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Chapter 11

Soll Eva auf das Angebot eingehen?

Eine schwierige Entscheidung

Eva ist hin und her gerissen. Einerseits könnte sie eine günstige Wohnung echt gut gebrauchen, ihr Polizistinnengehalt ist wirklich nicht ausreichend, um sich eine schöne Wohnung in der Stadt leisten zu können. Derzeit wohnt sie außerhalb in einer WG und pendelt jeden Tag fast eineinhalb Stunden eine Richtung, wenn es keinen Stau gibt. Andererseits scheint Herr Meller nur auf den ersten Blick ein seriöser Geschäftsmann zu sein, ein bisschen halbseiden wirkt er schon auf sie. Von ihm eine Wohnung zu mieten, könnte sich im Nachhinein als Fehler herausstellen.

Meller kann sich den Widerstreit, der in ihr tobt, gut ausmalen. Hat er sie doch bewusst und absichtlich in diese Zwickmühle gebracht. Um der Angelegenheit noch mehr Pfeffer zu geben, legt er nach.

"Sie müssten sich schnell entscheiden, Frau Baumann. Die Wohnungen sind höchst begehrt. Im Augenblick ist eines der Ein-Zimmer-Apartments im zweiten Obergeschoss frei. Aber schon morgen könnte es vergeben sein. Wollen Sie es haben oder nicht?"

"Ich weiß nicht. Es ist eine schwierige Entscheidung, die ich ungern unter Zeitdruck treffen möchte. Wie lange wäre ich denn an den Vertrag gebunden, wenn ich die Wohnung nehme?"

"Es gilt die normale gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten", versichert der Hausbesitzer mit treuherzigem Augenaufschlag.

"Und ich zahle keine Miete? In Euro und Cent, meine ich."

"Genau, keinen Cent."

"Nebenkosten?"

"Fallen für Sie ebenfalls keine an. All-inclusive sozusagen."

Sie nagt an ihrer Unterlippe. Hundertprozentig sicher ist sie nicht. Das Risiko, das sie eingehen muss, ist aber denkbar gering. Wenn sie jetzt zusagt und sich dann nochmals anders entscheidet, könnte sie ja sofort kündigen und wäre in drei Monaten wieder aus dem Vertrag raus. Und in der Zwischenzeit würde es sie keinen einzigen Euro kosten. Sie gibt sich einen Ruck.

"Also, in Ordnung. Ich nehme die Wohnung."

"Wunderbar. Herzlichen Glückwunsch."

Meller spritzt aus seinem Sessel auf und schüttelt ihr überschwänglich die Hand. Im Nu hat er einen Vertragsvordruck herbeigezaubert und legt ihn seiner Mieterin in spe vor. Daneben platziert er einen Kugelschreiber.

"Füllen Sie einfach ihre persönlichen Daten aus und unterschreiben sie. Dann sind Sie schon die stolze Besitzerin ihrer eigenen Wohnung."

"Einen Moment bitte. Erst will ich mir den Vertrag durchlesen."

What's next?

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