What's next?
Frühstück und Kutschenfahrt
Die Rahjakirche war bekannt dafür, auch dem leiblichen Wohl viel Aufmerksamkeit zu schenken, dementsprechend erwartete sie ein reichhaltiges Frühstück. Aber James und Vicky war trotzdem anzumerken, dass sie es eilig hatten nach Hause zu kommen. Am Ende verschwand Vicky kurz mit dem Tempelvorsteher in seinem Büro, um nach ein paar Kleinigkeiten wegen der Verlobung abzuklären, in der Zwischenzeit luden die beiden Männer Vickys Gepäck auf die Kutsche. James erkundigte sich nach dem Gespräch mit Vicky und Sieghart meinte, dass er es nicht gewöhnt sei, dass eine Frau ohne finanzielle Interessen derartig offensiv ihre Wünsche äußert. Sie waren abfahrbereit und warteten nur noch auf Vicky.
“Wie kommst du damit zurecht, dass deine Freundin so freigiebig mit ihrer Sexualität umgeht?”, fragte er neugierig.
“Bestens, aber das war nicht immer so”, antwortete James, setzte sich auf die Bank und nahm die Zügel.
“Bist du nicht eifersüchtig, wenn sie ganze Horden von Männern entsaftet und ihren Samen schluckt?”, fragte Sieghart, der sich neben ihn setzte und sich dafür rügte, diese Fragen nicht schon viel früher gestellt zu haben.
“Nein, warum sollte ich.”
“Na weil sie deine Freundin ist und sie eigentlich nur dich lieben sollte.”
“Das tut sie auch, ich glaube du verwechselst Lust und Liebe.”
“Wie schaffst du es, das zu trennen?”
“Ich frage mich, wie sie das schafft! Aber seit sie in den Orden eingetreten ist, ist das nunmal ihre Bestimmung!”
“Wieso hast du das zugelassen?”
“Weil es nicht richtig wäre, ein derartiges Talent nicht mit der Welt zu teilen.”
Darauf konnte Sieghart nichts erwidern, bis ihm dann doch ein anderer Satz von den Lippen kam, um das Thema zu wechseln.
“Was dauert denn da so lange?”
“Wahrscheinlich hat sie sich die Zähne geputzt und trinkt noch nen Schluck Wein!”, antwortete James ganz lapidar und wandte sich Sieghart zu, der ihn entsetzt ansah. In dem Moment kam Vicky daher, setzte sich neben James, und küsste ihn leidenschaftlich. Sieghart glaubte, Wein riechen zu können, dann ging's los.
“Habe sich euch zwei alten Kumpels bei etwas unterbrochen?”, fragte Vicky und zeigte dabei ihren üppigen Vorbau, den nur wenige Knöpfe im Zaum hielten.
“Er wollte nur in Erfahrung bringen, wie unsere Beziehung funktioniert”
“Ausgezeichnet finde ich”, sagte sie schlagfertig und gab James ein Küsschen.
“Er meinte wegen deinem Orden oder so?”, sagte James, wobei er sich Sieghart zuwandte. Spätestens jetzt würde Sieghart klar, dass sie ihn auf der Schaufel hatten.
Es folgte noch eine Reihe blöder Sprüche, bis sie zum Stadttor kamen, dann hatte Vicky ein Einsehen:
“Mein lieber Freund hat dir wahrscheinlich noch nicht erzählt, dass er darauf steht, zu sehen, wenn ich andere Männer bediene.”
“Er hat auch nicht danach gefragt”, lachte James.
Diese Möglichkeit hatte Sieghart gar nie in Betracht gezogen; sie beobachteten, wie es hinter seiner Stirn zu arbeiten begann.
“Darum willst du, dass ich sie ficke und du willst zusehen..”, wurde ihm schließlich klar.
“Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit”, gab James lächelnd zu.
“Er schaut gerne zu, aber noch lieber ist es ihm, wenn er mich fickt, während ich meiner Verpflichtung gegenüber Rahja nachkomme”, und ihr einladend geöffneter Mund beseitigte den letzten Zweifel, was sie gemeint haben könnte.
“Auch das ist nicht ganz richtig”, meinte James, da stand Vicky auf und sagte:
“Rutsch rüber, mein Schatz, ich will in die Mitte.”
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