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Chapter 27

What's next?

Finger weg

Sinas Kopf war leer. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Charlie hingegen wusste genau, was er wollte. Er brauchte jetzt noch eine Handvoll Ganzkörperaufnahmen. Und zwar rechtzeitig, bevor er sich selbst nicht mehr **** konnte und die wertvolle Ware beschädigte. Mit beiden Händen fasste er das Mädchenshirt an beiden Seiten und zog es nach oben über ihren Kopf. Zwangsläufig musste sie dadurch ihre Arme anheben und zuletzt auch das Stoff-Einhorn loslassen, das sie an sich gepresst hatte. Im Nu saß sie völlig nackt auf dem Schoß des hünenhaften Schwarzen und starrte entsetzt in die Kamera. Der stand auf und nahm sie dabei einfach mit, als wiege sie fast gar nichts. Dann ließ er sie schlicht auf die Matratze fallen, so dass sie erschrocken quietschte.

"So, jetzt räkele dich mal schön auf dem Bett, damit Simon noch ein paar hübsche Bilder von dir machen kann", wies er an, trat mehrere Schritte zurück und zog sein eigenes Handy.

Ohne Erfahrung und Vorbilder wusste die junge Frau überhaupt nicht, was sie tun sollte, um seine Forderung zu erfüllen. Unsicher blieb sie liegen, wo er sie hingeworfen hatte. Der Fotograf war hingegen ein Routinier und kannte die Vorliegen seiner Kunden. In ruhigem Tonfall begann er, seinem Model Anweisungen zu geben.

"Wir fangen ganz langsam und mit etwas Einfachem an. Dreh dich nur auf die Seite und stütze den Kopf auf deinen Arm. Ja, so ist es gut. Und versuche, ein bisschen zu lächeln. Na bitte, für mich!"

Tatsächlich gelang es ihr, die Umgebung immer mehr auszublenden und nur noch auf die unaufgeregte Stimme zu hören. Anfangs posierte sie noch einigermaßen ungelenk, aber nach und nach verstand sie unter Simons geduldiger Anleitung, was von ihr erwartet wurde, und wurde lockerer. Sein ständiges Feedback und positive Kommentare halfen ihr, sich in ihre Rolle einzufinden.

Auch Charlie knipste mehrere Bilder, ehe er eine App öffnete und tippte: "New unicorn bait! Highest bid wins. Terms as usual."

Der Nachricht fügte er zwei aktuelle Schnappschüsse bei und versandte sie an ausgewählte Empfänger aus seinem Adressbuch. Zufrieden steckte er das Telefon weg. Nun musste er nur noch warten.

Zwischen dem Kameramann und dem Fotomodell hatte sich inzwischen nur durch Worte und Blicke eine seltsam intime Beziehung entwickelt. Der Zuhälter sah ihnen eine Weile zu. Komischerweise spürte er so etwas wie Eifersucht in sich aufkeimen. Unwillig schüttelte er den Kopf, um das Gefühl loszuwerden. Es wäre das Beste, entschied er, wenn er die zwei ihre Arbeit machen ließ und mal draußen auf der Straße nach dem Rechten sah.

"Simon!"

"Ja?"

"Ich brauche noch eine Serie in dem weißen Fummel. Schön mädchenhaft. Benutzt auch die Plüschviecher. Ich schicke Abdul in einer Stunde vorbei, um die Kleine abzuholen."

"Okay."

"Wann kann ich die Bilder haben?"

Der Fotograf überlegte kurz. "Am Dienstag. Ich habe dazwischen noch ein Shooting und eine Hochzeit."

Sein Auftraggeber zog bedrohlich die Augenbrauen zusammen. "Ich brauch sie morgen."

Simon kannte sein Gegenüber und wusste, dass ihm mit Vernunftgründen nicht beizukommen war. Ergeben zuckte er mit den Schultern, atmete schwer ein und aus. Resigniert murmelte er: "Na, gut. Dann mache ich sie gleich im Anschluss fertig, anstatt ins Bett zu gehen. Schlaf wird sowieso überbewertet."

Zufriedengestellt wandte sich Charlie dem Ausgang zu. Auf der Schwelle blieb er noch einmal stehen und sprach in den Raum:

"Und Simon!"

"Ja?"

"Finger weg von ihr."

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