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Chapter 6
by
Daemony
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Gemeinsame Erlösung
Pater Mathias schwieg einen Moment, um seine wild tosenden Gedanken unter Kontrolle zu bringen. Er wusste, er dürfte sich nicht von einer Beichte aus der Ruhe bringen lassen. Es war seine Aufgabe, ihr zu helfen, den rechten Weg zu finden, und nicht, ihre Worte persönlich zu nehmen. Doch die Unsicherheit in ihm war zu gewaltig. Und gleichzeitig begann das Verlangen in ihm die Oberhand zu gewinnen. Das Verlangen danach, Erikas jungen, unschuldigen Körper zu berühren, sich von ihr berühren zu lassen, wie ihn noch nie eine Frau berührt hatte. Die Versuchung war so groß, dass ihm der Schweiß ausbrach bei dem Versuch, sie zurückzudrängen.
Wie von selbst wanderten seine Hände an der Soutane herab, öffneten Knopf um Knopf, fanden den Gürtel der Hose, den Reißverschluss. Das Biest, das sich darunter verborgen hatte, sprang ins Freie. Er packte es mit festem Griff.
„Mein Kind“, begann er mit rauer, brüchiger Stimme, „der Kampf zwischen dem, was unser Herz begehrt, und dem, was unser Gewissen uns sagt, ist ein Teil unseres irdischen Daseins. Die Sünde versucht, uns zu verführen, doch wir müssen uns dagegen wehren. Das ist ein Ausdruck unseres Glaubens.“
Er sprach die Worte zu ihr, doch im Grunde richtete er sie an sich selbst. Durch das Fensterchen kam ein Schniefen, als ob Erika mit Tränen kämpfte.
„Aber es fühlt sich nicht so an, Vater“, flüsterte sie. „Es fühlt sich an, als hätte ich längst verloren. Manchmal, wenn ich bete, denke ich an ihn. Und dann bleibt es nicht bei unkeuschen Gedanken, dann tue ich auch unkeusche Dinge, obwohl ich weiß, dass es nicht recht ist. Doch es fühlt sich einfach so gut an. Hn-ng!"
Ihre Worte erstarben in einem gequälten Stöhnen, das kurz darauf in ein schweres, schneller werdendes Atmen überging.
Mathias schickte ein Stoßgebet gen Himmel. Doch es war, als verhallten seine Worte ungehört. Sein Gott schwieg, das ansonsten gewohnte Gefühl der Ruhe und des Trostes, wenn er sich mit seinen Sorgen und Nöten an den Herrn wandte, wollte nicht eintreten. Einsamkeit und Verzweiflung drohten, ihn zu überwältigen. Wo war die Erlösung, die er so dringend brauchte?
Er konnte sich nicht mehr ****. Seine Hand fing an zu pumpen. Fest, bestimmt, beinahe brutal. Wie eine Maschine bearbeitete er seinen schmerzenden, harten Stab. Sein Gewissen schrie dagegen an: Das ist falsch! Du verrätst nicht nur deine eigenen Überzeugungen, du missbrauchst gleichzeitig eine unreife, junge Frau. Zumindest im Geiste, wenn auch nicht körperlich. Noch nicht körperlich? Wie groß wäre der Schritt von der gedanklichen Sünde zur vollendeten Untat?
All diese weisen und wahren Gedanken wurden aber übertönt von seinem eigenen rohen Keuchen, das sich wie ein Kontrapunkt über das leise, peinigende Stöhnen aus der Beichtkabine legte. Unwillkürlich glich sich der Rhythmus der beiden Stimmen an. Sie schufen ein leises, vertrauliches Duett, das die räumliche Trennung aufhob und sie auf einer anderen, emotionalen Ebene verband. Ohne sich zu sehen, wussten sie, was der andere tat und fühlte und wollte.
Mathias spürte, wie das Ende immer näher kam. Sein Unterleib begann zu zucken, als entwickle er ein Eigenleben. **** biss er sich auf die Lippen, um keine verräterischen Laute auszustoßen. Unnatürlich deutlich nahm er gleichzeitig das gedämpfte Martyrium hinter der Wand war, unterdrücktes Jammern mit angehaltenem Atem. Wilde Bewegungen eines im Schoß verborgenen Armes.
"Hm - hmm - hmmmm - ggggg - chhh ..."
Trotz geschlossenem Mund schaffte es Erika nicht, jeden Laut zu unterdrücken. Kniend bäumte sie sich auf, die Augen in göttlicher Ekstase aufgerissen, dann kippte sie nach vorn. Ein dumpfer Aufschlag zeigte an, dass sie mit dem Kopf gegen die Wand gestoßen war.
Im selben Moment explodierte Mathias. Mit zusammengebissenen Zähnen bemühte er sich ****, sich nicht zu verraten. Sein Samen spritzte hoch auf, klatschte gegen die hölzerne Wand, spritzte auf seine Schuhe und die halb geöffnete Soutane, ergoss sich auf seine Hosenbeine. Das Glück, das ihn kurz durchströmt hatte, verschwand sofort wieder und machte einem intensiven Schuldgefühl und tiefer Niedergeschlagenheit Platz.
Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und seine Kehle schien wie zugeschnürt. Dennoch schaffte er es noch, mit rauem Krächzen die traditionelle Formel zu sprechen und das Beichtkind zu entlassen.
"Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gehe hin in Frieden."
"Amen. Danke, Vater."
Da war ein seltsamer Unterton in ihrer Stimme, den der Priester nicht einordnen konnte. Der Mann in ihm hörte daraus aber das Versprechen, dass dies nicht das letzte heimliche Treffen zwischen ihnen gewesen sein sollte.
Die Beichtende stand auf, Mathias vernahm das schwache Rascheln ihrer Röcke, als diese nach unten rutschten. Dann verließ sie den Beichtstuhl und die Kirche.
Betreten sah der Priester an sich herunter. Mit seinen befleckten Kleidern konnte er niemanden unter die Augen treten. Verstohlen spähte er hinaus ins Kirchenschiff, wo noch immer eine Handvoll Gläubige darauf wartete, die Beichte ablegen zu können. Ein alter Mann hatte sich bereits aus der Bank erhoben und schlurfte auf ihn zu.
Ergeben sank Mathias auf seinem Stuhl zusammen. Notdürftig richtete er seinen Anzug. Gegen den scharfen Geruch von Schweiß und Sex, der den engen Raum erfüllte und ihm in die Nase stieg, konnte er nichts tun.
Mechanisch nahm er den verbliebenen Gläubigen die Beichten ab, ohne wirklich zuzuhören. Nachdem der Letzte gegangen war, blieb er noch eine Weile sitzen, bis er sicher war, allein zu sein. Erst dann traute er sich hinaus. Zu seiner großen Erleichterung war die Sonne inzwischen untergegangen. In der Dunkelheit huschte er ins Pfarrhaus, wo er sich die Kluft vom Leib riss und ein Bad einließ. Doch nicht nur sein Körper brauchte eine Reinigung.
What's next?
Kirche der Verderbtheit
Jetzt PUBLIC! Priester und Nonnen zutiefst verdorben.
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