Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 24

What's next?

Fortsetzung H - Es ist gar nicht Mirza vor der Tür

Heike lauschte mit klopfendem Herzen, wie sich draußen jemand dem Eingang Tür näherte. Sie drückte sich von innen gegen die Tür und wagte kaum zu atmen. Ein leises Klirren zeigte an, dass die Person mehrere Flaschen bei sich trug. Es gab keinen Türspion oder sonst eine andere Möglichkeit, dass sie sich Gewissheit darüber verschaffen konnte, wer vor dem Haus stand. So war sie unsicher, wer es sein konnte.

"Piep -piep." Ein Signalton zeigte an, dass ein ungültiger Chip an die Tür gehalten wurde, sie kannte das Geräusch von ihrem eigenen vergeblichen Versuch, Tills Apartment zu betreten. Erleichterung überflutete sie, dass ihr Plan, den Lieferdienst auszusperren, aufgegangen war. Sie stellte sich vor, wie der verhinderte Eindringling verwirrt seinen Schlüsselchip betrachtete und nicht glauben wollte, dass er nicht funktionieren wollte. Der Gedanke zauberte ein amüsiertes Lächeln auf ihre Lippen. Gleichzeitig biss sie sich auf die Zunge, um keinen Laut zu verursachen, das sie verraten könnte. Noch einmal ertönte das ablehnende Piepsen.

Dann klingelte es. Der unerwartete Ton ließ Heike aufhorchen. Das war ganz und gar nicht, was sie von Mirza erwartet hatte. War da vielleicht doch jemand anderes? Sie Spitzte die Ohren noch mehr, um einen Hinweis auf den Besucher zu erhaschen. Anhand der leisen Geräusche, die sie vernahm, konnte sie erahnen, dass die Flaschen auf den Boden gestellt wurden. Sie wartete darauf, dass sich die Schritte entfernten und das Auto startete.

Stattdessen ertönte erneut die Glocke. Hm? Ihre Neugier war geweckt. Dies entsprach nicht dem, was sie erwartet hatte. Sie räusperte sich und rief gerade so laut, dass man es auf der anderen Seite des Türblatts hören musste: "Hallo. Wer ist da?"

"Der Lieferdienst, Madam. Sie hatten eine Sonderbestellung aufgegeben."

Das war nicht die Stimme des dicken Onkels. Erleichterung durchflutete sie und sie bemerkte erst jetzt, während sie sich entspannte, wie verkrampft ihr Körper gewesen war. Der Mann, der gesprochen hatte, wirkte wesentlich jünger, und er sprach auch nicht mit dem herrischen Unterton des Firmenbesitzers.

"Einen Augenblick, ich komme."

Sie richtete sich kerzengerade auf und atmete einige Male tief ein und aus. Danach hatte sie sich soweit unter Kontrolle, dass sie in der Lage war, dem Unbekannten gegenüberzutreten. Sie öffnete die Tür einen winzigen Spalt und spähte hinaus.

Vor ihr stand ein Mann Mitte dreißig, großgewachsen und schlank. Seine Miene wirkte offen und freundlich. Die halblangen glatten schwarzen Haare fielen ihm in die Stirn und er wischte sie mit einer unbewussten Handbewegung zur Seite, damit sie seine braunen Augen nicht bedeckten. Ein Dreitagebart umrahmte sein kantiges Kinn. Er trug Jeans und über dem Hosenbund ein lässiges Hemd, unter dem sich ein trainierter Oberkörper abzeichnete. Insgesamt schien er die erwachsenere, sportlichere Variante von Nadeem zu sein, in einem positiven Sinn männlich.

"Guten Tag. Mein Name ist Bashir. Ich bringe Ihre Bestellung." Er bückte sich, um den Sixpack aufzuheben. "Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeit, dass Sie sich selbst zur Tür Bemühen müssen. Es scheint hier ein kleines Problem mit dem Schlüssel gegeben zu haben. Ich werde mich umgehend darum kümmern. Denn es gehört zu unserem Service, die Lieferungen frei Haus bis in ihren Kühlschrank zu liefern."

Heikes Überraschung über seine Erscheinung und sein höfliches, zuvorkommendes Auftreten hätte nicht größer sein können. Sie musste den Kopf ein wenig in den Nacken legen, um ihn anzusehen, da er ein ganzes Stückchen größer als sie war. Ein erfreutes Lächeln ließ ihr Gesicht aufleuchten.

"Ach, das ist doch überhaupt keine Mühe. Es freut mich, Sie kennenzulernen, Bashir. Ich heiße übrigens Heike." Sie gab den Eingang komplett frei und trat zur Seite. "Kommen Sie doch bitte herein. Ich nehme an, Sie kennen den Weg zur Küche?"

Er nickte und ging an ihr vorbei ins Innere des Apartments. Ein herber männlicher Duft umwehte sie, als er sie passierte. Sie atmete tief ein, ehe sie ihm folgte. Dabei konnte sie nicht vermeiden zu bewundern, wie sich beim Gehen seine ausgeprägten Muskeln unter der Jeans bewegten. Sie spürte ein merkwürdiges Ziehen in ihrem Bauch. Dann beeilte sie sich, um ihn einzuholen.

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)