Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 6 by leatherslave leatherslave

Wie entwickelt sich das Gespräch weiter?

Frau Schwarz hält einen scharfen Vortrag mit überraschendem Ende

Endlich sah die Oberschulrätin Gretchen Fischer an doch der kalte stechende Blick ihrer blauen Augen machte die Situation nicht besser. Die Oberschulrätin war eine Frau in den besten Jahren und auf dem besten Wege eine steile Karriere im Bildungsministerium zu machen, so munkelte man. Die Vierzigjährige war dabei keine unattraktive Erscheinung, groß und gerade gewachsen, durchaus mit ansehnlichen Rundungen an den richtigen Stellen versehen war sie eine Frau nach der Männer sich umdrehten, allerdings vorsichtig, da sie eine Spitze Zunge und einen biestigen Charakter ihr eigen nannte. Eigenschaften die sie aber nicht auf den Umgang mit dem anderen Geschlecht beschränkte.

Frau Schwarz stand auf und sah auf die nun sitzende Frau Fischer herab:

"Das war ja wohl nichts!"

Waren die ersten Worte ihres vernichtenden Urteils über die Unterrichtsbeobachtung. Bevor Gretchen Fischer etwas zu ihrer Verteidigung erwidern konnte fuhr die Oberschulrätin aber bereits fort:

"Naja immerhin muss ich ihnen zugute halten das sie durchgehalten haben.... anders als dieses verheulte Etwas letztes Jahr Frau Bauer..."

"Böhm" korrigierte Gretchen aus Gewohnheit

"Also gut Böhm. Da endet dann aber auch schon der positive Teil!" Schoss Frau Schwarz scharf zurück, die es überhaupt nicht mochte wenn sie unterbrochen wurde.

"Ich will jetzt kein Ja, aber und dergleichen hören!" fuhr sie Gretchen Fischer an als sie merkte das diese zu einer Erwiederung ansetzte.

"Ich werde ihnen sagen wo ihr Problem liegt: Diese Gören, dieser menschliche Abfall den sie ihre Schüler nennen."

Frau Fischer mußte sich auf die Zunge beißen um die scharfzüngige Brünette nicht weiter zu reizen

"Diese Missgeburten verstehen nur eins: Autorität. Vergessen sie den ganzen reformpädagogischen Ansatz. Den können sie an einer Waldorfschule oder so einsetzen... . Nein, diese kleinen Scheißer die sie soeben richtig vorgeführt haben verstehen nur die unterste Ebene menschlicher Kommunikation, sie riechen Angst und Unsicherheit und nutzen sie gnadenlos aus.... das haben sie soeben am eigenen Leib erfahren."

Mit offenem Mund musterte Gretchen die Oberschulrätin. War das ihr Ernst was sie da sagte?

Etwas freundlicher fuhr diese nun fort:

"Sehen sie..." sie nahm Gretchens Akte vom Schreibtisch

"sie haben einen Abschluss mit Auszeichnung und haben sich trotzdem für dieses Höllenloch entschieden. Wahrscheinlich haben sie einen Helferkomplex oder halten es für ihre heilige Pflicht den Unterpriviligierten zu helfen. Und sehen sie wie man es ihn vergeltet. Ich könnte jetzt sie zusätzlich für soviel Dummheit...."

Die Oberschulrätin knallte die Akte auf den Schreibtisch und merkte zufrieden wie Gretchen Fischer erschrocken zusammenzuckte

"... damit bestrafen, dass ich all ihre Hoffnungen auf eine Beamtenlaufbahn zunichte mache. Und wissen sie was? Wissen sie wer eigentlich daran schuld wäre? Ich? Nein sie! Sie und ihre dummen Ideale diesen Arschlöchern da draußen helfen zu wollen!"

Sie beruhigte sich und fuhr leiser fort:
"Aber sehen sie, anderes als Frau... Böhm, haben sie Mumm. Nicht viel aber ein Ansatz ist da...."

Überrascht horchte Gretchen auf. Was sollte jetzt diese Wendung?

"Ich habe entschieden ihnen eine Chance zu geben. Ich sehe ihnen an wie sie sich fragen wie das gehen soll und sollten sie sich Hoffnungen machen das ich ihnen eine Versetzung an eine andere Schule anbieten würde wo ihr pädagogische Konzept besser wirken würde...."

Gretchen traute ihren Ohren nicht. War das wirklich Frau Schwarz´s Ernst.

"DANN HABEN SIE SICH SCHWER GETÄUSCH!" schrie diese und Frau Fischer zuckte erneut erschrocken zusammen.

"Nein, sie haben sich ihr Schlachtfeld selbst gewählt, aber ich habe entschieden das ich ihnen Hilfe anbieten möchte besser auf ihm zu bestehen und dann in ein paar Monaten werde ich wiederkommen und sehen ob sie dann wissen wie sie diese Bestien zähmen können. Melden sie sich hier."

Sie reichte Gretchen eine Karte.

"Und jetzt gehen sie, ich habe noch zu tun" sagte sie schroff und beendete so das Gespräch.

Verwirrt stand Gretchen Fischer auf und verließ das Büro. Wie ein Schlafwandler ging sie an der Sekretärin vorbei und sah erst auf die Karte als sie fast im Lehrerzimmer war:

"Institut für Erziehungspsychologie Frau Doktor Ranke" und eine Adresse standen dort.

Was sollte das? Erst hielt ihr die Oberschulrätin einen langen Vortrag über die Nutzlosigkeit moderner Erziehungsmethoden und jetzt sollte sie ein Institut besuchen das genau sowas lehrte?

Findet sie es heraus?

More fun
Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)