Was ist Gustavs zweiter Wunsch?
Er will seinen Ruf wieder herstellen.
Ein weiteres Kribbeln durchzieht mich, als Gustavs zitternde Finger über mein Gefängnis reiben. Mit einem Schwall aus Mitternachtsrauch erscheine ich in seinem chaotischen Zimmer, meine goldenen Augen funkeln vor heimlicher Freude. Gustav steht vor mir, ein Häufchen Elend mit fettigem Haar und roten Wangen, die von Scham und Wut glühen. Oh, wie köstlich! Ich weiß genau, was im Schwimmbad passiert ist – wie könnte ich nicht? Doch ich setze eine Maske der Unschuld auf, neige den Kopf und lasse meine Stimme süß wie Honig klingen. „Was ist los, mein Meister? Du siehst… verstört aus. Probleme?“
Gustav winkt ab, seine Hände zittern. „Ich… ich will nicht drüber reden“, murmelt er, die Augen auf den Boden geheftet. „Ich will meinen zweiten Wunsch. Jetzt.“ Ich unterdrücke ein Kichern, lasse den Rauch um mich herum wirbeln, als sei ich tief in Gedanken. „Sprich, mein Junge. Was begehrst du?“
Er atmet schwer, seine Zahnspange glänzt im schwachen Licht. „Ich will, dass niemand je wieder über… das in der Sauna redet. Und ich will beliebt sein. Der beliebteste Schüler der Schule!“ Seine Stimme bricht vor Verzweiflung, und ich spüre die süße Gelegenheit, seine Worte zu verdrehen.
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