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Chapter 55
by
Caranthyr
Es folgen nun einige Spezial-Kapitel: Frejas (alias Vicky) Geschichte. Wie kam sie nach Little Norman's Cay?
Frejas erster Freund
Endlich näherte sich der Ausflugstag in Oslo seinem Ende entgegen. Ohne wirklich mit ihnen in Kontakt zu kommen dackelte Freja mit Helene, Ina und Aischa durchs naturhistorische Museum. Angeregt plauderten die drei Mädchen miteinander, Freja hingegen fühlte sich, als bestünde sie nur aus Luft. Selbst Helene tat so, als ob Freja gar nicht da wäre, dabei war sie doch immer ihre beste Freundin gewesen.
Grundsätzlich lief Freja mit zwei Zöpfen rum, und wenn es irgendwie ging steckte auf ihrem Kopf Omas braune Mütze, so sah man kaum ihre langen hellblonden Haare. Zusammen mit ihrer riesigen ziemlich starken braunen Hornbrille und ihrem schüchternen Ich-bin-gar-nicht-da-Blick sah sie aus wie ein Exponat aus einem verstaubten Museum. Sie war richtig dünn, leider waren ihre Titten so furchtbar klein, auch ihre Hüften waren nicht wirklich so breit wie sie eigentlich für ihre achtzehn Jahre hätten sein müssen. Weiblich sah das nicht gerade aus, darum kaschierte sie ihre Spargel-Figur selbst jetzt im Sommer mit einem dicken Wollpullover.
Den ganzen Tag über freute sie sich auf Tjore, noch immer konnte sie es nicht fassen, dass ausgerechnet sie so einen hübschen Freund hatte. Seitdem er sie vor zwei Wochen auf Facebook angesprochen hatte chatteten sie fast pausenlos. Bis jetzt kannte sie nur seine schicken Fotos und seine Stimme, jedenfalls hatte sie sich in beides unsterblich verliebt. Diese Muskeln, und vor allem sein selbstbewusster und zugleich charmanter Blick, ihr Tjore sah aus wie ein Supermodell. All ihre Gedanken kreisten um ihn, darum machte es ihr auch zum ersten Mal überhaupt gar nichts aus, dass sie wie eh und je von niemandem aus ihrer Klasse wirklich wahrgenommen wurde.
Am Abend, als sich die ganze Klasse 12b unten im Aufenthaltsraum über den tollen vergangenen Tag unterhielten lag Freja alleine in ihrem Schlafsack im Etagenbett. Voller Vorfreude kramte sie ihr Smartphone hervor. Kaum war sie online, schon meldete Tjore sich mit einem Blumensymbol, gefolgt von 'Für dich, meine Schöne'. Freja fand sich selber überhaupt nicht schön, sie verstand auch nicht, was genau er an ihr so toll fand, doch das war ihr alles egal, denn sie liebte ihren Tjore, darum schickte sie ihm auch gleich eine ganze Kohorte von Freu-Smileys. Als die anderen Mädchen ins Zimmer kamen verkroch sich Freja bis über ihrem Kopf in ihren Schlafsack hinein. Bis tief in die Nacht chattete sie mit ihrem angehimmelten Freund. Wie immer fragte er sie 'Wann kommst du endlich zu mir? Ich liebe dich so!'. Endlich antwortete Freja, 'Jaaaa, ich will zu dir!!! In den Ferien! Ok? Die fangen doch schon nächste Woche an'. 'Geil! Dann gehen wir ins Kino, und hinterher machen wir einen schönen Abend!'. Mit klopfendem Herzen fragte Freja nach, 'Du meinst... du willst, also...'. Begleitet von Herz-Symbolen antwortete Tjore 'Jaaaa, die ganze Nacht, nur du und ich! Biiiiiitte'. Freja war so glücklich wie noch niemals in ihrem ganzen Leben zuvor, spontan antwortete sie entgegen ihrem Bauchgefühl, 'Jaaaaa ich komme zu dir, die gaaaaanze Nacht!'. Nach einer Weile schrieb sie, 'Aber wie sag ichs Mama und Papa?'. Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten, 'Sag ihnen, du übernachtest bei Helene'. Er kannte mittlerweile jedes Detail ihres Lebens, denn Freja hatte ihm ihr ganzes einsames Herz ausgeschüttet.
Einige Tage später saß sie endlich im Bus auf der Heimreise nach Lund. Neben ihr saß ihre einstige Freundin Helene. Noch immer verstanden sie sich überraschend gut - Helene wusste eben mit Frejas zurückhaltender Art umzugehen, schade nur, dass sie sich nicht mehr mit ihr treffen wollte. Auch den Tagesausflug in Göteborg hatte Freja hinter sich gebracht, natürlich hatte sie sich wie immer in eine Mädchengruppe eingeordnet, und natürlich lief sie ihnen meistens hinterher.
Endlich kam der Reisebus am späten Nachmittag am Lars-Erik Larsson-gymnasiet an. Beide warteten sie auf Freja, ihre Eltern waren ziemlich streng mit ihr, doch mindestens genauso liebten sie ihre Tochter. Freja war richtig froh, dass sie diese schreckliche Klassenfahrt endlich überstanden hatte
Im Auto log sie ihren Eltern vor, wie toll doch alles war und wie gut sie sich mit Helene und all den anderen Mädchen verstanden hatte. Das wirkte richtig glaubwürdig, kein Wunder, sie strahlte ja auch über beide Ohren. Nur lag Frejas sonnige Stimmung eben nicht an der Klassenfahrt, sondern an ihrem neuen heimlichen Freund, von dem sie natürlich niemandem etwas erzählt hatte, und dies auch niemals tun wollte. Ihre Eltern spielte sie immer die schöne heile Welt vor, so konnte sie ihnen - aber vor allem sich selbst - vorgaukeln, alles sei in bester Ordnung. Doch das war es überhaupt nicht, ganz im Gegenteil! Bevor sie vor zwei Wochen Tjore kennengelernt hatte heulte sie oft in der Nacht, weil sie so einsam war. Einmal, letzten Winter, ging sie sogar auf die Autobahnbrücke. Nicht, dass sie gesprungen wäre, so weit war sie nicht, aber sie malte es sich aus. Immer und immer wieder, wenn sie nachts in ihrem Bett lag.
Am Abendbrottisch sagte ihre Mama feierlich "Freja, wir wollen dir dringend etwas sagen!". Für einen Moment setzte ihr Herz aus, erschrocken blickte sie durch ihre dicke Brille, die werden doch nicht rausgefunden haben, dass sie endlich einen Freund hatte?! "Weil du immer so melancholisch bist haben wir beschlossen, dass wir gemeinsam verreisen wollen. Wir drei, Papa, du und ich. Wir fliegen sechs Wochen lang nach Kalifornien, gleich nächste Woche am Donnerstag am ersten Ferientag gehts los! Was sagst du?". Vor Schreck fiel ihr das halbzerkaute Käsebrot aus ihrem Maul! Wie sollte sie nun Tjore treffen?! Vor allem, wie sollte sie ihm diese schlimme Nachricht beibringen?? Denn nun konnte sie ihn ja überhaupt nicht treffen! Jetzt nahm sie all ihre Kraft zusammen, auf keinen Falls durfte sie sich etwas anmerken lassen, irgendwie brachte sie es tatsächlich zu einem künstlichen kraftlosen "Ju...hu".
Abends im Bett, nachdem er sie mal wieder zur Begrüßung mit Herzen überschüttet hatte rief sie ihn ohne Umschweife an, "Mein Liebster, ... ich muss dir was sagen" sagte sie verkrampft mit erstickter Stimme, schon stand sie kurz davor loszuheulen, "Mama und Papa fliegen mit mir...", jetzt heulte sie richtig, nach einer Weile tippte sie es ihm einfach, weil sie vor lauter Plärren nicht sprechen konnte, "Sie fliegen mit mir nach Amerika, sechs Wochen, gleich am Donnerstag! Was mach ich jetzt nur?". Eine ganze Weile lang blieb Tjore stumm, dann sagte er schließlich, "Scheiße". Mittlerweile hatte Freja ihre Stimme wiedergefunden, "Oooooh Tjore" jammerte sie. Wieder ließ er sich Zeit, dann sagte er, "Ich brauch jetzt n'****. Komm, wir **** einen". "Jaaaa ich auch!" antwortete Freja, obwohl sie noch niemals **** getrunken hatte. Doch das war jetzt egal, denn jetzt wollte sie es. Weil er es wollte, und weil sie so **** war.
Auf leisen Sohlen schlich sie durchs dunkle nächtliche Haus an der geschlossenen Schlafzimmertür ihrer Eltern vorbei die Treppe runter bis ins Wohnzimmer. Aus dem Spirituosenschrank holte sie eine halbvolle Flasche Rum. Mit klopfendem Herzen krabbelte sie mit der Flasche Rum in der Hand unter ihre Bettdecke – wow war das verboten, was sie da tat! Zum Glück hatten ihre Eltern sie nicht bemerkt!
Kaum hatte sie sich ins Bett verkrümelt, schon meldete Tjore sich. "Lass uns Videochat machen, ich will endlich meine wunderschöne Freundin sehen! Und ja, ich mag dich genauso wie du bist!". Eigentlich wollte Freja das nicht, sie war sich sicher, wenn er sie auch nur ein einziges Mal sah, mochte er sie garantiert nicht mehr. Allein schon wegen ihrem unsicheren schüchtern Blick. Doch jetzt wollte sie ihn nicht verstimmen, "Ja ok, na gut". Unter ihre Decke legte sie eine Taschenlampe, so war es nicht zu hell, denn ihre Mama konnte jederzeit in ihr Zimmer platzen, und wenn sie sah, dass noch spät in der Nacht ihr Licht an war konnte sie richtig wütend werden. Kurz sah sie an sich herab, ein weißes Schlaf-T-Shirt und eine kurze rosa Leggings Hose... das sollte ok sein. Aufgeregt nahm sie seine Videochat-Einladung an. Mit ihrer dicken Hornbrille und ihrer metallischen Dauer-Zahnspange schaute sie in Nah-Aufnahme ins Smartphone Display. Erschrocken sah sie, dass der Mann im Video ja gar nicht so aussah, wie im Foto. Er war bestimmt fast Vierzig, auch er hatte eine Brille und vor allem sah er überhaupt gar nicht so attraktiv aus, wie der Mann auf den Fotos. "Tschuldige, ich dachte, wenn ich mich zeige willst du mich nicht mehr. Aber irgendwann muss ich ja. Du siehst übrigens wunderschön aus! Ich träume von dir!". Aus Frejas anfänglicher Empörung wuchs mehr und mehr Erleichterung und schließlich Freude darüber, dass sie sich vor diesem Mann gar nicht verstecken brauchte, was Attraktivität anbelangte. "Ich liebe dich trotzdem!" sagte sie überglücklich. Demonstrativ küsste sie in ihre Kamera. „Ich liebe dich auch!“ sagte Tjore, seine Stimme klang genauso schön und warmherzig wie immer.
Plötzlich hob Tjore durch seine Kamera sein Glas, "Skol!" sagte er. "Achja, der Rum" sagte Freja mit mulmigem Gefühl. Schon hatte sie den Deckel abgeschraubt und die Flasche an ihre Lippen angesetzt. "Nimm einen kräftigen Schluck, lass es sofort deinen Hals runterlaufen lass es nicht im Mund. Dann schmeckts am besten!" sagte er. Weil Freja keine Erfahrung mit **** hatte glaubte sie es ihm. Er zählte, "Eins zwei drei!" Freja zog einen Riesenschluck. Hinterher hustete sie mit verzogener Mine, ihr Mund und ihre Halsröhre brannten wie Feuer! Nach einiger Zeit ging es wieder, "Gleich nochmal!" forderte Tjore sie auf. Obwohl das wirklich schrecklich schmeckte tat Freja, was er wünschte, denn sie wollte ihm gefllen. Nach fünf großen Schlucken fühlte sie sich frei wie ein Vogel, welch ein himmlisches Gefühl das war! Alles war plötzlich so lustig. Unbeschwert kicherte Freja vor sich hin.
Plötzlich zog Tjore sein T-Shirt aus, sein nicht wirklich flacher nackter Bauch war nun groß im Video zu sehen. "Jetzt bist du dran" forderte Tjore. Freja blieb die Spucke weg. Unter ihrem weißen T-Shirt hatte sie überhaupt nichts an. „Oh…Aber, …emmm,… irgendwie ist das doch nicht fair, oder?“ druckste sie rum.
Wird sie ihr T-Shirt für ihn ausziehen? Und dann?
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Finjas Weg in die Sklaverei
Hätte sie nur auf Pia gehört!
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