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Chapter 40
by
Bitbuster
Riecht es nach Speck?
Erkundungen und Pläne
Am nächsten morgen wurde Patrick von Brötchenduft und dem Geruch von frisch gebratenem Speck geweckt.
„Ahhh, der Langschläfer ist dann auch mal wach“ drang es aus der Ferne an sein Ohr.
Patrick drehte seinen Kopf in die Richtung, aus der er die Stimme gehört hatte.
Svea stand in ihrer Uniform vor dem Replikator und entnahm gerade zwei Becher mit einer dampfenden Flüssigkeit.
„Guten morgen, Du bist schon angezogen?“ fragte er schlaftrunken.
„Morgen. Seit einer halben Stunde. Frühstück ist fertig“ kam es knapp von ihr.
Patrick stand auf und zog sich als erstes seine Schlafanzughose an.
Svea grinste. „Nichts, was ich nicht gestern schon gesehen hätte“
Patrick nickte nur und verschwand kurz im Sanitärbereich. „Wenigstens kurz zur Toilette und die Zähne putzen“.
Einige Minuten später saßen beide am Tisch.
„Laß uns schnell frühstücken, ich muß noch einiges vor der Schicht klären“.
„Wegen gestern?“ fragte er.
„Ja“ kam es wieder knapp von ihr, da sie gerade in ein Brötchen biss.
Nachdem sie fertig gefrühstückt hatten, gab Svea ihm noch einen Kuss und verließ sein Quartier.
Patrick schaute zur Uhr und stellte fest, daß er noch eine gute halbe Stunde Zeit hatte, bevor er im Labor sein sollte.
Also schnell den Tisch abräumen, alles in den Replikator und entsorgen. Dann wieder ins Bad und sich fertig für die Arbeit machen.
Svea war in der Zwischenzeit direkt zu Thea ins Quartier gegangen.
„Hallo Tabathea“
„Oh-oh, sie ist sauer“ dachte Thea. „Wie früher bei den Eltern. Voller Vorname, am besten auch noch der Nachname heißt nichts Gutes“. „Guten Morgen“ sagte Thea übertrieben freundlich.
„Möchtest Du mir irgendetwas sagen?“
Thea schaute sie fragend an. „Gib mir ein Stichwort“
„Quantitol“
Damit war Thea klar, warum Svea verärgert war. Sollte sie es direkt zugeben, oder versuchen, es etwas abzumildern? Sie entschied sich für Letzteres.
„Du hattest einen – spritzigen – Abend, wie schön“
„Wie schön? Du weißt, wie ich dazu stehe“
„Das kommt davon, wenn Du die Aufgaben tauschst. Es war MEIN Abend mit ihm, aber Du wolltest auch mal wieder von einem Mann durchgefickt werden. Ich hatte extra nach einem Dreier gefragt, aber Du wolltest ihn ja nur für Dich, darum habe ich Dir nichts gesagt.“
„Und ich hatte Dir gesagt, daß ich es ganz langsam angehe, um ihn nicht zu verschrecken“
„Jaja, typisch Menschen. Mimimi“
Svea wollte ihr eine Ohrfeige geben, konnte sich dann aber beherrschen.
„Warte ab“ dachte Svea und verließ das Quartier.
Patrick war im Labor und hatte bereits die ersten Proben des Tages analysiert, als Svea das Labor betrat.
Sophia stand neben Patrick, da sie ihm, oder eher er ihr, bei den Proben half.
Es war noch immer keine Vertretung für Koshiko gefunden worden und Patrick bekam den Eindruck, als wenn Sophia auch gar keine Vertretung finden wollte.
„Hallo Sophia, ich brauche mal Dein Büro“
Etwas verwundert schaute Sophia Svea an. „Guten Morgen, und ja klar, kannst Du benutzen“
„Patrick, komm mit“ sagte sie und man konnte hören, daß sie noch immer verärgert war.
Mit einem Schulterzucken in Richtung Sophia folgte Patrick Svea.
Vor Sophias Büro nahm Svea ihren Kommunikator ab und legte ihn auf einen kleinen Tisch.
„Du auch“ wies sie ihn an.
Patrick legte daraufhin ebenfalls seinen Kommunikator auf den Tisch und folgte Svea ins Büro.
Aus der Ferne wurden Beide von Sophia beobachtet, aber das war Svea egal.
„So, jetzt können wir ungestört sprechen“ meinte Svea.
Patrick schaute sie nur an.
„Man kann einen Kommunikator auch abhören, ist für Notfälle, wenn man sich selber nicht mehr bewegen kann, also ihn nicht mehr selbst aktivieren kann.“ erklärte sie.
„Das klingt jetzt alles irgendwie bedrohlich, was ist denn los?“
„Ich war bei Thea und sie hat es sofort zugegeben“
Patrick schaute sie wieder nur fragend an.
„Sie hat Dir Quantitol gegeben“
„Wie? Oder wann?“
„Das weiß ich nicht, interessiert mich auch momentan nicht. Es ist einfach ein Unding, jemanden ungefragt etwas ins Essen oder Getränk zu mischen, wir sind doch nicht auf Relvar 3“
„Was auch immer Relvar 3 ist, aber ich frage lieber nicht“ „Und wie soll es jetzt weitergehen?“
„Das weiß ich noch nicht so ganz genau, aber eine Strafe muß sein. Die Frage ist, ob Du dabei sein möchtest, oder nicht.“
„Wo dabei sein?“
„Na, bei der Strafe“
„Ich weiß doch gar nicht, wie die aussehen soll“
„Das weiß ich ja auch noch nicht so genau, sagte ich gerade. Vielleicht schnappe ich sie mir und sie wird auf dem Holodeck bei 40°C einen 20 km Marsch machen“
„Hm“ überlegte Patrick „ok, ich bin dabei“
„Alles klar, dann sage ich Dir Bescheid, wenn ich mir etwas überlegt habe. Kannst Dir aber auch gerne etwas überlegen.“
Patrick nickte.
Svea verließ das Büro und nahm sich wieder ihren Kommunikator.
Patrick stecke sich Seinen an und sah noch, wie Svea eilig das Labor verließ.
Sophia kam auf Patrick zu.
„Hast Du was angestellt?“ fragte sie teils interessiert, teils besorgt.
„Ich? Nichts, die Thea hat...“ Patrick verstummte.
„Was hat die böse Thea meinem kleinen Kater angetan?“ sagte sie und strich dabei vorsichtig über seine Wange.
„Wieso sollte sie mir etwas angetan haben?“
„Weil Du gesagt hast: „die Thea hat...“ und da Svea mit Dir gesprochen hat, wird es sich um Dich handeln“
„Ja, sehr logisch kombiniert“ sagte Patrick mit einem lächeln.
„Ja und, erzähl“ forderte Sophia nun etwas nachdrücklicher.
„Naja, ich weiß nicht, ob ich es Dir erzählen soll...“
„Los, sag schon, Du hast mit Thea gefickt und sie hat Dich festgebunden, oder so?“
„Äh, nein“ sagte Patrick etwas lauter, als beabsichtigt.
„Was denn?“
„Es ist etwas kompliziert“
„Ok, also Thea hat Svea mal wieder mit ihrem Strap-on gefickt und Du bist dazu gekommen?“
„Was? Woher weißt Du sowas? Nein, ist auch egal, will ich gar nicht wissen.“
„Und was hat Thea da mit Dir gemacht? Dich auch von hinten genommen?“
„Sophia!“ rief Patrick
„Ja was? Ist doch alles in Ordnung, wenn es einvernehmlich erfolgt“
Patrick seufzte. „Nein, Thea hat mir heimlich Quantitol ins Essen gemischt oder sonstwo“
„Oh, verstehe, darauf steht sie also auch.“
„Wieso auch, wer denn noch alles?“
„Was, nicht wer. Achso, nein, wer weiß ich nicht, aber Thea ist sehr...nun, sehr interessiert. Es gibt wohl kaum etwas, daß sie nicht anmacht. Aber kann man auch verstehen.“
„Wie, verstehen?“ fragte Patrick nach.
„Na, den ganzen Tag kühl, ruhig, diszipliniert sein, da läßt man es in der Freizeit schon mal gerne krachen“
„Können wir dann wieder Steine analysieren?“
„Gestein, nicht Steine und ja, können wir“ stimmte Sophia zu, da sie Patrick weitere Fragen ersparen wollte.
Der weitere Vormittag verlief ruhig und schweigsam.
Zur Mittagspause fragte Sophia, ob sie zusammen etwas essen gehen wollen und so landeten Beide in der Messe1, zum Kasino wollte Patrick nicht so gerne.
„Was bestellst Du heute?“ fragte Sophia.
„Ich werde Fisch nehmen.“
„Oh ja“ Sophia strahlte.
„Klar, als Katze mag sie Fisch“, Patrick lächelte etwas. „Lachs mit Spinat und Petersilienkartoffeln?“
„Ich werde dazu Reis nehmen, Kartoffeln sind nicht so mein Fall“
Beide bestellten ihre Mahlzeit und setzten sich an einen Zweiertisch.
Das Essen verlief wieder sehr Schweigsam und Sophia überlegte, wie sie Patrick etwas aufmuntern könnte.
„Wollen wir heute Abend etwas zusammen unternehmen?“ fragte sie.
„Hm, ich weiß nicht, ob Svea etwas geplant hatte, aber sonst ja, gerne“ antwortete er und nach einer kleinen Pause „hast Du was bestimmtes vor?“
„Lass Dich einfach überraschen. 20:00 beim Holodeck, ich habe einen Raum reserviert und ich werde Svea fragen, ob sie auch mitmachen möchte“
Patrick nickte, fragte aber nicht, wobei sie mitmachen sollte, denn er würde keine brauchbare Antwort erhalten.
Beide räumten ihr Geschirr weg.
Während Patrick den Weg zum Hangar einschlug, ging Sophia mit leicht schwingenden Bewegungen wieder zu ihrem Büro.
Flugstunde
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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