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Chapter 12 by Ch3ating_Ang3l73 Ch3ating_Ang3l73

Auf welchen gefährlichen Gedanken kam Jenna ?

Das verbotene Kleid zu tragen

12. Das weiße Kleid

Kyle lag auf der Couch, das bläuliche Licht des Fernsehers war die einzige Zeugin seines inneren Kampfes. Seit fünfzehn Minuten glitten seine Gedanken immer wieder zu dem Bild aus dem Badezimmer. Er spürte den harten Druck in seiner Jogginghose, seine Hand bewegte sich langsam, rhythmisch, während sein Atem schwer ging. Doch plötzlich traf ihn die Realität wie ein Schlag in die Magengrube. Es ist Steves Frau. In Steves Haus.

Mit einem unterdrückten Fluchen packte er sich wieder ein und zog die Hose hoch. Es war die richtige Entscheidung, denn nur Sekunden später hörte er das leise Klicken der Schlafzimmertür. Kyle warf sich zur Seite und starrte konzentriert auf den Bildschirm, als hätte er die ganze Zeit nichts anderes getan.

„Noch wach, Kyle?“, durchschnitt Jennas Stimme die Stille.

„Ja... warum?“, antwortete er und drehte den Kopf. In diesem Moment blieb ihm fast das Herz stehen.

Es war nicht mehr die Jenna im sportlichen Zweiteiler. Sie war aufgedonnert. Ihre dunklen Haare fielen in perfekten Wellen über ihre Schultern, ihre Lippen glänzten im Licht, und sie trug High Heels, die ihre Beine endlos wirken ließen. Aber das Wichtigste. Sie trug das weiße Kleid. Es saß wie eine zweite Haut, und der tiefe Ausschnitt wurde nur von einem schmalen Ring zusammengehalten. Der elastische weiße Stoff schmiegte sich so fest an ihre schmale Taille und betonte den flachen, trainierten Bauch, bevor er sich gefährlich über ihre festen Hüften spannte. In der Mitte des Dekolletés öffnete sich der große Ausschnitt, der einen ungestörten Blick für Kyle, auf das Tal dazwischen gab.

Es war so **** kurz, dazu ein enganliegendes Halterneck-Modell und die Träger waren über der Brust gekreuzt, was ihre Schultern und ihren Nacken betonte. Es rahmte ihr Gesicht perfekt ein.

​Kyle war wie hypnotisiert von der Architektur. Der Saum war so kurz angesetzt, dass er bei jedem ihrer Schritte in den High Heels bedrohlich hochzurutschen drohte.

Kyle verstand jetzt, warum Jenna meinte, Steve würde dieses Kleid hassen. Es war eine Waffe, eine Waffe die die Aufmerksamkeit jedes Mannes an sich zieht. Noch mehr als das schwarze. Es war genau der Anblick, den Steve vor der Welt verstecken wollte, und Jenna präsentierte ihn Kyle jetzt auf einem silbernen Tablett. Sie war ein Kunstwerk, das darauf wartete, berührt zu werden. Es war für genau diesen Körper gemacht.

Jenna stemmte grinsend die Hände in die Hüften. „Und?“

„Du siehst... hammer aus“, brachte Kyle hervor.

„Ich weiß“, erwiderte sie selbstbewusst und trat näher.

„Woher der plötzliche Sinneswandel? Es ist Mitternacht“, fragte er. Jenna setzte sich langsam auf die Couch, stützte sich nach hinten ab und präsentierte sich. „Ich hatte es dir heute Nachmittag versprochen, oder nicht? Eine Belohnung für die harte Arbeit an unserem Bett.“

Kyle lachte trocken, doch seine Augen brannten. „Stimmt... zu schade nur, dass das Bett nicht hier ist, sondern wir nur auf dieser blöden Couch sitzen.“ Er sah sie hungrig an.

Jenna wirkte verblüfft über seine Direktheit, doch sie genoss das Spiel. Sie strich sich langsam über den Oberschenkel. „Ach ja? Was würdest du denn tun, wenn dieses Bett...“, sie hielt inne und fixierte seinen Blick, „...gerade unter uns wäre?“

„Sagen wir es mal so. Nicht nur das Bett wäre unter mir“, konterte er unüberlegt, aber mit einer elektrisierten Intensität. Sein Blick wanderte von ihren Augen hinunter zum Ausschnitt.

Jenna legte den Kopf schief, ihre Stimme wurde verspielter. „Würde der kleine Kyle das wirklich wagen?“

„Nenn mich nicht klein, Jen.“

„Dann beweis mir das Gegenteil, Großer.“

Die Stimmung war geladen. „Komm näher und ich beweis es dir“, forderte er sie heraus. Jenna zögerte nicht. Sie stand auf und setzte sich so nah an ihn, dass ihr nacktes Knie sein Bein streifte. Sie beugte sich vor, drückte ihre Brust wie unschuldig zusammen und raunte: „Du traust dich eh nicht... Kleiner.“

Kyles Blick war nun fest auf ihren Ausschnitt fixiert. „Ach ja? Jetzt musst du nur noch auf die Knie gehen, dann findest du heraus, ob ich mich traue oder nicht.“

Ein Schauer lief über Jennas Rücken. In ihrem Kopf war es aber immer noch ein Schauspiel, ein gefährliches Schauspiel. Sie sank langsam von der Couch auf die Knie, direkt vor seinen gespreizten Beinen. Kyle saß nun aufrecht, seine Hand zuckte bereits Richtung Hosenbund, als plötzlich ein lautes Knacken aus dem Schlafzimmer drang.

Beide erstarrten. Es war das Geräusch des neuen Bettes. Steve hatte sich wahrscheinlich nur im Schlaf gedreht, doch für Kyle und Jenna fühlte es sich an wie ein Warnschuss. Kyle legte den Finger auf die Lippen. Jenna stand schnell auf und schlich zum Flur, um zu prüfen, ob Licht brannte. Alles war still.

Als sie zurückkam war sie sichtlich erleichtert und setzte sich. Sie versuchte die Spannung mit Humor zu lösen. „Du hast wohl eine Schraube vergessen, wenn das Ding jetzt schon solche Geräusche macht.“

Kyle sah sie intensiv an. „Gut so... denn bei uns würde es noch viel mehr Geräusche machen.“

Jenna lachte leise, aber die Müdigkeit und das nachlassende Adrenalin forderten ihren Tribut. „Ich versuch jetzt wirklich zu schlafen. Gute Nacht, Kyle.“ Sie stand auf, doch bevor sie verschwand, kam ihr ein letzter Gedanke. Sie nahm ihr Handy und warf es ihm auf die Decke. „Los, mach dir deine nächtliche Erinnerung.“

„Zwei in einer Nacht?“, flüsterte Kyle erstaunt.

Jenna lächelte nur und stellte einen High Heel auf den Couchtisch, um ihre Beine maximal zu flexen. Sie drehte sich seitlich zu ihm, das Licht des Fernsehers betonte ihren Side-Boob und die Kurve ihrer Hüfte. Ein Zentimeter mehr, und das durch die Pose, unten herum, weit offene Kleid hätte alles preisgegeben.

„Hast du noch dasselbe drunter wie vorhin?“, fragte er eingebildet.

„Nur unten, Kleiner“, antwortete sie und zwinkerte ihm zu. „Ein BH passt nicht unter dieses Kleid.“

Kyle schoss das Bild. Er gab ihr das Handy zurück und sagte leise. „Ich frage mich, ob Steve überhaupt weiß, dass dieses Kleid existiert... oder ob er nur das Schwarze im Kopf hat.“

Jenna beugte sich ein letztes Mal tief zu ihm vor. Ihre Gesichter waren nur Zentimeter voneinander entfernt. „Das hier ist nicht für Steve, Kyle. Das weißt du...“, flüsterte sie so heiß und ernst, dass es ihm wie ein Brandmal auf der Haut brannte.

Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und verschwand im Schlafzimmer.

Dort sah sie Steve, der sich auf ihre Bettseite gewälzt hatte. Sie machte sich im Bad schnell fertig, hängte das Handy ans Ladekabel und schlüpfte auf Steves freie Seite.

Kyle bekam das Bild mit der Unterschrift: Danke für das Aufbauen. Schlaf gut. Er starrte auf das Display. Er wusste, wie falsch alles war. Aber während er dort in der Dunkelheit lag, konnte er an nichts anderes denken.

Wird Steve am nächsten Morgen, die Fotos auf Jennas Handy entdecken?

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