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Chapter 41 by Redboom Redboom

Was ist Marie dritter und letzter Wunsch?

Die Gesellschaft soll als Normal ansehen.

Meine Meisterin Marie Fischer reibt an meiner Lampe und, in einer dichten Rauchwolke, materialisiere ich mich in der realen Welt.

Vor mir steht einer hochschwangere Marie, vermutlich sind inzwischen 7-8 Monate vergangen. Ihr Brüste sind geschwollen und unter ihrem Umstandskleid ist ein dicker Kugelbauch zu sehen. Mindestens Zwillinge, würde ich schätzen.

„Du hast mich gerufen.“

„Hallo Mister Flaschengeist. Ich möchte mich erstmal bei dir bedanken. Ben ist wirklich der perfekte Mann für mich. Aber… die Leute stellen so langsam Fragen.“

„Und du willst das die Fragen aufhören?“

„Ja, ich wünschte die Gesellschaft würde **** als etwas ganz normales ansehen. Damit wir ohne uns zu verstecken eine **** gründen und heiraten können.“

„Ein Wunsch ganz nach meinem Geschmack. Es sei dir gewährt.“

Und damit ist **** weltweit gesellschaftlich akzeptiert.

Ich entmaterialisiere mich und verschwinde in meiner Wunderlampe, um einen Blick in die Kristallkugel zu werfen.


Marie Fischer ein nerdiges Mädchen. Sie ist inzwischen verlobt mit ihrem Bruder Ben und hat außerdem Zwillinge, ein gesundes Mädchen und einen gesunden Jungen, zur Welt gebracht.

Gerade befand sie sich vor Gericht.

„Sie wissen, was Ihnen vorgeworfen wird?“ meinte der Richter zu ihr.

„Ja, euer Ehren“ erwiderte Marie.

„Ihnen wird vorgeworfen, sich dem Sex mit ihrem Vater verweigert zu haben. In mehreren Fällen haben sie die Erfüllung familiärer Sexpflichten missachtet, obwohl sie wussten, wie dringend ihr Vater die sexuelle Zuwendung nötig hatte.“

Marie blickte verschämt zu Boden. Der Richter führte den Sachverhalt weiter aus. „Ist es zutreffend, dass ihr Vater am 12. April, am 17. April und am 19. April signalisiert hatte, mit ihnen Sex haben zu wollen?“

„Das stimmt.“

„Und war ihnen bewusst, dass ihr Vater an den besagten Tagen sexuell ausgehungert war und dringender Zuwendung bedurft hat?“

„Ja“ gab Marie kleinlaut zu.

„Wenn sie wussten, wie schlecht es ihrem Vater ging... Warum haben sie ihm nicht geholfen?“

Marie ärgerte sich, dieser verdammte Flaschengeist. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Sie wollte doch nur mit ihrem Bruder glücklich und in Frieden zusammen leben, ohne von der Gesellschaft verurteilt zu werden.

„Es war doch offensichtlich, dass ihr Vater Hilfe dringend nötig hatte“ warf der Richter ihr vor. „Es herrschte ein Notstand, ihr Vater wusste sich nicht anders zu helfen und hat sie über sein Problem in Kenntnis gesetzt. Bestreiten sie, von der Notlage Ihres Vater gewusst zu haben?“

„Nein, aber...“

„Und obwohl ihnen bekannt war, wie schlecht es ihren Vater ging, haben sie nur zugesehen und nicht geholfen. Sie haben bewusst in Kauf genommen, dass ihr Vater alleine mit seinem dringenden Bedürfnis klarkommen musste, obwohl es ihnen ein Leichtes gewesen wäre, ihn tatkräftig zu unterstützen. Wieso haben sie sich Ihrer Verantwortung entzogen?“

Wie rechtfertigt sich Marie?

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