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Chapter 8 by Redboom Redboom

Wie erfüllt der Dschinn den zweiten Wunsch?

Emma wird selber zur Mobberin.

„Dein Wunsch sei dir gewährt. Sonst noch etwas?“

„Nein, danke. Das ist alles für den Moment.“

Ich entmaterialisiere mich und verschwinde in meiner Wunderlampe, um einen Blick in die Kristallkugel zu werfen.


Emma Schmidt, die Tochter von Thomas und Sabine. Früher war sie ein süßes liebes Mädchen, jetzt ist sie eine totale Schlampe, die alles machen würde, um zu bekommen was sie will.

Aktuell war Emma in ihrer Schule und betrat den Klassenraum. Die Klasse verstummte, als das schlanke Mädchen eintrat. Die Schüler starrten sprachlos auf zwei kniehohe weiße Stiefel, auf den weißen Minirock aus Kunstleder, auf das viel zu knappe rote Top, durch das sich zwei sehr kleine Brüste drückten, auf die blonde Löwenmähne, die das schmale Gesicht einrahmte, auf die kühlen Augen, die die Klasse blitzschnell musterten. Über der Schulter trug sie eine winzige rote Handtasche. Eine Schultasche war nicht zu sehen.

Der Lehrer namens Frank Meier schloss für einen Moment **** die Augen.

„Guten Morgen, Emma“ begrüßte er das Mädchen. „Was hast du nur für Kleider an? Und wo sind deine Schulsachen?“

„Spar dir dein Gesülze, Alter“ raunzte das Mädchen ihn an. Emma schlug die Tür unnötig laut zu und ging durch den Mittelgang ganz nach hinten. Die Jungen und Mädchen starrten fasziniert bis abgestoßen auf ihren professionellen Hüftschlag, der wegen ihres süßen kleinen Hinterns doppelt aufgesetzt wirkte.

„Wow Emma, was ist mit dir passiert? Und warum bist du so angezogen“ fragte Marie, ihre beste Freundin.

„Quatsch mich nicht doof an, du Nerd!“ herrschte Emma sie an, ohne sie eines Blickes zu würdigen.

„Aber… aber ich dachte wir wären Freunde?“ stammelte Marie leise.

Emma suchte sich einen Platz ganz hinten links, direkt am Fenster. Sie schaute kurz auf die Klasse, die sie immer noch anstarrte, als käme sie frisch vom Mars, drehte kurzerhand und mit lautem Krach ihren Tisch herum, zog den Stuhl polternd zu sich und setzte sich, mit dem Rücken zur Klasse.

„Ich bin verliebt!“ stöhnte ein Junge. Herr Meier klatschte schnell in die Hände, bevor noch mehr Kommentare - und ganz bestimmt keine so harmlosen - durch die Klasse flogen.

„Emma?“ fragte er laut. „Wärst du so nett, dich mit dem Gesicht zu uns zu setzen?“

Das Mädchen stand wortlos auf, setzte sich auf den Tisch, stellte die Füße auf die Lehne des Stuhls und ließ die Knie nach außen fallen. Die Jungen in der Klasse bekamen Stielaugen, da Emma keine Unterwäsche trug.

„Gut so?“ fragte das Mädchen kalt. Meier gab auf. Er klatschte wieder in die Hände.

„Alles bitte in meine Richtung sehen!“ sagte er laut. „Hier vorne spielt die Musik!“

„Und da hinten ist die Action!“

Herr Meier kannte seine Schüler, doch er konnte nicht sagen, wer diesen Satz losgelassen hatte. Erstens, weil direkt danach lautes Gelächter aufkam, und zweitens, weil die Stimme verstellt gewesen war. Er ließ es gut sein und sah zu dem Mädchen.

„Zwei Dinge noch“ meinte er, als sich das Lachen gelegt hatte. „Die Schule beginnt um acht Uhr, nicht um halb elf, und -"

„Oh, das tut mir so leid!“ Emma sprang auf und schaute den Lehrer entschuldigend an. „Herr Lehrer, ich hab mich etwas verspätet, weil ich noch mit dem Direktor gefickt habe, und der kam einfach nicht von mir runter!“

Herr Meiers Gesicht lief rot an, als die Jungen brüllend lachten und die Mädchen sich schockiert anschauten. Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch vor ihm, dass es nur so knallte.

„Und zweitens“ sagte er verärgert, als Ruhe eingekehrt war „ist so eine offenherzige Kleidung in unserer Schule nicht gern gesehen.“

Emma warf den Kopf zurück. „Dann schau nicht hin, du Wichser.“ Sie trat vor den Stuhl, der polternd gegen die Wand krachte. In der Klasse wurde es totenstill. „Ich hab keinen Bock mehr auf Schule.“ Sie ging zur Tür.

Mit vier schnellen Schritten stand Meier vor der Tür und blockierte sie. „Setz dich hin“ sagte er streng.

Setzt Emma sich hin? Was macht sie?

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