What's next?
Die Freitagsauktion
John hatte heute kurz mit mir Telefoniert. Er gratulierte mir zu meinem Husarenstück. Ich erklärte im, dass ich vorhatte, die Spielothek etwas umzugestalten. Es sollte eine Art Kneipe, Treffpunk mit Bewirtung entstehen, in der auch an verschiedenen Automaten dem Glückspiel gefrönt werden könne. Ich wollte also Billiarde und Kickertische aufstellen lassen. Aber auch Gesellschaftsspiele wie Mensch ärgere dich nicht. Als Bedienung wollte ich dann Mädchen aus der Oberstufe einstellen. Jung, hübsch und immer auf der Suche nach einem lukrativen Nebenjob. Wer weiß. Ich hatte das Hinterzimmer, welches bis jetzt nur als Lager dient, schon gesehen. Und natürlich auch die kleinen Wohnungen in den oberen Etagen. Möglicherweise geht da ja noch was?
Schnell wechselte aber das Thema auf das kommende Wochenende. Er wollte, dass ich an seiner Singlebörse teilnehme. Ab 18 Uhr wäre Einlass in seiner Kellerkneipe. Wer möchte, der kann sich dann ab 19 Uhr versteigern lassen.
Ich sollte auf meine Schuhe aufpassen. Auf keinem Fall sollten diese goldig oder silberfarbig sein.
Denn hier werden nicht nur Singles versteigert, sondern auch Nutten. Die Farbe der Schuhe gibt an, für wie lang das Mädchen sich in die Obhut des Meistbietenden begibt.
Schwarz ist harmlos und gilt für den Abend.
Rot bedeutet für das Wochenende.
Silber für eine absehbare Dauer von noch näher zu bestimmenden Wochen.
Goldene Schuhe symbolisieren eine permanente Versklavung. Dabei kommt es auch vor, dass diese Art des Verkaufs auch gegen den Willen der Ware stattfindet.
Uum erst gar keine Irrtümer aufkommen zu lassen, sollte ich mich möglichst elegant, aufreizend und in roten Schuhen präsentieren.
In dem Koffer, den John mir dagelassen hatte, konnte so ein Outfit gefunden werden. Ein dunkelblaues Cocktailkleid mit roten hohen Sandalen. Dazu trug ich eine dunkelblond gesträhnte Perücke und eine silberne Kette mit passenden Ohrringe. Auf dem Rücken war das Kleid sehr offenherzig und wurde nur durch die gekreuzten Träger zusammengehalten, die sich vorne knapp über dem Bauchnabel trennten. Sonst trug ich nichts. Warum auch. Ich wusste, was ich heute vorhatte. Und ja. Es kribbelte. Ein wenig Vorfreude war auch dabei. Schließlich hatte ich gestern nur mit Elena gekuschelt. So wie jeden Abend. Oder sollte ich lieber Nacht sagen. Denn Elenas Tage waren sehr lang. Ich weiß nicht, wer da wen tröstet, wenn wir da Nacht für Nacht zusammen im Bett liegen. Meist schläft Elena schnell ein. Aber offensichtlich hat sie Albträume, wacht immer wieder auf und ist unruhige. Leider verstehe ich nicht, was sie im Schlaf so von sich gibt. Aber offensichtlich kämpft sie gerade einen Kampf den nur sie führen kann.
Damals wusste ich nicht, dass John Elena auf mich angesetzt hatte. Aber durch die Nähe zu mir und unsere immer intensivere Beziehung, bekam Elena immer größere Gewissensbisse.
Nur heute? Heute ging ich aus. Nicht weil ich musste, oder Geld dafür bekam, sondern weil ich es wollte. Ich war heiß.
Ich griff meine Handtasche mit ein wenig Geld und meinem Handy und fuhr in die Kellerkneipe.
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