What's next?
Frau Lehmann weiß, was sie will
Frau Lehmann schiebt mich durch den schmalen Gang hinter der Kasse, als hätte sie mich schon seit Jahren im Verdacht, heimlich Rabatt zu wollen. Ihre Hand liegt leicht, aber bestimmt auf meinem Po.
„Nur keine Sorge“, sagt sie mit dieser rau-samtigen Verkäuferinnenstimme, die gleichzeitig lockt und droht. „Die Befragung tut nicht weh. Meistens jedenfalls.“
Wir betreten einen abgedunkelten Raum, der aussieht wie eine Mischung aus Ruheraum und Beichtstuhl. Die Wände sind mit schweren Vorhängen verhüllt, die jedes Geräusch dämpfen. Ein einzelner, harter Holzstuhl steht in der Mitte. Der Kundenbefragungsstuhl, nehme ich an.
„Setzen“, sagt sie. Nicht „bitte“.
Ich gehorche sofort, auch weil ich nicht sicher bin, ob mich meine Beine überhaupt noch tragen wollen.
Frau Lehmann nimmt ein Klemmbrett auf und setzt sich damit auf ein Sofa, das dem Stuhl gegenüber an der Wand steht.
„Also“, beginnt sie und lehnt sich lasziv nach hinten, damit ich ihre kurvige Figur ausreichend bewundern kann. „Frage eins: Wie oft denken Sie beim Einkaufen an mich?“
Ich verschlucke mich fast. „Äh… ich… also…“
Sie lächelt dieses Lächeln, das sagt: Ich weiß genau, was Du denkst und Du wirst es bereuen, wenn Du versuchst, mich anzulügen.
„Haben Sie keine Angst“, flüstert sie. „Ehrlichkeit wird belohnt. Unehrlichkeit… nun ja… führt zu Konsequenzen.“
Ich räuspere mich. „Dann… äh… sage ich mal: ich denke oft an Sie?“
Sie nickt zufrieden, als hätte ich gerade ein besonders kniffliges Rätsel gelöst.
„Sehr gut."
Sie legt das Klemmbrett zur Seite und beginnt, ihre Bluse aufzuknöpfen.
"Was... was machen Sie da?", stottere ich.
"Aber Schätzchen. Hast du nicht zugehört? Es geht hier um den speziellen Milf-Rabatt. Für jede richtige Antwort lege ich ein Kleidungsstück ab."
Als ob das irgendetwas erklären würde.
Sekunden später sitzt sie obenrum nur noch von einem dunkelroten Spitzen-BH bedeckt vor mir.
Ich schlucke.
"Nun, Frage zwei: Wenn ich Ihnen einen Badeanzug für ihre Nichte persönlich empfehle, werden Sie ihn dann ohne Diskussion kaufen, gleich wieviel es kostet?“
Ich öffne den Mund, um zu protestieren, aber sie hebt eine Augenbraue. Das reicht völlig, um mich gefügig zu machen.
„Natürlich“, sage ich hastig. „Selbstverständlich.“
„Wunderbar.“ Sie macht eine Notiz. „Sie sind ein sehr kooperativer Kunde. Das gefällt mir.“
Sie kickt ihre High Heels von den Füßen, hebt ihr gewaltiges Becken an und schlüpft aus der engsitzenden schwarzen Hose. Ein zum BH passender roter Spitzen-Slip kommt zu Vorschein.
Ich starre sie an, ohne es zu wollen.
Sie lächelt zufrieden und fixiert mich mit einem Blick, der überdeutlich sagt: Ich bekomme immer, was ich will.
„Letzte Frage“, murmelt sie, ein tiefes Vibrato. „Sind Sie bereit, mir vollkommen zu vertrauen?“
Ich weiß nicht, was sie hören will. Ich weiß nicht, was passieren wird. Ich weiß nur, dass ich nicke.
„Perfekt. Dann bekommen Sie jetzt den Milf-Rabatt.“
Sie steht auf, öffnet die Tür und ruft ihrer Kollegin zu:
„Der Kunde ist fertig. Er ist jetzt… Premium.“

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