Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 11

What's next?

Ein Anflug von Trotz

Sophia von Stein führte mich in den hinteren Trakt des Gebäudes in ein kleines Zimmer. Wobei der Begriff klein hier relativ gedeutet werden musste. In den Dimensionen dieses Hauses gemessen, war es eine Kammer. Im Vergleich zu meinem winzigen Schlafzimmer hingegen wirkte es mehr als großzügig. Neben einem Bett, einem Tischchen mit zwei Stühlen und einem Kleiderschrank fand sich noch ausreichend Platz, damit man sich auch zu zweit nicht eingeengt fühlte. Zudem gab es einen eingebauten Sanitärbereich mit Waschbecken, Dusche und Toilette. Alles war in einem weißen, fast klinischen Weiß gehalten.

"Im Schrank findest du deine Uniform. Zieh dich um", drängte sie.

Ich öffnete den Kleiderschrank und fand an Kleiderbügeln aufgehängt mehrere schwarzweiße Zofenkleidchen vor. In einer Schublade wartete Unterwäsche, lange Strümpfe und zu meiner Überraschung Hüftgürtel als Strumpfhalter. Insgesamt war es nicht meine gewohnte Garderobe und soweit ich es abschätzend konnte, lag der Wert der Teile auch weit oberhalb dessen, was ich mir mit meinem knappen Budget an Kleidung leisten konnte.

Ich betrachtete die eleganten Zofenkleider und konnte nicht ganz fassen, dass ich sie tragen sollte. Ich verspürte Verwirrung und Neugierde, während ich sie zurückhaltend berührte. Als alleinerziehende Mutter hatte ich mir nie etwas zum Anziehen gegönnt, das nicht preisgünstig oder zumindest praktisch war. Der Luxus, den die **** von Stein zur Schau stellte, repräsentierte eine völlig neue Welt für mich, die ich mir bisher kaum hatte vorstellen können. Nur langsam verstand ich, dass ich nun ein Teil dieser schönen exklusiven Welt war. Aber nicht als Mitglied oder Nutznießerin, sondern als Objekt, das zum Prestige der Herrschaften beitrug, so wie der imposante Schreibtisch oder der gewaltige Flachbildfernseher.

"Worauf wartest du noch?" Sophias unwirsche Frage riss mich aus meinen Gedanken.

"Oh, Entschuldigung. Ich ziehe mich sofort um. Wohin soll ich danach kommen?"

"Das sage ich dir dann schon rechtzeitig. Jetzt leg endlich los!"

Ich druckste herum. "Ähm, ich hatte angenommen, dass Sie mich hier alleine lassen, während ich mich fertig mache." Die Schamesröte, die mich überkam, rührte zu gleichen Teilen aus der Verlegenheit, sie nicht richtig verstanden zu haben, als auch aus der Erkenntnis, dass diese im Grunde mir völlig fremde Frau erwartete, dass ich vor ihren Augen meine Kleidung ablegte. Was soll's, sagte ich mir. Ich bin ja wohl nicht so prüde, dass ich mich vor einer Geschlechtsgenossen schämen würde. Hätte hingegen ihr Ehemann dies von mir verlangt, wäre es etwas anderes gewesen. Wobei ich ehrlich gesagt mir noch weniger vorstellen wollte, dass Anna anwesend wäre und mir zuschauen würde.

Sophia drehte einen der Stühle so, dass sie mich von dort aus ungehindert betrachten konnte, setzte sich und schlug die Beine züchtig und gleichzeitig reizvoll übereinander. Die Arme verschränkte sie vor ihrem beeindruckenden Busen. Dann blickte sie mich mit einer Mischung aus Überheblichkeit und unverhohlener Erwartung an.

Ich unterdrückte die Unsicherheit und Frustration, die mich überkamen, als ich erkannte, dass mir keine andere Wahl blieb, als mich vor ihren Augen auszuziehen. Ich streifte mir das Shirt über den Kopf und enthüllte den einfachen weißen Baumwollbüstenhalter, den ich darunter trug. Ich wusste genau, was sie dachte, als ihre abschätzigen Blicke meine flache Brust musterten. Es widerstrebte mir, mich von dieser aufgeblasenen Frau kontrollieren zu lassen. Um mich besser zu fühlen, redete ich mir ein, dass ich dies alles aus freiem Willen tat, um Mia zu schützen. Ich öffnete den BH-Verschluss und ließ ihn über die Arme nach unten rutschen.

Wut und Demütigung erfüllten mich, als sich Sophias Mundwinkel zu einem verächtlichen Grinsen nach oben verzogen. Halbnackt baute ich mich vor ihr auf. Durch meine aufrechte Haltung gelang es mir tatsächlich, die Sitzende zu überragen. Mit einem Funken Trotz in der Stimme fragte ich: "Was genau erwarten Sie von mir? Was soll ich tun?"

Sophia schien von meinem plötzlichem Aufbegehren überrascht, aber ebenso amüsiert zu sein. Sie lächelte kalt und erwiderte: "Du wirst lernen, mir zu dienen. Du wirst meine Befehle befolgen und dich meinen Wünschen unterordnen. Und wenn du das tust, wirst du Dinge erleben, die du bisher nicht zu erträumen wagtest."

Ich spürte einen weiteren Anflug von Feindseligkeit in mir aufsteigen, aber **** mich, ruhig zu bleiben. Ich war nicht bereit, mich von Sophia einfach so einschüchtern zu lassen. Still sagte ich mir: Wenn ich hier schon mitspiele, dann zu meinen eigenen Bedingungen. Ich werde mich nicht blindlings unterwerfen. Sie können von mir erwarten, dass ich ihre Anweisungen befolge, aber ich werde meine Würde und meinen eigenen Willen bewahren.

Sophia musterte mich einen Moment lang, als versuche sie, meine Gedanken zu lesen. Dann durchbrach ein belustigtes Lächeln ihre kühle Miene. "Du bist mutiger, als ich dachte", sagte sie. "Gut, wir werden sehen, wie weit du gehen kannst. Aber denke daran, dass wir es sind, die die Fäden ziehen und über dich bestimmen. Es wird mir ein großes Vergnügen sein, dich einzuarbeiten und in deine Schranken zu verweisen."

Einerseits fühlte ich mich stolz, weil ich es gewagt hatte, Widerstand zu zeigen. Andererseits wurde mir eiskalt bei den Aussichten, die mir Sophia mit ihrer Ankündigung aufgezeigt hatte. Ich war nicht bereit, kampflos aufzugeben. Doch genau das schien es zu sein, was sie wollte, was sie reizte und worauf sie sich freute. Ich meinte sogar, einen Anflug von Erregung herauszuhören, als sie fortfuhr:

"Jetzt aber weiter. Du hast noch mehr an, als du brauchst."

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)