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Chapter 20 by ann03 ann03

Wie geht die Untersuchung weiter?

Elektrostimulation und mehr

Nach einer Ewigkeit sind Peter und Maya zurück. „Nun können wir den nächsten Test starten, es ist ja alles schon vorbereitet. Patientin Petra, bleib jetzt ruhig.“ Ich bemühe mich, ruhig zu sein, entkommen kann ich sowieso nicht.

Ich sehe, wie sich Maya mit einem roten Ballknebel nähert. „Damit unsere Patientin nicht in Versuchung kommt, unseren Anordnungen zu widersprechen.“
Es rutscht mir ganz spontan raus: „Ob bitte nicht?“ Sie zwängt das Ding mit etwas **** in meinen Mund, fixiert das Band an meinem Hinterkopf und lacht: „Genau diese ‚Oh bitte‘ wollen wir nicht mehr hören!“

Bald realisiere ich jedoch, dass die neu angebrachten Elektroden nicht zum Messen, sondern zur Elektrostimulation dienen. Immer stärker spüre ich ein Zucken in verschiedenen Körperteilen. Es wird immer stärker und ich sehe, wie meine Oberschenkelmuskeln große und gut sichtbare Zuckungen machen. Zumindest ist alles nicht schmerzhaft. Ich realisiere, dass ich die Bewegungen und Zuckungen nicht selbst kontrollieren kann und den elektrischen Reizen des Geräts vollständig ausgeliefert bin.

„Oh, unsere Patientin ist sehr unruhig. Sie befolgt unsere Anweisung, ruhig zu sein, einmal mehr nicht!“, sagt Peter laut vor allen Zuschauern. „Ich denke, ein komplettes EMS-Training tut ihr gut. Das Trainingsprogramm dauert eine halbe Stunde. Wir warten mit der nächsten Untersuchung, bis das Training fertig ist.“

Oh, das wird eine endlos lange Zeit, denke ich und hoffe, dass die Stimulation so erträglich bleibt wie bisher. Nachdem die Dauer der Aktion bekannt gegeben wurde, sehe ich, wie die meisten Zuschauer langsam weggehen. Selbst Peter und Maya gehen weg. Und Tobi sehe ich auch nicht mehr.

Jetzt fühle ich mich alleingelassen und vermisse sogar die Aufmerksamkeit der Zuschauer, die ich vorher am liebsten in die Wüste geschickt hätte. Ich sehe die Menschen wieder im Gang, wie auf einer Shoppingtour. Einige bleiben stehen, werfen einen kurzen Blick und gehen dann weiter.

Da die Glaswand aber offen ist, kommen einige näher, sogar ganz nahe. Einige beginnen sogar, mit mir zu sprechen. Viele fragen mich, ob es mir gut geht. Auch wenn es mir nicht gut geht, sage ich jeweils ja, damit es zu keinem langen Gefühlsaustausch kommt. Insbesondere Frauen fragen gelegentlich nach und spüren mein Unbehagen. Dann gibt es Komplimente für meinen Mut, diese Rolle zu übernehmen, und sie versichern mir, dass ich alles gut überstehen werde.

Es gibt aber auch abwertende Bemerkungen von Frauen und Männern, die mich lediglich als Sexobjekt betrachten. Der Tonfall ist jedoch meist so, dass man merkt, dass es nicht ernst gemeint ist. Die Aufmerksamkeit der Besucher hilft mir die Gedanken vom grössten Leiden, der Bewegungsunfähigkeit, abzulenken.

Tobi sehe ich ab und zu vorbeigehen. Aber er wagt es nicht, näher zu mir zu kommen. Lustigerweise ist es mir gar lieber so, auch wenn ich ihn sehr liebe. In meiner jetzigen hilflosen Situation fühle ich mich schlicht unfähig, mit ihm zu sprechen.

Inzwischen sind Peter und Maya zurück, die halbe Stunde EMS-Training dürfte bald um sein. Und tatsächlich stoppt die Stimulation plötzlich.
„Jetzt machen wir die Vorbereitungen für die nächste Untersuchung. Da die Patientin es nicht schafft, ruhig zu sein, nehmen wir uns etwas mehr Zeit für die Vorbereitung.“

Ich sehe auch, dass sich wieder mehr Zuschauer vor der Arztpraxis versammeln und sogar einige Platz nehmen. Da schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: „Oh, wenn so viele Zuschauer kommen, muss sicher etwas ganz Besonderes passieren.“ Ich spüre dass ich immer nervöser werde, meine Unsicherheit ansteigt.

Was folgt nach dem EMS-Training?

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