Chapter 9
by
Papas_Liebling
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Entspannung
Am nächsten Morgen wartete Klara, bis sie sicher war, dass ihre Mutter zur Arbeit gegangen war.
Daniel lag ausgestreckt auf dem Sofa im Wohnzimmer.
Unrasiert.
Seine Kleidung war zerknittert.
Die dunklen Ringe unter seinen Augen verrieten, dass er nicht viel geschlafen hatte.
Klara blieb in der Tür stehen.
Einen Moment lang sah sie ihn einfach nur an. Der Anblick hätte sie eigentlich zufriedenstellen müssen. Stattdessen machte er sie unruhig.
„Geht es dir nicht gut?“, fragte sie. Mitgefühl machte ihre Stimme sanfter.
Er warf ihr einen Blick zu. Kaum eine Sekunde lang, bevor er sich wieder abwandte. Er grunzte etwas Unverständliches.
Klara setzte sich in den Sessel ihm gegenüber.
Keiner von beiden sprach.
Die Stille dehnte sich.
Schließlich fuhr sich Daniel mit der Hand über das Gesicht.
„Du warst die ganze Nacht unterwegs.“
Klara nickte. „Ich weiß.“
Wieder Stille.
„Du hättest anrufen sollen. Wie soll ich dich beschützen, wenn ich nicht weiß, wo du bist?“
Die Worte waren ihm heausgerutscht, bevor er sie **** konnte.
Klara sah ihn ungläubig an. Er glaubte immer noch, dass er sich um sie kümmern müsse. Dass sie nicht auf sich selbst aufpassen könne. Sie verstand, dass das erst enden würde, wenn er auf die harte Tour lernte, dass er sie nicht festhalten konnte.
Nicht sie konnte sich von ihm befreien, sondern er musste sie von sich aus loslassen.
Manchmal lernte man am besten durch ****.
Klara antwortete nicht; sie stand einfach nur auf und ließ ihre Jacke von den Schultern auf den Boden gleiten.
Das Rascheln ließ seinen Blick ruckartig zu ihr zucken.
Klara sah ihn aufmerksam an. Was las sie in seinen Augen?
Kein Zorn.
Verlangen.
Verdammt. Er musste sich diesen Unsinn aus dem Kopf schlagen. Also musste sie ihn so weit treiben, bis er derjenige war, der „Hör auf“ sagte.
Sie fuhr sich langsam mit der Zunge über die Lippen.
Es sah so aus, als ob er etwas sagen wollte. Dann biss er die Zähne zusammen, wandte sich von ihr ab und legte einen Arm über seine Augen.
Klara trat näher und strich den Saum ihres Minirocks glatt.
„Du weißt, dass du es jederzeit beenden könntest. Sag einfach Stop.“
Er knirschte so fest mit den Zähnen, dass sie befürchtete, er könnte sich einen abbrechen. Aber er brachte es nicht über sich, dieses eine Wort kleine auszusprechen.
Klara hockte sich neben die Couch.
Ihre Hand legte sich fast schwerelos auf seine Brust.
Ein Finger zeichnete langsam eine Linie über die Vorderseite seines Hemdes nach unten, bedächtig, der Knopfleiste in Richtung seines Gürtels folgend. Kurz bevor sie es nicht mehr rückgängig machen konnte, hielt sie inne.
„Klara.“
So wie er ihren Namen aussprach, klang es wie ein Flehen.
Er schien selbst nicht zu wissen, ob sie aufhören oder weitermachen sollte.
„Soll ich weitermachen?“
Klara ließ sich Zeit.
Sie drängte ihn nicht.
Er hörte auf, sich etwas vorzumachen. Bedeutete ihr fortzufahren. Als sie es tat, war er bereits halb erigiert.
Ihre Bewegungen waren ruhig und geübt. Im Nu war er richtig hart. Lusttropfen machten ihn glitschig und glänzend. Sein Atem kam unregelmäßig und flach.
Daniel wandte den Blick ab, als könne er das Geschehene ungeschehen machen, wenn er es nicht sah.
Sein Körper verriet ihn um so mehr.
„Fühlt sich das gut an?“, neckte sie ihn. „Hilft es dir, dich zu entspannen?“
Das Geräusch, das aus seiner Kehle kam, blieb irgendwo zwischen einem Schluchzen und einem Fluch hängen.
Ein schwaches Lächeln umspielte ihre Lippen. Das war eine Lektion, die er so schnell nicht vergessen würde. Sie passte ihren Rhythmus an und achtete auf kleinste Anzeichen. Eine Veränderung seines Atems. Körperspannung, die anwuchs oder nachließ.
„Sag es“, flüsterte sie heiser. „Wie soll das noch gehen?“
Etwas in ihm zerbrach.
Seine Reaktion wurde weniger kontrolliert, direkter. Da war kein Nachdenken mehr. Nur noch Instinkt.
Klara wich nicht zurück. Sie tanzte weiter auf Messers Schneide. Sie wartete genau den richtigen Moment ab, bis sie den nächsten Schlag ausführte.
„Willst du, dass ich ihn in den Mund nehme?“
Volltreffer.
Sein Zucken wurde zu heftig.
Sie drückte fest zu. Hielt ihn fest. In nur einer Hand hatte sie mehr Kraft, als er aufbringen könnte, um sich von ihr zu lösen.
Still wartete sie ab, bis er sich wieder beruhigt hatte.
Dann fing sie erneut an. Diesmal nur ein bisschen schneller.
„Klara. Nicht.“
Zwei Worte. Das erste war wahr. Das zweite gelogen.
Sie trieb ihn weiter. Brachte ihre andere Hand ins Spiel, griff zwischen seine Beine. Sie hielt ihn auf eine Weise fest, in der es kein Mann wagen würde, in dieser Lage etwas Dummes zu tun.
ER schnaufte laut. Grub seine Finger in die Polster unter sich.
Klara war keine Anfängerin. Sie wusste, was sie tat. Kannte die Zeichen, die ihr verrieten, ob sie das Tempo erhöhen und ihn damit zum Höhepunkt bringen würde. Oder ob es Zeit war, aufzuhören.
ENDE.
„Was …“ Seine Stimme versagte.
Sein Zittern war schlimmer als ein Fieberschub.
Bevor er sie festhalten konnte, war Klara bereits auf den Beinen und wich ein paar Schritte zurück. Sie ließ ihn kurz vor der Schwelle hängen.
Er sah sie mit glasigen Augen an.
„Warum?“
Ihr Gesicht war unlesbar.
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Hausarrest
Manche Regeln sind da, um gebrochen zu werden.
Als Klara Merkel zurück ins Haus ihrer Mutter zieht, rechnet sie damit, dass es schwierig werden könnte, mit ihrem Stiefvater Daniel auszukommen. Was sie erlebt, ist noch schlimmer. Kontrollwahn, Verbote, Hausarrest. Zunächst glaubt Klara, er sei überfürsorglich. Dann wird ihr klar, dass er eifersüchtig ist. Zunächst versucht sie nur, ihm seine Heuchelei vor Augen zu halten, doch schnell entwickelt sich daraus ein gefährliches Spiel aus Manipulation und Besessenheit. Als die Grenzen zwischen Stiefvater und Tochter verschwimmen, entdeckt Klara, dass Macht erregender sein kann als Freiheit.
Updated on Jun 14, 2026
by Papas_Liebling
Created on Jun 7, 2026
by Papas_Liebling
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