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Chapter 15 by Daemony Daemony

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Eva wird von ihren Dämonen eingeholt

Eva floh vor seiner Wut in ihre Kammer. Sie warf die Tür hinter sich zu und lehnte sich mit dem Rücken dagegen. Sie könnte sich selbst ohrfeigen für diese Dummheit, die sie begangen hatte. Natürlich war es keine gute Idee gewesen, in das Privatleben von Julius und seiner **** hineinzuplatzen. Sie war so versessen darauf gewesen, sich als nützlich zu erweisen, dass sie gar nicht in Erwägung gezogen hatte, dass sie die Geräusche falsch interpretierte.

In solchen Dingen war sie unerfahren, doch gab es nicht viele Erklärungen dafür, weshalb Leni und ihr Großvater unbekleidet ein Bett teilten. Die Peinlichkeit brannte auf ihren Wangen, als Eva sich eingestand, wobei sie die zwei gestört haben musste.

Gleichzeitig wurden ihr die Knie weich. Sie wankte zu ihrer Bettstatt und ließ sich **** darauf fallen. Tränen strömten ihr übers Gesicht. Gab es denn nirgends auf der Welt eine Zuflucht, wo sie die Erinnerungen, die sie plagten, hinter sich lassen konnte? Selbst an diesem entlegenen Ort wurde sie von den Dämonen eingeholt und gepeinigt.

Ungewollt musste sie an ihren Onkel Heinrich denken, den älteren Bruder ihres Vaters. Er war Geheimer Rat im Reichsfinanzministerium in Wien. Das war ein hoher, wichtiger Posten und jeder behandelte ihn ehrerbietig. Oft besuchte er Evas ****, und obwohl er nur Gast war, benahm er sich, als sei er der Herr des Hauses. Eva mochte ihn nicht, aber ihre Eltern schärften ihr ein, ihm respektvoll zu begegnen und zu gehorchen.

Eines Nachts kam er in ihr Schlafzimmer und setzte sich auf die Kante des Bettes, in der sie schlief. Er roch nach **** und wirkte niedergeschlagen. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn er sie wieder allein gelassen hätte, wagte es aber nicht, ihm das zu sagen.

Leise sprach er davon, wie einsam er sei, seit seine Gattin gestorben war. Eva wusste nicht, weshalb er ihr dies erzählte und was er von ihr wollte.

Sachte streichelte er ihr übers Haar, während er redete. Sie lag nur steif da und starrte ins Leere. Auch, als seine Hand tiefer glitt. Was hätte sie denn tun sollen? Er war ihr Onkel und eine Respektsperson. Ihm widersprach man nicht.

Und dann ... er ...

Eva wurde von Weinkrämpfen geschüttelt, als die Scham, die Hilflosigkeit und der ****, all die Gefühle mit Macht erneut über sie hereinbrachen, die sie damals empfunden hatte. Damals, beim ersten Mal und all die vielen Male danach.

Was hätte sie denn tun sollen? Überhaupt tun können? Er war größer und viel stärker als sie und ehrfurchtgebietend.

Genau so wie Julius.

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