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Chapter 11 by Ch3ating_Ang3l73 Ch3ating_Ang3l73

Wer wagt es, zu dieser Zeit an der Tür zu klingeln?

Ein Freund in Not

11. Flüstern in der Nacht

Das Klingeln an der Tür hatte Steve aus dem Schlaf gerissen. Verschlafen öffnete er die Tür und starrte in Kyles erschöpftes Gesicht.

„Kyle? Was machst du hier? Hast du was vergessen?“, murmelte Steve und rieb sich die Augen.

„Nein, sorry, dass ich um die Uhrzeit noch klingel“, flüsterte Kyle entschuldigend. „Meine Eltern kamen spontan vorbei und du weißt, wie es mit denen ist... wir haben uns mal wieder verkracht. Ich konnte das heute einfach nicht. Kann ich heute auf eurer Couch pennen?“

„Klar, Mann, komm rein.“ Steve klopfte ihm auf die Schulter.

Aus dem Schlafzimmer drang Jennas leise Stimme „Schatz? Wer ist das?“

„Nur Kyle“, rief Steve zurück. „Er hat Stress mit seinen Alten und schläft heute Nacht hier.“

„Oh, okay“, antwortete sie. Nachdem Steve ihm Decke und Kissen gebracht hatte, verabschiedete er sich mit einem gähnenden „Gute Nacht“.

Er kuschelte sich zurück ins Bett zu Jenna und war innerhalb von Minuten tief eingeschlafen.

Doch Jenna fand warum auch immer keine Ruhe. Eine Stunde verging, in der sie starr an die Decke blickte. Sie griff zum Handy, scrollte durch Apps, bis sie eine Mail ihrer Chefin bekam. Sie könne morgen zu Hause bleiben. Der Druck, schlafen zu müssen, fiel somit weg.

Ihr Hals war trocken. Sie schlich sich also aus dem Bett, öffnete leise die Schlafzimmertür und sah sofort den bläulichen Schimmer des Fernsehers, der den Flur erhellte. Kyle ist noch wach.

Langsam trat sie hervor. Er lag auf der Couch, die Decke nur über einem Bein.

„Oh, sorry“, flüsterte sie.

Kyle schreckte leicht auf. „Oh, hey... hab ich euch geweckt?“ Er regelte die Lautstärke ein wenig herunter.

„Nein, alles gut. Ich kann nur nicht schlafen und wollte etwas ****.“

„Nur zu“, sagte er.

Jenna lief in Richtung der offenen Küche. In dem Moment, als sie in den Lichtkegel des Fernsehers trat, passierte es. Kyle sah sie zum ersten Mal in dem schwarzen Zweiteiler den sie trug. Das bauchfreie Crop-Top schmiegte sich wie eine zweite Haut an ihren Oberkörper, der tiefe U-Ausschnitt betonte jede Kurve, und die **** knappen High-Waist Shorts ließen kaum Raum für Fantasie. Mit jedem Schritt wackelte ihr Körper ganz leicht, die freiliegende Haut an ihrer Kehrseite fing das Licht ein.

Kyle war wie paralysiert. Er spürte, wie das Blut in seinen Adern zu rasen begann und sich in seiner Hose sammelte. Fuck, sieht sie gut aus, schoss es ihm durch den Kopf. Er wollte wegsehen, aber es ging nicht.

Dann machte sie es noch schlimmer.

Jenna stellte sich auf die Zehenspitzen, um ein Glas aus dem oberen Regal zu holen. Der Stoff der Shorts rutschte unaufhaltsam nach oben und legte fast die Hälfte ihres Pos frei. Kyle starrte hungrig auf die Rundung, bevor er die Decke über sich zog, um seine Reaktion zu verbergen.

Beim Herunterkommen wippte ihr Körper nach, ein letztes Zittern des Stoffes, bevor sie sich umdrehte. Auch von vorne war der Anblick verheerend, die Sanduhrfigur, die schmale Taille, der tiefe Ausschnitt. Alles war perfekt. Sie goss sich Wasser ein und lief zurück.

Kyle wich ihrem Blick aus und starrte konzentriert auf den Bildschirm.

„Warte“, sagte sie und stellte das Glas auf den Couchtisch. Sie bemerkte, wie hoch die Hose gerutscht war. „Scheiße, sorry“, murmelte sie und zog den Stoff hastig nach unten, was jedoch nur dazu führte, dass noch mehr von ihrer Taille und Hüfte freigelegt wurde.

„Du musst dich doch nicht entschuldigen“, sagte er „Ich bin doch immerhin dein Freund...“

„Haha, stimmt... sicher?“, fragte sie mit einem frechen Funkeln in den Augen.

„Na klar“, sagte er locker.

Sie setzte sich zu ihm, kaum einen halben Meter entfernt. Kyle machte Platz, blieb aber angelehnt sitzen.

„Musst du nicht morgen arbeiten?“, fragte er.

„Nein, ehrlich gesagt nicht. Und ich kann einfach nicht schlafen.“ Sie trank einen Schluck, ihre Augen wanderten zum Fernseher. „Was schaust du?“

„Irgendeine Serie, ziemlich gut.“

Die Stille zwischen ihnen wurde schwer. Jenna nippte am Wasser und driftete kurz ab. „Sag mal... du hast Steve vorhin zugestimmt, dass ich gewachsen bin.“ Sie schaute an sich herab, wie der schwarze Stoff ihre Kurven in Szene setzte. „Was genau meintest du eigentlich? Meine Beine? Oder... etwas anderes? Bin ich dicker geworden?“

Kyle lachte leise auf. „Dicker? Jen, nein. Gott, nein...“

„Psst, nicht so laut, Steve schläft! Nun sag schon.“ Sie rutschte näher. Der Abstand schrumpfte auf eine Handbreit. Unter der Decke wurde es für Kyle unerträglich warm. „Sag schon.“

„Na ja... ich meine das, was mich eben aus dieser verdammten kurzen Shorts anschaute“, gestand er mit einem Blick, der sie fast verbrannte.

Jenna wurde rot, ein leises Lachen entwich ihr. „Oh Gott...“

„Du wolltest es wissen“, verteidigte er sich.

Sie fing sich schnell. „Ich nehme es als Kompliment für meine harte Arbeit im Gym“, sagte sie hochnäsig.

„Mach das“, grinste er.

Doch Jenna war noch nicht fertig. Sie beugte sich so weit vor, dass ihr Knie sein verdecktes Bein streifte. Ihr Flüstern war nun kaum mehr als ein Hauch an seinem Ohr. „Du hast vorhin gesagt, ich soll auf die Unterwäsche achten... meinst du, das hier ist besser? Oder ist das auch wieder illegal?“

Kyle grinste dunkel. „Weißt du... ich hab vorhin kaum was gesehen.“ Er wusste, dass sie wusste, dass er lügt.

„Mhm, sicher doch“, provozierte sie ihn.

„Steh kurz auf und zieh die Shorts nochmal hoch. Dann kann ich es dir sagen“, forderte er sie heraus, seine Stimme war nun tief und gefährlich.

Jenna schaute ihn für eine Sekunde fassungslos an, doch dann drehte sie den Spieß um. „Du nimmst dir gerade mehr, als du überhaupt verdauen kannst... Großer“, sagte sie frech mit einer Anspielung an den heutigen Vormittag und spielte bewusst mit ihren Haaren, nur um ihn zu reizen,

„Na dann“, entgegnete er herausgefordert. „Weißt du... ich hab heute noch gar nicht mein nächtliches Bild bekommen.“

Jenna grinste und lachte leise. „Dein nächtliches Bild, hm?“ Sie ließ ihn im Glauben, das Spiel gewonnen zu haben, schenkte ihm ein letztes Lächeln und flüsterte „Gute Nacht, Kyle.“

​Dann verschwand sie im Flur. Doch Jenna war nicht ins Schlafzimmer gegangen, sie war direkt ins Bad geschlüpft.

,,Fuck“, entfuhr es Kyle lautlos. Er konnte sich nicht mehr auf die Serie konzentrieren. Er öffnete seine Hose, unfähig, den Druck länger zu ertragen. Es war so verdammt falsch, aber es fühlte sich so verdammt gut an.

Gerade als Kyle den Druck nicht mehr aushielt und in seine Hose griff, um irgendwie runterzukommen, leuchtete sein Handy auf.

​Eine Nachricht von Jenna. Er öffnete den Chat und las. „Hier hast du dein 'nächtliches' Bild...“

Darunter ein Foto.

Jenna stand vor dem Badezimmerspiegel, den Rücken zur Kamera gewandt, wobei der Oberkörper leicht weggedreht ist, um ein Selfie über die Schulter aufzunehmen. Ein Bein ist leicht nach vorne gestellt. Der Rücken ist leicht durchgedrückt und erzeugt eine S-Kurve. Ihr Gesicht blickte über die Schulter, ein ruhiges und entspanntes Grinsen auf den Lippen. Doch weiter unten... Kyle stockte der Atem. Die Shorts waren so weit hochgezogen, dass ihr Arsch zur Hälfte entblößt war und perfekt im hellen Licht des Badezimmers zur Geltung kam. Der Stoff spannt sich glatt über die Hüften, was ihn deutlich hervorhebt.

​„Fuck, Jenna...“, presste er hervor, während sein Griff unter der Decke nur noch fester wurde.

Fast im selben Moment kam die nächste Nachricht: „Und... war das gefährlich genug, Kyle? ;)“

Er tippte mit zitternden Fingern zurück: „Wenn du wüsstest. Komm zurück und ich zeigs dir ;)“

Ihre Antwort war nur ein kurzes: „Haha...Gute Nacht :)“

Jenna legte sich mit einem triumphierenden Lächeln neben Steve. Sie fühlte sich überlegen, als hielte sie alle Fäden in der Hand. Doch während sie den Sieg über Kyles Verstand feierte, merkte sie nicht, wie sie mit jedem provokanten Schritt tiefer in ihren eigenen Abgrund glitt. In dem Glauben, ihn zu kontrollieren, hatte sie sich längst selbst dem Spiel hingegeben.

Sie wollte schlafen, doch ihr eigener Satz von heute hallte in ihrem Kopf. Das weiße Kleid.

Sie hatte es Kyle versprochen. Sie hatte es Steve verweigert. Und jetzt lag Kyle nur eine Tür weiter auf ihrer Couch. Sie sah das schwache Flackern des Fernsehlichts unter der Zimmertür durchscheinen. Dann wanderte ihr Blick zum Kleiderschrank.

Auf welchen gefährlichen Gedanken kam Jenna ?

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