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Chapter 40

What's next?

Dilemma

Heike ergriff das Cocktailglas, das ihr Ehemann mitgebracht hatte, und nahm einen tiefen Schluck des süffigen, süßen Getränks. Sie hatte das Gefühl, dass sie gerade ganz dringend etwas zu **** brauchte. Klaus sah sie fragend an. Er kannte sie gut genug, um festzustellen, dass sie mit ihm reden wollte. Da Sheikh Hamza aus dem Blickfeld verschwunden war und sich die vorherige Unruhe im Korridor gelegt hatte, konnte er aber nicht erschließen, um was es gehen sollte. So wartete er ruhig ab, bis sie sich gesammelt hatte. Währenddessen wechselte er gelegentlich belanglose Bemerkungen mit Bekannten, die an ihnen vorbeigingen.

Die Hälfte ihres Cocktails war bereits verschwunden, als sie sich zu ihm beugte. Es war schon ihr drittes heute. Er konnte den **** in ihrem Atem riechen und sie blinzelte häufiger als sonst.

„Hamza hat mich eingeladen, das Feuerwerk von seinem Büro ganz oben im Turm aus anzuschauen“, platzte sie heraus. Klaus strahlte.

„Das ist ja großartig. Von dort haben wir bestimmt einen fantastischen Blick.“

Seine Frau verzog schräg den Mund in einer Mischung aus Unsicherheit und Bedauern.

„Ich weiß nur nicht recht, ob die Einladung auch für dich gilt.“

Klaus‘ Miene verdunkelte sich. Wollte sie damit sagen, dass er nicht dabei sein sollte?

„Wie meinst du das?“, raunzte er.

Sie zuckte die Schultern. Er packte sie am Arm und zog sie ziemlich unsanft in Richtung eines Zimmers, das gewöhnlich für Videokonferenzen genutzt wurde. Nachdem er die schallgedämmte Tür hinter ihnen geschlossen hatte, waren die Geräusche von draußen ausgeblendet. Heike rang die Hände vor ihrem Bauch, während er sie düster anstierte.

„Ich weiß nicht, Klaus. Hamza hat nicht gesagt, dass du mitkommen kannst. Er hat aber auch nicht ausdrücklich das Gegenteil gesagt. Ich habe einfach keine Ahnung, was er meinte.“

Der Ingenieur atmete tief ein und aus, ein und aus, und versuchte, sich zu beruhigen. Zwischen zusammengebissenen Zähnen zischte er leise: „Willst du damit sagen, dass er dich völlig allein in einen abgeschiedenen Raum mitnehmen möchte, ohne auch nur daran zu denken, deinen Ehemann zumindest zu fragen, ob das in Ordnung ist?“

„Vielleicht sind auch noch andere Leute da, keine Ahnung“, begann sie, sich zu verteidigen. Dann wurde ihr Gesichtsausdruck trotzig und sie fauchte: „He, Moment mal! Was meinst du damit, dass er erst dich hätte fragen müssen? Hat dieses Land schon so auf dich abgefärbt, dass du glaubst, ich sei dein Besitz oder darf nicht selbst entscheiden?“

Sie stemmte die Hände in die Hüften. Klaus erschrak, als ihm sein besitzergreifendes Verhalten so schonungslos widergespiegelt wurde. Er machte eine entschuldigende Geste.

„Tut mir leid. Das wollte ich damit natürlich nicht sagen. Selbstverständlich kannst du hingehen, wohin du willst. Ich denke, ich wäre nur enttäuscht, wenn wir das Spektakel nicht gemeinsam erleben würden.“

Sie entspannte sich merklich, kam auf ihn zu und legte eine zarte Hand an seine Wange.

„Das verstehe ich. Es ist bestimmt das Beste, wenn ich die Einladung ablehne.“

Nun war es an Klaus, erschrocken zu sein. Das wäre ein Affront, den der stolze Araber nicht ohne Sanktion hinnehmen würde. „Doch, doch. Gehe hin“, beeilte er sich, Heike zu bestärken, den Wunsch des Scheichs zu erfüllen.

„Dann komm doch einfach mit. Dein Boss wird dir ja nicht verbieten können, deine Frau zu begleiten.“

Hm? Da war er nicht so sicher. Er biss sich auf die Lippen und überlegte, ob er es wagen durfte, ungebeten bei seinem obersten Chef aufzutauchen.

Wagt es Klaus?

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