Chapter 6
by
Papas_Liebling
What's next?
Es wird schmutzig
Später in dieser Nacht wachte Klara auf. Irgendwas hatte sie geweckt.
Das Haus lag in völliger Dunkelheit. Das einzige Geräusch war der Wind, der an den Fensterläden rüttelte.
Klara fand Daniel im Wohnzimmer, wo er auf den Bildschirm seines Handys starrte. Das fahle Licht ließ ihn wie einen Geist aussehen. Er sah auf.
Großer Fehler.
Klara stand barfuß im Halbdunkel, noch immer im selben übergroßen Shirt, ihre nackten Beine wirkten blass im Dämmerlicht.
Daniel konnte den Blick nicht von ihr abwenden.
Die Welt fühlte sich plötzlich instabil an. Als stünde man auf brüchigem Eis.
„Du solltest wieder nach oben gehen.“ Daniels Stimme klang belegt. Aber es lag keine Autorität mehr darin.
Klara blieb direkt vor ihm stehen.
„Und wenn ich das nicht tue?“
Daniel legte das Handy vorsichtig hin. Sehr bedächtig. Als müsse er beide Hände frei haben, um sich selbst davon abzuhalten, Klara anzufassen.
„Du machst mich fertig.“ Das Geständnis kam stockend.
Klaras Puls beschleunigte sich. Sie berührte nur leicht sein Handgelenk.
Mehr brauchte es nicht.
Daniel reagierte augenblicklich. Seine Hand umfasste ihre Taille mit erschreckender Kraft und zog sie an sich, noch bevor beide begriffen, was hier passierte.
Und plötzlich küssten sie sich wieder.
Verzweifelter.
Unbeherrschter.
Seine **** zerbrach. In seiner Kehle erstickte ein Ton, halb Jubel, halb Schluchzen.
Klara stolperte gegen die Couch. Daniel ließ sich rückwärts fallen, ohne sie loszulassen und küsste sie, als würde er sich dafür hassen. Er wollte sie, unbedingt, und gleichzeitig wusste er, wie falsch das war. Seine Hände streichelten zögerlich die Frau in seinen Armen, beinahe ****, selbst als seine Selbstbeherrschung längst verschwunden war. Jede Berührung war voller Schuldgefühle und doch getrieben durch Begierde.
Der Raum verschwamm um sie herum.
Als er ihr das Hemd vom Leib zog, sah er sie an, als könne er sich nicht entscheiden, ob sie Verdammnis oder Erlösung bedeutete.
Klara spürte, wie seine **** in tausend Stücke zerbrach – sie spürte es in seinem heißen Atem und in der Art, wie er jedes Mal zitterte, wenn sie ihn näher an sich zog.
Sie führte ihn, bestimmte das Tempo. Ihre Finger krallten sich in sein Haar. Sie glitt unter ihn und sein Gewicht drückte sie auf die Couch, wo das kalte Leder einen scharfen Kontrast zu ihrer heißen Haut bildete.
„Oh, Daniel, bitte …“, flüsterte sie.
Er zögerte, dann hauchte er ihren Namen, als täte es weh. Seine Bewegungen waren zu ****, um sanft zu sein. Sein Griff um ihre Taille wurde fester, härter als nötig.
Sie passten zusammen. Perfekt. Ein Rhythmus, ein Gedanke, ein Wollen.
Sie ritten zusammen auf dem Sturm, der sie unweigerlich hinwegfegen würde. Aufhören war keine Option mehr.
Und als der Moment endlich kam, musste Klara sich auf die Lippen beißen, um nicht laut zu schreien.
Danach erfüllte Stille das Wohnzimmer, bis auf das leise Klopfen des Regens gegen die Fenster.
Klara lag an ihn geschmiegt, ihr Puls raste noch immer.
Seit jenem schicksalhaften Moment an der Haustür hatte sie gezweifelt, ob dieser Moment kommen würde. Ja, sie hatte ihn provoziert, denn sie brauchte einen Beweis. Dafür, dass sie die ganze Zeit über Recht gehabt hatte: Nicht sie war das Problem, sondern er.
Er hatte sie gewollt. Vom ersten Tag an. Er hatte Emily geheiratet – und vermutlich liebte er sie wahrhaft und aufrichtig – aber gleichzeitig dachte er, dass auch Emilys Tochter ihm gehörte. Und da er sie nicht besitzen konnte, erlaubte er auch keinem anderen Mann, ihr nahe zu kommen.
Erst, wenn er erkannte, wie scheinheilig er sich verhielt, würde er sie freigeben.
Doch nun, da es geschehen war, fühlte sich der Triumph seltsam schal an.
Daniel saß auf der Kante der Couch, den Kopf in den Händen vergraben.
Er hatte noch nie so klein ausgesehen.
Klara hatte ihn noch nie so niedergeschlagen gesehen.
Unerwartet zog sich etwas in ihr zusammen.
Der Mensch, der da saß, war nicht der arrogante Möchtegern-Vater, der ihr Vorschriften machte, ihre Entscheidungen kritisierte und sie auch als Erwachsene noch wie ein Kind behandelte. Da saß einfach nur Daniel, innerlich zerrissen von widersprüchlichen Gefühlen.
Und für einen Moment fragte sie sich, ob sie wirklich gewollt hatte, dass er zusammenbricht.
Ja, sie hatte gewonnen. Aber zu welchem Preis?
„Was haben wir getan?“, murmelte er. „Emily darf das niemals erfahren. Versprich es mir.“
Die Frage hing zwischen ihnen in der Luft.
Und sie fragte sich, was sie eigentlich wollte.
Freiheit?
Oder Genugtuung?
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Hausarrest
Manche Regeln sind da, um gebrochen zu werden.
Als Klara Merkel zurück ins Haus ihrer Mutter zieht, rechnet sie damit, dass es schwierig werden könnte, mit ihrem Stiefvater Daniel auszukommen. Was sie erlebt, ist noch schlimmer. Kontrollwahn, Verbote, Hausarrest. Zunächst glaubt Klara, er sei überfürsorglich. Dann wird ihr klar, dass er eifersüchtig ist. Zunächst versucht sie nur, ihm seine Heuchelei vor Augen zu halten, doch schnell entwickelt sich daraus ein gefährliches Spiel aus Manipulation und Besessenheit. Als die Grenzen zwischen Stiefvater und Tochter verschwimmen, entdeckt Klara, dass Macht erregender sein kann als Freiheit.
Updated on Jun 14, 2026
by Papas_Liebling
Created on Jun 7, 2026
by Papas_Liebling
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