommen, ohne Schloss und ohne Bitte. Hat dir das gefallen? Zuzuhören, während genau das passiert ist?“
Ich konnte nicht nicken. Ich leckte fester, schämte mich für den Eifer, und der Eifer blieb.
„Ja, Loona“, kam es nass gegen sie. „Es hat mir gefallen. Ich wollte, dass er weitermacht. Und ich wollte danach trotzdem das hier sein dürfen.“
„Dann tu es.“ Ihre Hüften wurden kürzer, herrischer, der Mund ein Halt, kein Zwiegespräch mehr. „Fuck, wenn er sehen könnte das ich dein gesicht reite und du “
Die Bewegungen wurden schneller. Der Druck auf mein Gesicht nahm zu, als sie sich mehr fallen ließ – nicht mehr gehalten, fast ihr ganzes Gewicht auf Mund und Nase, der Hintern schwer, die Pussy nass über Lippen, Zunge, Nasenrücken. Luft gab es nur noch in den Lücken zwischen den Stößen. Ich bekam kaum noch etwas. Sie ritt trotzdem weiter, benutzte die Zunge, benutzte die Nase, benutzte das ganze Gesicht als Rutschfläche für das, was sie sich nahm. Jeder Zug war nass, jeder Atemzug ein Keuchen gegen sie, und ich leckte, so gut der Winkel es zuließ, diente, weil Aufhören keine Sprache mehr hatte.
Sie kam mit einem langen, gehaltenen Laut, das Becken fest gepresst, warm und nass, diesmal ohne ihn. Sie blieb sitzen, rieb sich noch zweimal ab, als wolle sie sicherzugehen, und erst als das Zittern nachließ, wurde das Gewicht leichter.
Sie atmete aus, sah auf mich herab – offen, glänzend, sauberer als zuvor – und erhob sich langsam. Die Kühle auf dem Gesicht kam wie ein Schlag. Loona griff nach dem Nachthemd, streifte es über den Kopf, glättete den Stoff über der Brust und trat von mir weg, als wäre der Teppich wieder nur Teppich.
„Komm mit“, sagte sie, und die Stimme war wieder ganz Satz, fast alltäglich. „Wir holen dir ein Glas Wasser.“
Ich setzte mich auf, der Käfig schwer, das Gesicht nass, und folgte ihr aus dem Zimmer.
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.