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Ein zweiter Anfang

Chapter 109 by Geilspecht99 Geilspecht99

“Ich bin Sieghart aus Zweimühlen, ich war gemeinsam mit deinem Freund im hohen Norden und ich habe, wie dein Freund, dazu beigetragen, dass der Namenlose Spuk im Reich beendet wurde.”
“Ich versteh, du warst mit den anderen im Norden, ihr seid dabei Freunde geworden und habt dann die Kulte ausgelöscht.”
“So ist es!”
“Warum habe ich dich nicht in Belhanka gesehen?”
“Ich war am Ende in Kuslik aktiv.”
“Dann bin ich dir zu Dank verpflichtet.” und sie verbeugte sich

“Meine Geschichte kennst du, nehme ich an?”, fragte sie, die Antwort kennend.
“James hat immer wieder von dir geschwärmt! Besonders das letzte halbe Jahr war es unmöglich, nicht mitzubekommen, in welch prekärer Lage du warst.”

Zu diesem Zeitpunkt kam bei Vicky die Vorfreude auf den kommenden Dreier auf; James prahlte mit ihren Vorzügen nur, wenn der Betreffende diese auch selbst erleben durfte. James hatte wieder einmal ihren Geschmack getroffen.

“Rahja sei Dank, liegt diese dunkle Zeit hinter mir, aber bitte sag mir, warum James dich bis vor ein paar Minuten nie erwähnt hat?”
“Es gibt reichlich Dinge, von denen wir dir nichts erzählen dürfen, da wir noch durch diverse Eide gebunden sind.”

Vicky war klar, dass auch der Geheimdienst dahintersteckte, auch wenn Sieghart dies nicht sagte.

“Ist das alles, was du mir sagen kannst? Warum führen wir dann diese Unterhaltung?”
“Wir werden dir alles sagen, was wir dir sagen dürfen, das ist einer der Gründe, wieso ich hier bin.”
“Und was sind die anderen Gründe?”, wollte Vicky nun wissen, die nun lockerer geworden war und sich bereits wieder in Pose warf.
“Nun, James wünscht sich schon seit längerem, dass wir uns kennenlernen, bis jetzt war das nicht möglich und er hat mich gebeten, sein Trauzeuge zu sein.”
Damit hatte sie nicht gerechnet, aber es brachte sie nicht aus dem Konzept sonder half ihr bei ihrem Plan.
“Hat er dir auch gesagt, nach welchem Ritus ich zu heiraten wünsche?”
“Das hat er, aber ich habe noch nicht entschieden, ob ich die Ehre annehmen kann!”, sagte Sieghart, dem das Thema eine leichte Röte ins Gesicht zauberte.
“Warum denn das? James meinte, du hattest besonders mit Miranda deinen Spaß gehabt, vor allen anderen ”, sagte sie lauernd.
Sieghart spürte die Rivalität der beiden Frauen und war auf der Hut, mehr als ein Nicken erwiderte er nicht.

“Und warum bist du dann bei mir so zurückhaltend, obwohl du weisst, wofür ich stehe?”

Er verstand nicht, wie sie das geschafft hatte, aber zwei Knöpfe ihres Dekolletés waren offen und sie zeigte ihre prallen Rundungen wie auf dem Präsentierteller. Es war auch kein Zufall, dass ihr Mund halt offen blieb und ihre Zunge die Lippen befeuchtete. Wenn er nun einfach seinen Schwanz herausgeholt und ihn in ihrem Mund versenkt hätte, wäre sie zwar überrascht, (angesichts seines Verhaltens rechnete sie nicht damit,) aber zumindest ihr Ego wäre zufrieden gewesen. Aber er tat nichts dergleichen.

“Sie ist ja auch nicht James Geliebte!”
“Aber die Geliebte von jemandem anderen, das wusstest du bestimmt!”
Seine Reaktion gab ihr Recht.
“Aber James…”, stammelte er.
“Weiß ganz genau, wen er heiraten will”, vollendete sie seinen Satz. Triumphierend sprach sie weiter:
“Unsere Beziehung ist offener als allgemein üblich, ansonsten hätte ich mich vielleicht eines Tages zwischen ihm und dem Orden entscheiden müssen. Aber nur weil ich mir gerne in den Mund spritzen lasse, bedeutet das nicht, dass es keine Grenzen gibt. Ich überschreite sie nur, wenn James es mir erlaubt und in diesem Fall hat er uns beiden sehr eindeutig zu verstehen gegeben, dass wir alles dürfen!” In ihrem Lächeln zeigte sich ihre Vorfreude.

Eigentlich hatte Sieghart geglaubt, er hier mit Vicky, um ihr etwas zu erklären, das stellte sich nun als nur zum Teil richtig heraus.

“Hast du noch eine echte Ausrede oder findest du mich nicht so attraktiv, wie Miranda?”, nahm sie ihm endgültig den Wind aus den Segeln.
“Nein, natürlich nicht”
Der Wagen hielt an, sie standen vor dem Rahja-Tempel.
"Lass uns frühstücken, wir werden unsere Kräfte brauchen”, sagte Vicky, da machte James schon die Kutschentür auf.

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