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Chapter 10
by
Papas_Liebling
What's next?
Es beginnt zu bröckeln
Elise merkte, dass etwas nicht stimmte.
Daniel goss Saft statt Milch in seinen Morgenkaffee. Er gefror mitten in der Bewegung, als es ihm bewusst wurde. Er starrte die Tasse wütend an, als wäre sie daran schuld.
Dann lachte er es schnell weg.
„Hab nicht gut geschlafen“, brummte er.
Elise sah ihn über den Rand ihrer Tasse hinweg an.
„Damit erklärst seit Tagen alles was schiefläuft.“
„Es ist nichts. Ich hatte einfach eine stressige Woche.“
„Gestern ging es dir sogar zu schlecht, um zur Arbeit zu gehen. Das ist absolut nicht mehr normal.“
Daniel nickte und zog sich im selben Moment aus der Unterhaltung zurück. Seine Aufmerksamkeit wanderte zum Flur, wo Geräusche aus dem Obergeschoss darauf hindeuteten, dass Klara wach war.
Elise folgte seinem Blick.
„Das machst du oft in letzter Zeit“, merkte sie an.
„Was mache ich?“
„Du achtest mehr auf Klara als auf mich.“
Daniels Kiefer malte. „Das stimmt nicht.“
Es war wie ein Reflex. Er stritt sofort alles ab, ohne darüber nachzudenken.
Elise antwortete nicht. Sie beobachtete ihn nur. Ihr wurde klar, dass irgendetwas Seltsames vor sich ging. Doch sie hatte noch nicht herausgefunden, was sein komisches Verhalten zu bedeuten hatte.
Gestern hatte er auf eine Nachricht von ihr eine Antwort geschrieben, die nicht zur Frage passte. Als hätte er etwas anderes im Kopf gehabt. Etwas –
– oder jemanden?
Sie war verwirrt
Wie gerne hätte sie alles mit ihm durchgesprochen. Doch sobald das Gespräch ernst wurde, zog er sich zurück. Und wenn sie ihn auf seine Fehler hinwies, reagierte er immer auf dieselbe Weise:
Leugnen.
Abwehr.
Distanz.
„Was ist los, Schatz?“, fragte sie schließlich.
Daniel stieß die Luft durch die Nase aus. „Mir geht es gut.“
„Das hast du schon gesagt.“
„Und ich habe es auch so gemeint.“
Elise musterte sein Gesicht. Unter der Oberfläche lag jetzt eine merkliche Anspannung. Noch keine Wut. Im Grunde genommen noch nicht einmal Stress.
Er wirkte überanstrengt, als müsse er sich ständig zusammenreißen.
„Ich glaube, du musst mal einen Gang runterschalten“, sagte sie sanft.
„Das geht im Moment nicht.“
„Warum nicht?“
Die Frage klang drängender, als beabsichtigt.
Daniel sah sie an. Sein Blick wurde weich. Für den Bruchteil einer Sekunde konnte man meinen, er würde ehrlich antworten. Stattdessen nickte er nur kurz.
„Ich komme schon klar.“
Er wandte sich ab, bevor sie nachhaken konnte.
Elise blieb sitzen und beobachtete schweigend, wie er in der Küche herumhantierte – er bewegte sich so vorsichtig, als ob jeder kleine Handgriff, den er tat, gefährlich wäre.
Als Klara ein paar Minuten später die Treppe herunterkam, hielt Daniel mitten in seiner Bewegung inne und richtete sich kerzengerade auf.
Es passierte zu schnell und zu offensichtlich.
Elise konnte es gar nicht übersehen.
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Hausarrest
Manche Regeln sind da, um gebrochen zu werden.
Als Klara Merkel zurück ins Haus ihrer Mutter zieht, rechnet sie damit, dass es schwierig werden könnte, mit ihrem Stiefvater Daniel auszukommen. Was sie erlebt, ist noch schlimmer. Kontrollwahn, Verbote, Hausarrest. Zunächst glaubt Klara, er sei überfürsorglich. Dann wird ihr klar, dass er eifersüchtig ist. Zunächst versucht sie nur, ihm seine Heuchelei vor Augen zu halten, doch schnell entwickelt sich daraus ein gefährliches Spiel aus Manipulation und Besessenheit. Als die Grenzen zwischen Stiefvater und Tochter verschwimmen, entdeckt Klara, dass Macht erregender sein kann als Freiheit.
Updated on Jun 14, 2026
by Papas_Liebling
Created on Jun 7, 2026
by Papas_Liebling
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