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Chapter 10

What's next?

Ein (un?)moralisches Angebot

Meller lehnt entspannt in seinem Chefsessel zurück, nippt an seinem Whiskyglas und schaut belustigt der blonden Polizistin zu, die sich durch die Aktenordner arbeitet, die er ihr vorgelegt hat. Er ist sicher, dass sie nichts Illegales finden wird, schließlich hat er die Vertragstexte gründlich durch seine Anwälte checken lassen. Sie hat ihre Dienstmütze neben sich auf einen Stuhl gelegt, so kann er deutlich sehen, wie ihr langer Pferdeschwanz bei jeder Kopfbewegung ins Schwingen gerät. Der Anblick übt eine seltsame Faszination auf ihn aus.

Die straff nach hinten gebundene Frisur verleiht der jungen Frau eine Aura der Autorität und Strenge. Der Hausbesitzer wundert sich über sich selbst. Normalerweise mag er seine Weiber ****, naiv und unerfahren. Er liebt es, ihre Scheu und **** zu überwinden, ihren anfänglichen Widerstand zu brechen, sie sich gefügig zu machen und zuzureiten. Und nun ertappt er sich dabei, wie er sich verträumt ausmalt, was die Polizeimeisterin Eva Baumann alles mit ihren Handschellen und ihrem Gummiknüppel anstellen könnte. Polizeimeisterin. Genüsslich lässt er das Wort nochmal auf der Zunge zergehen.

Er nutzt die Muse, sie ausführlich anzuschauen. Dabei fragt er sich, was für ein Typ sie ist, welche Erfahrungen sie schon hat. Sie sieht sehr **** aus. Ihr Kollege hat erwähnt, dass sie gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen hat. Soweit Meller weiß, kann man die Polizeiausbildung schon mit 16,5 Jahren beginnen und sie dauert zweieinhalb Jahre. Also 19 ist sie mindestens. Sie hat ein hübsches Gesicht, athletische Figur. Und mit ihrem enormen Busen, er schätzt ihn auf mindestens Körbchengröße D, mangelt es ihr sicher auch nicht an Verehrern. Wohnen an der Polizeischule die männlichen und weiblichen Anwärterinnen eigentlich zusammen?

Entnervt reibt sie sich mit der Handfläche über die Augen.

"Haben Sie etwas gefunden?", fragt er listig.

"Soweit ich sehen kann, ist das alles in Ordnung. Auch wenn die Mietkonditionen, sagen wir mal, ungewöhnlich sind. Dass Sie die Wohnungen kostenlos überlassen, könnte steuerlich relevant sein, aber da bin ich keine Expertin. Das müsste das Finanzamt prüfen."

"Und was halten Sie davon?"

"Wie gesagt kenne ich mich damit nicht aus ..."

"Ich meine, hätten Sie Interesse, in eine der Wohnungen einzuziehen?"

Eva schaut ihn entgeistert an. Er kann gewissermaßen sehen, wie die Zahnräder hinter ihrer Stirn rattern. Dann schüttelt sie entschieden den Kopf.

"Nein. So verlockend eine kostenlose Wohnung wäre, noch zumal in zentraler Lage. Wenn Sie mich mietfrei wohnen lassen, könnte dies den Anschein einer **** erwecken, die gemäß Paragraph 334 StGB strafbar ist."

"Das haben Sie falsch verstanden. Der Mietvertrag regelt ganz klar Leistung und Gegenleistung. Das ist keineswegs kostenlos. Und nichts läge mir ferner, als Sie bestechen zu wollen. Ich mache Ihnen nur ein faires Angebot. Ich könnte mir vorstellen, dass das Gehalt einer Polizistin im ersten Dienstjahr nicht sehr auskömmlich ist. Und bei dem Preisniveau bei uns in der Großstadt können Sie damit bestimmt keine großen Sprünge machen. Überlegen Sie es sich!"

Soll Eva auf das Angebot eingehen?

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