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Chapter 24
by
MACC
Wie geht es weiter ?
Der nächste Tag und die nächsten Monate
Am nächsten Tag kam Antjes Schwester Lisa nach dem Mittagessen vorbei und brachte Leas Ausweispapiere, Geburtsurkunden, Abschlusszeugnisse sowie ihr Sparbuch und außerdem so viel von ihren Kleidern, wie sie heimlich hatte mitnehmen können, ohne dass es aufgefallen wäre. Sie berichtete, dass Hajo außer sich gewesen sei, dass seine kleine Schwester ausgerechnet mit mir durchgebrannt sei, wie er es genannt habe, und dass Antje hingegen sehr still gewesen sei und auch ganz und gar nicht glücklich ausgesehen habe. Wir alle verbrachten zusammen mit Carena und Iwona noch einen sehr schönen Nachmittag, und als Lisa sich spät am Abend von uns verabschiedete um nach Hause zu gehen, umarmte sie Lea und mich ganz fest und wünschte uns alles Gute und viel Glück für die Zukunft. „Passt nur gut aufeinander auf“, bat sie uns mit Tränen in den Augen.
Lea und ich lebten die nächsten Monate zusammen in Austin, und ich bereute meine Entscheidung – falls es überhaupt meine Entscheidung gewesen war – keine einzige Minute lang. Ganz anders als ihr älterer Bruder Hajo war Lea ein sehr herzliches und liebenswertes Mädchen, dazu bildhübsch, klug, sehr tüchtig und auch sparsam. So hatte sie bereits jahrelang Geld für ein zukünftiges Zusammenleben mit dem vermeintlichen Mann ihrer Träume gespart. Als Lea später von mir erfuhr, dass ich in etwa den gleichen Betrag in nur einem Monat verdiente, musste sie lachen: „Wenn mein Bruder das wüsste! Er hat immer damit geprahlt, wie vornehm und reich unsere **** sei und wie bettelarm du dagegen wärst. Ich denke, er konnte dich nie leiden, weil du bei allen so beliebt warst und so glücklich mit Antje. Er war eifersüchtig auf dich, darum hat er dir auch Antje gestohlen und dich schlecht gemacht, wo er nur konnte. Ich habe ihn immer dafür gehasst, wenn er so schlecht über dich gesprochen hat!“
Lea schaffte das Unmögliche und brachte mich tatsächlich innerhalb kürzester Zeit dazu, dass ich mich in sie verliebte. Schließlich heirateten Lea und ich noch im Laufe des ersten Jahres. Lea hatte sich eine eher kleine, romantische Hochzeit im engsten Familien- und Freundeskreis gewünscht. Ihre Eltern und Hajo und Antje, die ebenfalls in diesem Jahr kurz vor uns geheiratet hatten, erschienen trotz Einladung nicht zur Hochzeit. Lea und ich waren überhaupt nicht traurig darüber. Carena und Lisa waren Leas Brautjungfern, und zusammen mit den anderen Freunden und Gästen erlebten wir beide tatsächlich den schönsten Tag in unserem bisherigen Leben. Als Lea und ich sehr spät in unserer Hochzeitsnacht endlich geschafft in unser Bett fielen, schmiegte Lea sich eng an mich heran. „Martin, was würdest Du zu einem Kind sagen?“ fragte sie. „Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen“, antwortete ich ...
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Nach sieben Jahren
Nach sieben Jahren
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