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Chapter 24
by
Bitbuster
Treffen im Kasino
Erster Kasinoabend
Um 17:59 verließ Patrick den Turbolift und stand Punkt 18:00 vor dem Kasino.
Svea wartete bereits in ihrer Uniform neben der Tür.
Etwas enttäuscht ging Patrick auf Svea zu.
Was hatte er erwartet? Das sie im Abendkleid zum Treffen kommen würde? So gut kannten sie sich doch nicht.
Oder war es überhaupt noch üblich, sich zu einem Treffen umzuziehen?
„Hätte ich mir besser die Verhaltensweisen im Infofilm angesehen“ ärgerte Patrick sich nun eher über sich selbst.
Svea hingegen war gerade erst vor ihm aus dem Turbolift zur Kasinotür gegangen und hatte sich gerade umgedreht, als sich die Tür erneut öffnete und Patrick aus dem Lift trat.
„Oha“ dachte sie „der hat sich aber rausgeputzt“ und ihr fielen die alten Liebesfilme ein, die sie mit einer Freundin bei den Filmvorführungen gesehen hatte.
„Hallo“ sagte Svea freundlich und Patrick erwiderte den Gruß.
Gemeinsam betraten sie das Kasino.
Ja, so in etwa hatte er sich das vorgestellt. Drei Reihen mit Vierer- und Sechsertischen, in der Reihe an den Fenstern Zweier- und Vierertische und eine langgezogene Theke gegenüber der Fensterseite mit vielen Barhockern davor.
Das Kasino war bis auf einige wenige Tische kaum besucht.
„Wo wollen wir hin? Bar, oder Fenster?“ fragte Svea.
Etwas unentschlossen schaute Patrick zwischen der Theke und der Fensterreihe hin und her.
„Komm, wir gehen erst einmal zur Bar, dort stelle ich Dich vor, und dann gehen wir zum Fenster, ok?“ sagte sie, ohne eine Antwort abzuwarten.
Patrick folgte ihr.
An der Bar hatte zu dieser Zeit Boltaron, ein El-Aurianer, Dienst.
„Hallo Boltaron, das ist Patrick, Patrick, das ist Boltaron“ stellte Svea die beiden vor und fragte sich, ob sie gerade einen protokollarischen Fehler begangen hatte. Hätte nicht der Gast dem Crewmitglied vorgestellt werden müssen? War Patrick überhaupt noch Gast? Andererseits hatte sie den Barkeeper noch nicht begrüßt, Patrick aber schon an der Tür. Sie würde bei nächster Gelegenheit einen Vulkanier fragen, die kennen sich damit genau aus.
„Hallo“ grüßte Patrick, nachdem vom Barkeeper keine Reaktion kam.
Leicht nickend antwortete Boltaron: „Guten Abend, was darf es sein?“
Auch ohne empatische oder telepathische Fähigkeiten merkte Svea, daß irgendetwas nicht simmte.
„Was ist los?“ fragte sie.
„Ist er der, Entschuldigung, Du bist der von der Erde, also der, aus der Vergangenheit?“ fragte der Barkeeper.
„Ja, bin ich“ antwortete Patrick und schaute zwischen dem Barkeeper und Svea hin und her.
„Gut, gut“ murmelte Boltaron „Was möchtet ihr ****?“
„Eine Apfelsaftschorle für mich“ meinte Svea und Patrick ergänzte „und für mich eine Cola, 33, bitte“.
„Wir sind drüben am Fenster“ erklärte Svea und verließ die Theke.
Patrick folgte ihr und als sie an einem Zweiertisch am Fenster angekommen waren, fragte er :“Was war das denn gerade?“
„Keine Ahnung, aber manchmal sind die so.“
„Wer?“
„Die El-Aurianer“
„Das ist gar kein Mensch?“ fragte Patrick erstaunt.
„Nein. Sehen nur fast so aus. Die werden sehr alt und es ist dieser Spezies offenbar möglich, Änderungen in der Zeit oder der Zeitlinie wahrzunehmen. Ich weiß es nicht ganz genau, aber Boltaron müsste so 310 Jahre alt sein.“
„Was...“ sagte Patrick erstaunt, verstummte dann aber, da sich der Barkeeper mit den Getränken näherte.
Schweigend wurden die **** serviert und als sie wieder alleine warten meinte Patrick: „Ich hätte den auf so... 30 geschätzt.“
„Tja...aber ganz anderes Thema. Morgen früh geht es bei Dir los. Du hast die Freigabe für die wissenschaftliche Abteilung bekommen“ erklärte Svea und erhob ihr Glas. „Glückwunsch“
„Äh, ja, danke“ antwortete Patrick und prostete ihr ebenfalls zu. „Hat das nicht eher etwas mit Wissen oder Eignung zu tun, als mit Glück?“ meinte er dann.
„Boah, ich muß Dich doch noch mal scannen, ob Du nicht doch ein Vulki bist“ sagte Svea mit einem lächeln.
„Vulki ist Vulkanier?“
„Ja, sag das aber nicht, wenn Du mit einem sprichst, die mögen das nicht“.
„Ok“.
Patrick trank einen Schluck und schaute aus dem Fenster.
„Morgen werden wir unsere Botschafter absetzen und dann beginnt das Quartierroulette. Vielleicht bekommst Du dann eins von denen oder ein anderes Crewquartier“.
„Wie absetzen? Ihr, wir, wie auch immer, sind doch nicht in der richtigen Zeit, oder doch?“ fragte Patrick.
„Nein, sind wir leider nicht. Aber die Beiden haben sich geeinigt, daß sie auf einen zu dieser Zeit nur von Tieren bewohnten Planeten möchten und dann werden wir diesem Wunsch nachkommen“.
Patrick nickte nur und nippte wieder an seinem Glas.
„Keine Fragen wegen morgen?“ versuchte Svea das Gespräch fortzusetzen.
„Jede Menge, aber...naja...“
„Was aber?“ Svea lächelte wieder.
„Egal. Also um 08:00 Uhr treffe ich mich mit dem WO und dann?“
„Dann wird er Dir wahrscheinlich die Stationen erklären und Dir die anderen in der Abteilung vorstellen.“
„Und was soll ich dann da machen?“
„Das weiß ich auch nicht genau, aber das wird er Dir erklären. Sicherlich zuerst einmal die ganzen Geräte und Apparaturen kennenlernen ... würde ich vermuten.“
Patrick nickte und schaute Sveas Glas an.
„Meine Eltern hatten Apfelbäume im Garten“ sagte Patrick nachdenklich.
Irgendwie verlief der Abend nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte.
Was hatte er erwartet? Einen heißen Flirt und dann ab ins Quartier?
Svea merkte, daß er irgendwie betrübt war.
„Wenn Du über etwas sprechen möchtest, das ist kein Problem. Wenn Du lieber mit einem der professionellen Berater sprechen willst, dann kannst Du da einfach einen Termin vereinbaren.“
„Nein, nein, schon gut. Ich muß mich noch immer an die Situation gewöhnen. Manchmal kommen eben so Gedanken.“ Patrick holte tief Luft.
„Verstehe ich. Wenn ich niedergeschlagen bin, oder mich aufmuntern möchte, dann bestelle ich mir immer eine doppelte Portion Mousse au Chocolat mit Eierlikörsahnehaube.“
„Ich gehe dann immer...also ich meine, ich bin dann immer zum Wald bei mir in der Nähe gegangen“ korrigierte sich Patrick selbst.“
„Und dann nicht mehr?“ wollte Svea wissen.
„Wo ist hier denn ein Wald?“ fragt Patrick sarkastisch.
„Hier auf Deck 7, unser Arboretum?! Und wenn das nicht so ist, wie es sein soll, dann einen Wald nach den Wunschvorstellungen auf dem Holodeck programmieren, oder ein vorgegebenes Programm anpassen?“ erklärte sie freundlich.
„Klar, Holodeck“ dachte Patrick, „hätte ich auch selbst drauf kommen können“.
„Darf ich das so einfach nutzen?“ fragte er.
„Wenn es nicht belegt ist, klar. Man kann aber auch Termine über unser System reservieren“.
Svea schaute zu Patricks Glas. „Wollen wir uns das Aboretum gleich mal ansehen?“
„Ja gerne“ sagte Patrick und leerte in einem Zug sein Glas.
Svea mußte lachen und trank dann ebenfalls aus.
Auf zum Aboretum
Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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