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Chapter 18 by Daemony Daemony

What's next?

Eva landet auf den Knien

Die Tür hinter ihrem Rücken öffnete sich knarrend.

Es gab davor kein Klopfen, keine Vorwarnung. Eva blieb beinahe das Herz stehen. Sie wirbelte auf der Stelle herum, um den Eindringling anzusehen. Das Handtuch, das sie noch immer an sich klammerte, schien ihr auf einmal viel zu klein und unzureichend.

Julius trat ein. Er trug eine Kerze bei sich, die im Luftzug flackerte. Sie warf seinen Schatten auf die Wand hinter ihm, riesig, verzerrt, unheimlich.

Der Hausherr füllte durch seine bloße Anwesenheit den winzigen Raum vollkommen aus.

Eva wich instinktiv zurück, bis ihr Rückgrat an die raue Wand stieß. Ihr Beine zitterten und drohten, unter ihr nachzugeben.

Er sagte nichts. Er musste nichts sagen. Sein Blick, der über ihren Körper schweifte, sagte schon genug. Er nahm alles auf. Ihre losen, zerzausten Haare, ihre freiliegenden Schultern, das knappe Tuch, mit dem sie ihre Körpermitte notdürftig bedeckte, ihre nackten Beine. In seinen Augen flackerte kurz etwas auf: Missbilligung oder Belustigung. Sie wusste es nicht.

Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Das Geräusch klang endgültig. Der Knall ließ Eva vor Schreck zusammenfahren. Das Handtuch glitt ihr beinahe aus den klammen Fingern und rutschte eine Handbreit nach unten, enthüllte den Ansatz ihres Busens. Entsetzt riss sie es wieder nach oben.

"Ich hatte gesagt, du sollst warten."

Seine Stimme war ein tiefes Grollen. Er sprach nicht laut. Doch er zog alle Aufmerksamkeit auf sich, ließ sich nicht ignorieren. Was er sagte, wog so schwer und gründete so tief, wie die Wurzeln der Bergriesen ringsum.

"Ich ...", begann sie, wusste aber nicht, wie sie fortfahren sollte. Was könnte sie denn noch sagen? Dass es ihr leid tat? Dass sie Angst hatte? Dass sie eine Last mit sich schleppte, die sie zu Boden drückte und zu zerquetschen drohte?

Julius machte einen Schritt auf sie zu. Noch einen.

Eva wollte fliehen, stand aber schon mit dem Rücken zur Wand. Sie konnte nur in die Knie gehen, sich so klein machen, wie es ihr nur möglich war. Wie ein verängstigtes Kind. Ein Kind, dem niemand half, dem niemand glaubte. Der Onkel war zu ehrbar, zu hochstehend, als dass er irgendetwas Falsches oder Unmoralisches tun könnte. Das Kind verstummte vor Hoffnungslosigkeit und Scham.

Und nun stand Julius über ihr. Groß und unangreifbar.

"Du hast versucht, dich in etwas einzumischen, das dich nichts angeht." Sein Atem roch nach Tabakrauch und ****. "Das kann ich dir nicht durchgehen lassen."

Er machte eine Pause, die von dem Geräusch seines Gürtels, den er aus den Schlaufen zog, zerschnitten wurde.

Sie schüttelte schwach ihren Kopf. "Bitte ..."

Er ließ sich auf die Bettkante nieder, schwer und gebieterisch. Seine frei Hand klatschte laut auf seinen Oberschenkel. "Komm her."

Sie bewegte sich nicht.

"SOFORT!"

Ihr Körper setzte sich in Bewegung, ohne dass ihr Verstand mit ihm Schritt halten konnte. Sie kam sich vor wie in einem Traum. Das Handtuch entglitt ihren Fingern und landete unbeachtet auf dem Boden. Es kam nicht mehr darauf an. Er durfte alles sehen. In wenigen Augenblicken würde er ohnehin alles besitzen.

Als er sie auf seinen Schoß zerrte, gab sie endgültig auf. Nicht, weil sie einverstanden gewesen wäre. Es war ein eingeübtes Ritual, die Unterwerfung unter den Willen eines Mächtigeren. Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse waren dagegen unbedeutend.

Er hielt sie fest, drückte ihr Gesicht nach unten in die kratzige Decke. Ihre langen Haare breiteten sich um ihren Kopf aus, wie ein dunkler Heiligenschein.

Dann fiel der erste Schlag.

Ihr Atem entwich ihr als scharfes Keuchen.

Es folgte der zweite. Der dritte. Noch einer. Sie weinte nicht. Sie klagte nicht. Sie blieb stumm.

Doch innerlich schrie sie.

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